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	Kommentare zu: 353	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/353/#comment-3420</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 11:59:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 353: Vier Prinzipien

Welche Prinzipien liegen den vier Reichen zugrunde?

Das erste: Der Geist ist noch ungetrennte Einheit. Der Einzelne ist in das Ganze versenkt. Er hat kein eigenes Recht.

Das zweite: Der Geist weiß von dieser Einheit. Der Einzelne lebt sie in schöner, sittlicher Freiheit.

Das dritte: Der Geist zieht sich in sich zurück, in eine abstrakte Allgemeinheit. Die äußere Welt steht ihm fremd und geistlos gegenüber.

Das vierte: Der Geist findet in seinem Inneren seine Wahrheit. Er versöhnt sich mit der Welt und ist in ihr zu Hause. Er erzeugt und weiß seine Wahrheit als Gedanke und als Welt der Gesetze.

Zusammenfassung: Die vier Prinzipien sind: Versenkung in die Einheit, schöne sittliche Freiheit, Rückzug in die abstrakte Innerlichkeit und schließlich die Versöhnung von Innen und Außen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 353: Vier Prinzipien</p>
<p>Welche Prinzipien liegen den vier Reichen zugrunde?</p>
<p>Das erste: Der Geist ist noch ungetrennte Einheit. Der Einzelne ist in das Ganze versenkt. Er hat kein eigenes Recht.</p>
<p>Das zweite: Der Geist weiß von dieser Einheit. Der Einzelne lebt sie in schöner, sittlicher Freiheit.</p>
<p>Das dritte: Der Geist zieht sich in sich zurück, in eine abstrakte Allgemeinheit. Die äußere Welt steht ihm fremd und geistlos gegenüber.</p>
<p>Das vierte: Der Geist findet in seinem Inneren seine Wahrheit. Er versöhnt sich mit der Welt und ist in ihr zu Hause. Er erzeugt und weiß seine Wahrheit als Gedanke und als Welt der Gesetze.</p>
<p>Zusammenfassung: Die vier Prinzipien sind: Versenkung in die Einheit, schöne sittliche Freiheit, Rückzug in die abstrakte Innerlichkeit und schließlich die Versöhnung von Innen und Außen.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/353/#comment-3041</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:36:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die vier Prinzipien als Gang von der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantiellen&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet&quot; title=&quot;Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt; über das Fürsichsein der schönen Individualität und die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakte&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeinheit&lt;/a&gt; im &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich&quot; title=&quot;Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unendlichen&lt;/a&gt; Gegensatz zur Rückkehr in die Substantialität aus diesem Gegensatz.&lt;/em&gt;

Dieser Paragraph enthält das eigentliche Gerüst des Schlussteils, und die vier Glieder sind keine Aufzählung, sondern eine Folge. Zuerst die Einheit, in der noch kein Unterschied &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;gesetzt&lt;/a&gt; ist: Die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Einzelnheit&lt;/a&gt; ist in die Substanz versenkt und hat &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt; kein Recht. Dann tritt das Wissen dieser Substanz hinzu, so dass das Fürsichsein die lebendige &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; ihres Inhalts wird — Form und Inhalt sind noch ungetrennt, und das nennt Hegel schön. Im dritten Schritt vertieft sich dieses Fürsichsein in sich und wird dadurch abstrakte Allgemeinheit, das heißt eine Allgemeinheit ohne erfüllten Gehalt, der die Welt nun als geistverlassene Objektivität gegenübersteht. Der vierte Schritt ist das Umschlagen dieses Gegensatzes: Der Geist findet seine Wahrheit in eben der Innerlichkeit, in die er sich zurückgezogen hatte, und kehrt darum in die Substantialität zurück — aber jetzt gewußt, als Gedanke und als Welt gesetzlicher &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wirklichkeit&lt;/a&gt;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die vier Prinzipien als Gang von der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantiellen</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet" title="Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen." rel="ugc">Identität</a> über das Fürsichsein der schönen Individualität und die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakte</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeinheit</a> im <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich" title="Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht." rel="ugc">unendlichen</a> Gegensatz zur Rückkehr in die Substantialität aus diesem Gegensatz.</em></p>
<p>Dieser Paragraph enthält das eigentliche Gerüst des Schlussteils, und die vier Glieder sind keine Aufzählung, sondern eine Folge. Zuerst die Einheit, in der noch kein Unterschied <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">gesetzt</a> ist: Die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint." rel="ugc">Einzelnheit</a> ist in die Substanz versenkt und hat <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a> kein Recht. Dann tritt das Wissen dieser Substanz hinzu, so dass das Fürsichsein die lebendige <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> ihres Inhalts wird — Form und Inhalt sind noch ungetrennt, und das nennt Hegel schön. Im dritten Schritt vertieft sich dieses Fürsichsein in sich und wird dadurch abstrakte Allgemeinheit, das heißt eine Allgemeinheit ohne erfüllten Gehalt, der die Welt nun als geistverlassene Objektivität gegenübersteht. Der vierte Schritt ist das Umschlagen dieses Gegensatzes: Der Geist findet seine Wahrheit in eben der Innerlichkeit, in die er sich zurückgezogen hatte, und kehrt darum in die Substantialität zurück — aber jetzt gewußt, als Gedanke und als Welt gesetzlicher <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat." rel="ugc">Wirklichkeit</a>.</p>
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