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	Kommentare zu: 40	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/40/#comment-3055</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 16:34:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 40: Drei Fragen

Das erste Recht entfaltet sich in drei Schritten. Man kann sie als drei Fragen lesen.

Erstens: Wie wird etwas mein?

Die Freiheit gibt sich ganz direkt ein Dasein. Ich nehme etwas in Besitz, und es wird mein Eigentum. Hier steht die Person allein ihren Sachen gegenüber.

Zweitens: Wie wird das Eigentum eines anderen mein?

Jetzt treffen zwei Personen aufeinander. Jeder zählt für den anderen als Eigentümer. Sie werden sich einig, und eine Sache wechselt den Besitzer. Das ist der Vertrag. In ihm entsteht zum ersten Mal ein gemeinsamer Wille.

Drittens: Was geschieht, wenn jemand mein Recht verletzt?

Jetzt tritt der Wille in Streit mit sich selbst. Der besondere Wille des Einzelnen stellt sich gegen das, was an sich recht ist. Das ist Unrecht und Verbrechen. Die Frage ist dann: Wie stellt sich das Recht wieder her?

Gegen die alten Einteilungen:

Die Römer teilten das Recht in Personenrecht und Sachenrecht. Kant folgte ihnen darin. Beides hält einer Prüfung nicht stand. Das römische Personenrecht handelt vom Stand eines Menschen: frei oder Sklave, Vater oder Kind. Es geht dort also um besondere Personen, nicht um die Person als solche. Zudem gehört die Familie auf eine viel spätere Stufe.

In Wahrheit ist es umgekehrt. Nur die Person hat überhaupt Rechte an Sachen. Jedes Recht der Person ist darum ein Recht an Sachen. „Sache“ meint dabei alles, was der Freiheit äußerlich ist, auch meinen Körper. Selbst ein Vertrag gibt mir kein Recht an einem Menschen. Er gibt mir ein Recht auf etwas, das er mir leisten soll.

Zusammenfassung: Das erste Recht fragt dreimal: Wie wird etwas mein? Wie wird Fremdes mein? Wie stellt man das verletzte Recht wieder her? Darauf antworten Eigentum, Vertrag und Unrecht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 40: Drei Fragen</p>
<p>Das erste Recht entfaltet sich in drei Schritten. Man kann sie als drei Fragen lesen.</p>
<p>Erstens: Wie wird etwas mein?</p>
<p>Die Freiheit gibt sich ganz direkt ein Dasein. Ich nehme etwas in Besitz, und es wird mein Eigentum. Hier steht die Person allein ihren Sachen gegenüber.</p>
<p>Zweitens: Wie wird das Eigentum eines anderen mein?</p>
<p>Jetzt treffen zwei Personen aufeinander. Jeder zählt für den anderen als Eigentümer. Sie werden sich einig, und eine Sache wechselt den Besitzer. Das ist der Vertrag. In ihm entsteht zum ersten Mal ein gemeinsamer Wille.</p>
<p>Drittens: Was geschieht, wenn jemand mein Recht verletzt?</p>
<p>Jetzt tritt der Wille in Streit mit sich selbst. Der besondere Wille des Einzelnen stellt sich gegen das, was an sich recht ist. Das ist Unrecht und Verbrechen. Die Frage ist dann: Wie stellt sich das Recht wieder her?</p>
<p>Gegen die alten Einteilungen:</p>
<p>Die Römer teilten das Recht in Personenrecht und Sachenrecht. Kant folgte ihnen darin. Beides hält einer Prüfung nicht stand. Das römische Personenrecht handelt vom Stand eines Menschen: frei oder Sklave, Vater oder Kind. Es geht dort also um besondere Personen, nicht um die Person als solche. Zudem gehört die Familie auf eine viel spätere Stufe.</p>
<p>In Wahrheit ist es umgekehrt. Nur die Person hat überhaupt Rechte an Sachen. Jedes Recht der Person ist darum ein Recht an Sachen. „Sache“ meint dabei alles, was der Freiheit äußerlich ist, auch meinen Körper. Selbst ein Vertrag gibt mir kein Recht an einem Menschen. Er gibt mir ein Recht auf etwas, das er mir leisten soll.</p>
<p>Zusammenfassung: Das erste Recht fragt dreimal: Wie wird etwas mein? Wie wird Fremdes mein? Wie stellt man das verletzte Recht wieder her? Darauf antworten Eigentum, Vertrag und Unrecht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/40/#comment-2728</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:06:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Einteilung des &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakten&lt;/a&gt; Rechts nach dem Verhältnis des Willens — Beziehung auf sich (Eigentum), Beziehung auf einen anderen Willen (Vertrag), Unterscheidung des Willens in sich selbst gegen sich (Unrecht).&lt;/em&gt;

Die drei Teile des abstrakten Rechts werden nicht nach Sachgebieten gebildet, sondern danach, worauf der Wille sich jeweils bezieht. Zuerst nur auf sich selbst, in einer Sache — das ist Eigentum. Dann auf eine andere Person, wobei beide nur als Eigentümer füreinander da sind und ihre &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an sich&lt;/a&gt; seiende &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet&quot; title=&quot;Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt; erst im &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Übergehen&lt;/a&gt; der Sache Existenz gewinnt — das ist der Vertrag. Zuletzt unterscheidet der Wille sich nicht mehr von einem anderen, sondern in sich selbst: der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besondere&lt;/a&gt; Wille tritt gegen den Willen, wie er &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An und für sich heißt: der Möglichkeit nach da, gewußt und verwirklicht — Hegels Wort für vollendete Wirklichkeit.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an und für sich&lt;/a&gt; ist — das ist Unrecht und Verbrechen. Die Anmerkung wendet sich gegen die geläufigen Einteilungen, weil sie einen vorgefundenen Stoff äußerlich ordnen statt den &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; sich unterscheiden zu lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Einteilung des <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakten</a> Rechts nach dem Verhältnis des Willens — Beziehung auf sich (Eigentum), Beziehung auf einen anderen Willen (Vertrag), Unterscheidung des Willens in sich selbst gegen sich (Unrecht).</em></p>
<p>Die drei Teile des abstrakten Rechts werden nicht nach Sachgebieten gebildet, sondern danach, worauf der Wille sich jeweils bezieht. Zuerst nur auf sich selbst, in einer Sache — das ist Eigentum. Dann auf eine andere Person, wobei beide nur als Eigentümer füreinander da sind und ihre <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst." rel="ugc">an sich</a> seiende <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet" title="Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen." rel="ugc">Identität</a> erst im <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt." rel="ugc">Übergehen</a> der Sache Existenz gewinnt — das ist der Vertrag. Zuletzt unterscheidet der Wille sich nicht mehr von einem anderen, sondern in sich selbst: der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besondere</a> Wille tritt gegen den Willen, wie er <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An und für sich heißt: der Möglichkeit nach da, gewußt und verwirklicht — Hegels Wort für vollendete Wirklichkeit." rel="ugc">an und für sich</a> ist — das ist Unrecht und Verbrechen. Die Anmerkung wendet sich gegen die geläufigen Einteilungen, weil sie einen vorgefundenen Stoff äußerlich ordnen statt den <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> sich unterscheiden zu lassen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/40/#comment-1705</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 1822 08:10:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=945#comment-1705</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 40]
Dies die Grundbestimmungen - abstrakt - Fruchtbarkeit dieses Begriffs im Folgenden - Resultate nur durch sie - ohne sie nichts im Folgenden bestimmen - selbst das Konkrete - Folge von ihnen. 
a) Wie wird etwas mein? Wie &lt;em&gt;erwerbe&lt;/em&gt; Ich Eigentum überhaupt? b) wie das Eigentum &lt;em&gt;eines Andern&lt;/em&gt;, wie wird das Eigentum eines Andern mein? c) wie wird mein Eigentum wieder mein, wie &lt;em&gt;erhalte&lt;/em&gt; ich mein verletztes Recht zurück - oder vielmehr, wie stellt sich das verletzte Recht her? Wiedererwerbung des Eigentums, aber auch [des] Recht[s] als Recht. 
ad a) Freiheit gibt sich auf &lt;em&gt;natürliche&lt;/em&gt;, unmittelbare Weise Dasein - b) &lt;em&gt;Vermittels&lt;/em&gt; und zwar des Willens eines Andern. c) &lt;em&gt;Vermittels des Unrechts&lt;/em&gt; - wider den besonderen Willen, hier Trennung des besonderen Willens und seines Begriffs - Frei[:] das &lt;em&gt;Allgemeine&lt;/em&gt; für sich tritt so heraus. 
Es ist darum zu tun, dem Begriffe Realität zu geben und zugleich von der &lt;em&gt;Unmittelbarkeit&lt;/em&gt; und Einzelheit zu reinigen - Allgemeines, das wirklich - oder Wirklichkeit, die selbst eine allgemeine ist a) Allgemeine b) Wirkliche aufgehoben. Dies die Bedeutung der a) b) c) Fragen, bei deren nächstem Sinne man an Etwas ganz anderes denkt -
a) Einz[elheit] - und gegen Einz[elheit] nur negativ. Breiter werden - Differenz eben damit Einheit derselben. 
b) &lt;em&gt;Beziehung&lt;/em&gt; Einz[elner]*)  aufeinander, insofern positives Verhältnis, &lt;em&gt;Identität&lt;/em&gt; - Ich tue in Rücksicht auf andere; α) an sich identisch,
β) &lt;em&gt;gesetzte&lt;/em&gt; Identität &lt;em&gt;des W[illens&lt;/em&gt;] über besonderes Eigentum eines jeden - nur gesetzte, und doch jeder für sich gebunden, in der Freiheit des Andern in Einheit -
c) &lt;em&gt;Identität des Rechts mit sich&lt;/em&gt; - vermittelt durch Negation des Rechts. 
α) Verhältnis nicht mehr zur Äußerlichkeit als abstrakten Sachen, sondern als Eigentum eines Andern. 
β) Identität hierin - und Isolierung des Persönlichen. 
Allgemeine, Freie für sich, im Unterschied &lt;em&gt;sich setzend&lt;/em&gt; (nicht abstrakter Gedanke) wirklich - im Unterschiede von seiner &lt;em&gt;unmittelbaren&lt;/em&gt; Wirklichkeit - ist Absicht, Vorsatz - das Gute - in &lt;em&gt;Moralität&lt;/em&gt;. 
Unrecht, Verbrechen enthält ein Insichsein, d. i. eine in sich selbst unterschiedene Innerlichkeit, - ebenso Strafe Rache des Verbrechens, - Recht als &lt;em&gt;allgemein&lt;/em&gt; macht sich geltend, gibt sich Realität in und gegen einen besondern Willen
Recht wird als ein allgemeines hier - weil ent[gegengesetzt] dem besonderen Willen - 
α) Eigentum ist das Durchgehende in a, b, c. 
β) Die Unmittelbarkeit muß sich abreiben, verschwinden; - negiert werden, - und Resultat, daß es das &lt;em&gt;Recht&lt;/em&gt; als &lt;em&gt;solches&lt;/em&gt; ist, welchem Dasein gegeben wird, - (Kriminalrecht - nicht das äußerliche Eigentum)
γ) a) Gegenständlich ist mein &lt;em&gt;unmittelbarer einzelner&lt;/em&gt; Wille im Dinge, b) mein Wille als bestätigt durch den Willen eines Andern; Einheit zweier Willen, Ref[lexion], Allgemeinheit. c) Dasein des freien Willens als solchen; das Recht als Recht, als Dasein gemeinschaftlichen Willens. 
a. &lt;em&gt;ist&lt;/em&gt; Recht; in c. wird dies Recht Gegenstand und Ich, Person - nicht als mit besonderem Interesse, sondern mit Interesse des Rechts; oder &lt;em&gt;subjektive&lt;/em&gt; Seite ist selbst allgemein bestimmt als &lt;em&gt;das Recht&lt;/em&gt;. 
Ebenso in b. Ich, subjektiv, will nicht nur meinen Willen, sondern auch Willen des Andern. 

&lt;a id=&quot;notiz-40a&quot; rel=&quot;nofollow ugc&quot;&gt;&lt;/a&gt;[zu § 40 Anm., (a)] 
Vorausgeschickt ist im römischen Rechte (kann man sagen): wer ist eigentumsfähig? Der Bürger. Nicht Sklaven, nicht Kinder überhaupt. - Auch bei uns nicht Kinder, auch nicht Frauen - doch mehr haben nicht Besitz - und Disposition darüber
Aber diese Bestimmung und Beschränkung des Eigentumsrechts ist abhängig von einem höheren Verhältnis - das erst später - und ist auch nicht ein Personenrecht, - sondern vielmehr Kind - noch nicht Person. 
In Kindern ist das Moment der Unpersönlichkeit, Rechtsunfähigkeit, für sich, isoliert, gegenständlich - Auch im Staate, Aufgeben des abstrakten Eigentumsrechts; ein höheres, das über mein Eigentum disponiert.

*) *[dazwischengeschrieben:] W[illen]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 40]<br />
Dies die Grundbestimmungen &#8211; abstrakt &#8211; Fruchtbarkeit dieses Begriffs im Folgenden &#8211; Resultate nur durch sie &#8211; ohne sie nichts im Folgenden bestimmen &#8211; selbst das Konkrete &#8211; Folge von ihnen.<br />
a) Wie wird etwas mein? Wie <em>erwerbe</em> Ich Eigentum überhaupt? b) wie das Eigentum <em>eines Andern</em>, wie wird das Eigentum eines Andern mein? c) wie wird mein Eigentum wieder mein, wie <em>erhalte</em> ich mein verletztes Recht zurück &#8211; oder vielmehr, wie stellt sich das verletzte Recht her? Wiedererwerbung des Eigentums, aber auch [des] Recht[s] als Recht.<br />
ad a) Freiheit gibt sich auf <em>natürliche</em>, unmittelbare Weise Dasein &#8211; b) <em>Vermittels</em> und zwar des Willens eines Andern. c) <em>Vermittels des Unrechts</em> &#8211; wider den besonderen Willen, hier Trennung des besonderen Willens und seines Begriffs &#8211; Frei[:] das <em>Allgemeine</em> für sich tritt so heraus.<br />
Es ist darum zu tun, dem Begriffe Realität zu geben und zugleich von der <em>Unmittelbarkeit</em> und Einzelheit zu reinigen &#8211; Allgemeines, das wirklich &#8211; oder Wirklichkeit, die selbst eine allgemeine ist a) Allgemeine b) Wirkliche aufgehoben. Dies die Bedeutung der a) b) c) Fragen, bei deren nächstem Sinne man an Etwas ganz anderes denkt &#8211;<br />
a) Einz[elheit] &#8211; und gegen Einz[elheit] nur negativ. Breiter werden &#8211; Differenz eben damit Einheit derselben.<br />
b) <em>Beziehung</em> Einz[elner]*)  aufeinander, insofern positives Verhältnis, <em>Identität</em> &#8211; Ich tue in Rücksicht auf andere; α) an sich identisch,<br />
β) <em>gesetzte</em> Identität <em>des W[illens</em>] über besonderes Eigentum eines jeden &#8211; nur gesetzte, und doch jeder für sich gebunden, in der Freiheit des Andern in Einheit &#8211;<br />
c) <em>Identität des Rechts mit sich</em> &#8211; vermittelt durch Negation des Rechts.<br />
α) Verhältnis nicht mehr zur Äußerlichkeit als abstrakten Sachen, sondern als Eigentum eines Andern.<br />
β) Identität hierin &#8211; und Isolierung des Persönlichen.<br />
Allgemeine, Freie für sich, im Unterschied <em>sich setzend</em> (nicht abstrakter Gedanke) wirklich &#8211; im Unterschiede von seiner <em>unmittelbaren</em> Wirklichkeit &#8211; ist Absicht, Vorsatz &#8211; das Gute &#8211; in <em>Moralität</em>.<br />
Unrecht, Verbrechen enthält ein Insichsein, d. i. eine in sich selbst unterschiedene Innerlichkeit, &#8211; ebenso Strafe Rache des Verbrechens, &#8211; Recht als <em>allgemein</em> macht sich geltend, gibt sich Realität in und gegen einen besondern Willen<br />
Recht wird als ein allgemeines hier &#8211; weil ent[gegengesetzt] dem besonderen Willen &#8211;<br />
α) Eigentum ist das Durchgehende in a, b, c.<br />
β) Die Unmittelbarkeit muß sich abreiben, verschwinden; &#8211; negiert werden, &#8211; und Resultat, daß es das <em>Recht</em> als <em>solches</em> ist, welchem Dasein gegeben wird, &#8211; (Kriminalrecht &#8211; nicht das äußerliche Eigentum)<br />
γ) a) Gegenständlich ist mein <em>unmittelbarer einzelner</em> Wille im Dinge, b) mein Wille als bestätigt durch den Willen eines Andern; Einheit zweier Willen, Ref[lexion], Allgemeinheit. c) Dasein des freien Willens als solchen; das Recht als Recht, als Dasein gemeinschaftlichen Willens.<br />
a. <em>ist</em> Recht; in c. wird dies Recht Gegenstand und Ich, Person &#8211; nicht als mit besonderem Interesse, sondern mit Interesse des Rechts; oder <em>subjektive</em> Seite ist selbst allgemein bestimmt als <em>das Recht</em>.<br />
Ebenso in b. Ich, subjektiv, will nicht nur meinen Willen, sondern auch Willen des Andern. </p>
<p><a id="notiz-40a" rel="nofollow ugc"></a>[zu § 40 Anm., (a)]<br />
Vorausgeschickt ist im römischen Rechte (kann man sagen): wer ist eigentumsfähig? Der Bürger. Nicht Sklaven, nicht Kinder überhaupt. &#8211; Auch bei uns nicht Kinder, auch nicht Frauen &#8211; doch mehr haben nicht Besitz &#8211; und Disposition darüber<br />
Aber diese Bestimmung und Beschränkung des Eigentumsrechts ist abhängig von einem höheren Verhältnis &#8211; das erst später &#8211; und ist auch nicht ein Personenrecht, &#8211; sondern vielmehr Kind &#8211; noch nicht Person.<br />
In Kindern ist das Moment der Unpersönlichkeit, Rechtsunfähigkeit, für sich, isoliert, gegenständlich &#8211; Auch im Staate, Aufgeben des abstrakten Eigentumsrechts; ein höheres, das über mein Eigentum disponiert.</p>
<p>*) *[dazwischengeschrieben:] W[illen]</p>
]]></content:encoded>
		
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