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	Kommentare zu: 351	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/351/#comment-3418</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 11:59:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 351: Zivilisierte und Barbaren

Aus demselben Recht folgt etwas Weiteres.

Zivilisierte Völker sehen andere Völker, die in der Entwicklung zum Staat zurückstehen, als Barbaren an. Hirtenvölker so die Jägervölker. Ackerbauende Völker beide. Sie behandeln sie mit dem Bewusstsein eines ungleichen Rechts. Deren Unabhängigkeit gilt ihnen nur als etwas Formelles.

Was bedeuten die Kriege, die daraus entstehen?

Es sind Kämpfe um Anerkennung. Es geht dabei um einen bestimmten Gehalt, um eine höhere Stufe des Staates. Das gibt ihnen ihre Bedeutung für die Weltgeschichte.

Zusammenfassung: Zivilisierte Völker behandeln weniger entwickelte als Barbaren, mit ungleichem Recht. Die Kriege daraus sind Kämpfe um Anerkennung. Darin liegt ihre Bedeutung für die Weltgeschichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 351: Zivilisierte und Barbaren</p>
<p>Aus demselben Recht folgt etwas Weiteres.</p>
<p>Zivilisierte Völker sehen andere Völker, die in der Entwicklung zum Staat zurückstehen, als Barbaren an. Hirtenvölker so die Jägervölker. Ackerbauende Völker beide. Sie behandeln sie mit dem Bewusstsein eines ungleichen Rechts. Deren Unabhängigkeit gilt ihnen nur als etwas Formelles.</p>
<p>Was bedeuten die Kriege, die daraus entstehen?</p>
<p>Es sind Kämpfe um Anerkennung. Es geht dabei um einen bestimmten Gehalt, um eine höhere Stufe des Staates. Das gibt ihnen ihre Bedeutung für die Weltgeschichte.</p>
<p>Zusammenfassung: Zivilisierte Völker behandeln weniger entwickelte als Barbaren, mit ungleichem Recht. Die Kriege daraus sind Kämpfe um Anerkennung. Darin liegt ihre Bedeutung für die Weltgeschichte.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/351/#comment-3039</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:36:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Aus demselben Grunde ein ungleiches Recht — wo die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantiellen&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Momente&lt;/a&gt; des Staats fehlen, gilt die Selbständigkeit als bloß formelle; der Streit darüber ist Kampf des Anerkennens um einen bestimmten Gehalt.&lt;/em&gt;

Der Paragraph ist die zweite Folgerung aus § 350, und Hegel leitet sie ausdrücklich ab, statt sie zu beobachten: „Aus derselben &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt;“, also aus dem absoluten Recht der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt;, geschieht es, dass zivilisierte Nationen andere, die ihnen in den substantiellen Momenten des Staats zurückstehen, als Barbaren „mit dem Bewußtsein eines ungleichen Rechts“ betrachten und behandeln und deren Selbständigkeit als etwas bloß Formelles ansehen. Das ungleiche Recht folgt bei ihm damit aus dem absoluten Recht der Idee, in Gesetz und Institution hervorzutreten, nicht aus der bloßen Machtlage. Als das logische Moment markiert er, dass es in diesen Kämpfen nicht um bloße Übermacht geht, sondern um Anerkennung, und zwar — anders als beim formellen Kampf um Anerkennung überhaupt (§ 57 Anm.) — um Anerkennung in Beziehung auf einen bestimmten Gehalt. Genau dadurch bekommen sie weltgeschichtliche Bedeutung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus demselben Grunde ein ungleiches Recht — wo die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantiellen</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Momente</a> des Staats fehlen, gilt die Selbständigkeit als bloß formelle; der Streit darüber ist Kampf des Anerkennens um einen bestimmten Gehalt.</em></p>
<p>Der Paragraph ist die zweite Folgerung aus § 350, und Hegel leitet sie ausdrücklich ab, statt sie zu beobachten: „Aus derselben <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a>“, also aus dem absoluten Recht der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a>, geschieht es, dass zivilisierte Nationen andere, die ihnen in den substantiellen Momenten des Staats zurückstehen, als Barbaren „mit dem Bewußtsein eines ungleichen Rechts“ betrachten und behandeln und deren Selbständigkeit als etwas bloß Formelles ansehen. Das ungleiche Recht folgt bei ihm damit aus dem absoluten Recht der Idee, in Gesetz und Institution hervorzutreten, nicht aus der bloßen Machtlage. Als das logische Moment markiert er, dass es in diesen Kämpfen nicht um bloße Übermacht geht, sondern um Anerkennung, und zwar — anders als beim formellen Kampf um Anerkennung überhaupt (§ 57 Anm.) — um Anerkennung in Beziehung auf einen bestimmten Gehalt. Genau dadurch bekommen sie weltgeschichtliche Bedeutung.</p>
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