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	Kommentare zu: 359	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/359/#comment-3426</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 11:59:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=12#comment-3426</guid>

					<description><![CDATA[§ 359: Zwei Reiche im Streit

Zuerst lebt das neue Prinzip nur im Inneren. Als Glaube, Liebe und Hoffnung.

Wie entfaltet es sich?

Es bildet ein weltliches Reich. Es beruht auf Gemüt, auf Treue und auf der Gemeinschaft Freier. Doch dieses Reich ist zugleich ein Reich roher Willkür und barbarischer Sitten.

Und daneben?

Ihm gegenüber steht ein jenseitiges, geistiges Reich, die Kirche. Sie besitzt die Wahrheit, aber noch nicht gedacht, sondern in rohe Vorstellungen gehüllt. Als geistige Macht über die Gemüter wird sie zu einer unfreien, furchtbaren Gewalt.

Zusammenfassung: Das neue Prinzip bildet zuerst ein weltliches Reich der Treue, aber auch der Willkür. Ihm steht die Kirche als jenseitige, unfreie und furchtbare Macht gegenüber.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 359: Zwei Reiche im Streit</p>
<p>Zuerst lebt das neue Prinzip nur im Inneren. Als Glaube, Liebe und Hoffnung.</p>
<p>Wie entfaltet es sich?</p>
<p>Es bildet ein weltliches Reich. Es beruht auf Gemüt, auf Treue und auf der Gemeinschaft Freier. Doch dieses Reich ist zugleich ein Reich roher Willkür und barbarischer Sitten.</p>
<p>Und daneben?</p>
<p>Ihm gegenüber steht ein jenseitiges, geistiges Reich, die Kirche. Sie besitzt die Wahrheit, aber noch nicht gedacht, sondern in rohe Vorstellungen gehüllt. Als geistige Macht über die Gemüter wird sie zu einer unfreien, furchtbaren Gewalt.</p>
<p>Zusammenfassung: Das neue Prinzip bildet zuerst ein weltliches Reich der Treue, aber auch der Willkür. Ihm steht die Kirche als jenseitige, unfreie und furchtbare Macht gegenüber.</p>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/359/#comment-3047</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:36:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=12#comment-3047</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Die noch &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakte&lt;/a&gt; Innerlichkeit entfaltet ihren Inhalt in einen Gegensatz zweier Reiche — ein weltliches der rohen Willkür und ein intellektuelles, dessen Wahrheit noch ungedacht in der Vorstellung gehüllt ist.&lt;/em&gt;

Der Paragraph zeigt, warum das in § 358 gewonnene Prinzip nicht sogleich seine Gestalt ist: Es existiert zunächst nur als Empfindung — Glaube, Liebe, Hoffnung —, und das heißt abstrakt, weil der Inhalt zwar da, aber noch nicht ausgelegt und in &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wirklichkeit&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;gesetzt&lt;/a&gt; ist. Weil er sich entfalten muss, tritt er zunächst entzweit auf. Das weltliche Reich hat die Subjektivität, aber noch ohne vernünftigen Gehalt, ist also Willkür; das jenseitige hat den Gehalt, aber ungedacht, nämlich nur in Bildern der Vorstellung. Ungedacht ist hier der entscheidende Ausdruck: Eine Wahrheit, die man nicht begriffen hat, kann dem Menschen nur als fremde Gewalt gegenübertreten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die noch <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakte</a> Innerlichkeit entfaltet ihren Inhalt in einen Gegensatz zweier Reiche — ein weltliches der rohen Willkür und ein intellektuelles, dessen Wahrheit noch ungedacht in der Vorstellung gehüllt ist.</em></p>
<p>Der Paragraph zeigt, warum das in § 358 gewonnene Prinzip nicht sogleich seine Gestalt ist: Es existiert zunächst nur als Empfindung — Glaube, Liebe, Hoffnung —, und das heißt abstrakt, weil der Inhalt zwar da, aber noch nicht ausgelegt und in <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat." rel="ugc">Wirklichkeit</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">gesetzt</a> ist. Weil er sich entfalten muss, tritt er zunächst entzweit auf. Das weltliche Reich hat die Subjektivität, aber noch ohne vernünftigen Gehalt, ist also Willkür; das jenseitige hat den Gehalt, aber ungedacht, nämlich nur in Bildern der Vorstellung. Ungedacht ist hier der entscheidende Ausdruck: Eine Wahrheit, die man nicht begriffen hat, kann dem Menschen nur als fremde Gewalt gegenübertreten.</p>
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