<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 47	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/47/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/47/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 19 Sep 2026 09:29:04 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.1</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/47/#comment-3062</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:04:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=931#comment-3062</guid>

					<description><![CDATA[§ 47: Mein Leib und mein Leben

Worum es geht: Wir haben gesagt, dass ich in Sachen meinen Willen lege. Nun ist da etwas, das mir näher ist als jede Sache und doch nicht einfach ich selbst ist: mein Körper. Dieser Paragraph sagt, in welchem Verhältnis ich zu ihm stehe.

Als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/glossar-der-grundbegriffe/#person&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Person&lt;/a&gt; bin Ich selbst unmittelbar Einzelner. Das heißt in seiner weiteren Bestimmung zunächst: Ich bin lebendig in diesem organischen Körper. Er ist mein dem Inhalte nach allgemeines, ungeteiltes äußeres Dasein, die reale Möglichkeit alles weiter bestimmten Daseins.

Aber als Person habe ich zugleich mein Leben und meinen Körper wie andere Sachen: nur, insofern es mein &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/glossar-der-grundbegriffe/#wille&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wille&lt;/a&gt; ist.

Wichtige Anmerkung: Dass Ich nach der Seite, nach welcher Ich nicht als der für sich seiende, sondern als der unmittelbare &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/glossar-der-grundbegriffe/#begriff&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; existiere, lebendig bin und einen organischen Körper habe — das beruht auf dem Begriffe des Lebens und auf dem des &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/glossar-der-grundbegriffe/#geist&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Geistes&lt;/a&gt; als Seele. Diese Momente sind aus der Naturphilosophie und der Anthropologie aufgenommen (Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, § 259 ff., vergleiche § 161, § 164 und § 298; zur Anthropologie ebenda § 318).

Und nun der Satz, auf den es ankommt: Ich habe diese Glieder, ich habe das Leben nur, insofern ich will. Das Tier kann sich nicht selbst verstümmeln oder umbringen, aber der Mensch.

Aus der Vorlesung: Die Tiere haben sich zwar im Besitz — ihre Seele ist im Besitz ihres Körpers. Aber sie haben kein Recht auf ihr Leben, weil sie es nicht wollen.

Zusammenfassung: Ich bin lebendig in diesem Körper, und er ist mein dem Inhalte nach allgemeines, ungeteiltes äußeres Dasein; aber ich habe ihn und mein Leben nur, insofern es mein Wille ist. Daran zeigt sich der Unterschied zum Tier: Das Tier hat sich im Besitz, aber kein Recht auf sein Leben, weil es das Leben nicht will. Der nächste Paragraph zieht daraus eine Folgerung, die gegen jede Rechtfertigung körperlicher Gewalt steht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 47: Mein Leib und mein Leben</p>
<p>Worum es geht: Wir haben gesagt, dass ich in Sachen meinen Willen lege. Nun ist da etwas, das mir näher ist als jede Sache und doch nicht einfach ich selbst ist: mein Körper. Dieser Paragraph sagt, in welchem Verhältnis ich zu ihm stehe.</p>
<p>Als <a href="https://grundlinien.de/glossar-der-grundbegriffe/#person" rel="ugc">Person</a> bin Ich selbst unmittelbar Einzelner. Das heißt in seiner weiteren Bestimmung zunächst: Ich bin lebendig in diesem organischen Körper. Er ist mein dem Inhalte nach allgemeines, ungeteiltes äußeres Dasein, die reale Möglichkeit alles weiter bestimmten Daseins.</p>
<p>Aber als Person habe ich zugleich mein Leben und meinen Körper wie andere Sachen: nur, insofern es mein <a href="https://grundlinien.de/glossar-der-grundbegriffe/#wille" rel="ugc">Wille</a> ist.</p>
<p>Wichtige Anmerkung: Dass Ich nach der Seite, nach welcher Ich nicht als der für sich seiende, sondern als der unmittelbare <a href="https://grundlinien.de/glossar-der-grundbegriffe/#begriff" rel="ugc">Begriff</a> existiere, lebendig bin und einen organischen Körper habe — das beruht auf dem Begriffe des Lebens und auf dem des <a href="https://grundlinien.de/glossar-der-grundbegriffe/#geist" rel="ugc">Geistes</a> als Seele. Diese Momente sind aus der Naturphilosophie und der Anthropologie aufgenommen (Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, § 259 ff., vergleiche § 161, § 164 und § 298; zur Anthropologie ebenda § 318).</p>
<p>Und nun der Satz, auf den es ankommt: Ich habe diese Glieder, ich habe das Leben nur, insofern ich will. Das Tier kann sich nicht selbst verstümmeln oder umbringen, aber der Mensch.</p>
<p>Aus der Vorlesung: Die Tiere haben sich zwar im Besitz — ihre Seele ist im Besitz ihres Körpers. Aber sie haben kein Recht auf ihr Leben, weil sie es nicht wollen.</p>
<p>Zusammenfassung: Ich bin lebendig in diesem Körper, und er ist mein dem Inhalte nach allgemeines, ungeteiltes äußeres Dasein; aber ich habe ihn und mein Leben nur, insofern es mein Wille ist. Daran zeigt sich der Unterschied zum Tier: Das Tier hat sich im Besitz, aber kein Recht auf sein Leben, weil es das Leben nicht will. Der nächste Paragraph zieht daraus eine Folgerung, die gegen jede Rechtfertigung körperlicher Gewalt steht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/47/#comment-2735</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:06:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=931#comment-2735</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Anwendung der Unterscheidung von &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbarem&lt;/a&gt; und gewolltem &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; auf den eigenen Leib — der Körper ist mein &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeines&lt;/a&gt; äußeres Dasein und ist doch nur mein, insofern es mein Wille ist.&lt;/em&gt;

Hegel wendet die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; der Sache auf den Punkt an, an dem sie am wenigsten selbstverständlich ist. Als Person bin ich unmittelbar einzeln, und das heißt zunächst: ich bin lebendig in diesem organischen Körper, der mein noch ungeteiltes äußeres Dasein und die reale Möglichkeit alles weiter bestimmten Daseins ist. Zugleich aber gilt für ihn, was für andere Sachen gilt: Ich habe Leben und Körper nur, insofern es mein Wille ist. Die Anmerkung macht die Probe: Das Tier kann sich nicht verstümmeln oder umbringen, der Mensch kann es — daran zeigt sich, dass der Leib dem Willen nicht schlicht gleich, sondern ihm zugehörig ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Anwendung der Unterscheidung von <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbarem</a> und gewolltem <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> auf den eigenen Leib — der Körper ist mein <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeines</a> äußeres Dasein und ist doch nur mein, insofern es mein Wille ist.</em></p>
<p>Hegel wendet die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> der Sache auf den Punkt an, an dem sie am wenigsten selbstverständlich ist. Als Person bin ich unmittelbar einzeln, und das heißt zunächst: ich bin lebendig in diesem organischen Körper, der mein noch ungeteiltes äußeres Dasein und die reale Möglichkeit alles weiter bestimmten Daseins ist. Zugleich aber gilt für ihn, was für andere Sachen gilt: Ich habe Leben und Körper nur, insofern es mein Wille ist. Die Anmerkung macht die Probe: Das Tier kann sich nicht verstümmeln oder umbringen, der Mensch kann es — daran zeigt sich, dass der Leib dem Willen nicht schlicht gleich, sondern ihm zugehörig ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/47/#comment-1535</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:09:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=931#comment-1535</guid>

					<description><![CDATA[Die Tiere haben sich zwar im Besitz: ihre Seele ist im Besitz ihres Körpers; aber sie haben kein Recht auf ihr Leben, weil sie es nicht wollen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tiere haben sich zwar im Besitz: ihre Seele ist im Besitz ihres Körpers; aber sie haben kein Recht auf ihr Leben, weil sie es nicht wollen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/47/#comment-1712</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 1822 08:10:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=931#comment-1712</guid>

					<description><![CDATA[Privateigentümer als &lt;em&gt;dieser&lt;/em&gt; - und eben als dieser bin ich in natürlichem Leben. 
a) &lt;em&gt;mein Körper&lt;/em&gt;
α) in Beziehung auf mich &lt;em&gt;- ich finde mich im&lt;/em&gt; Besitze
So auch nach Bedürfnissen &lt;em&gt;bemächtige&lt;/em&gt; ich mich äußerer Dinge -
Tiere haben kein Recht auf ihren Körper]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Privateigentümer als <em>dieser</em> &#8211; und eben als dieser bin ich in natürlichem Leben.<br />
a) <em>mein Körper</em><br />
α) in Beziehung auf mich <em>&#8211; ich finde mich im</em> Besitze<br />
So auch nach Bedürfnissen <em>bemächtige</em> ich mich äußerer Dinge &#8211;<br />
Tiere haben kein Recht auf ihren Körper</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
