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	Kommentare zu: 56	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/56/#comment-3071</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:04:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 56: Formen

Wenn ich eine Sache bearbeite, bleibt meine Arbeit in ihr. Mein Besitz hängt dann nicht mehr davon ab, dass ich daneben stehe. Die Form zeigt ihn, auch wenn ich weit weg bin.

Darum ist das Formen die beste Art, etwas in Besitz zu nehmen. In ihr kommen Innen und Außen zusammen. Mein Plan steckt sichtbar in der Sache. Und die Sache bleibt bestehen.

Formen heißt vieles:

Einen Stuhl zimmern. Einen Acker bebauen. Obstbäume pflanzen und pflegen. Tiere zähmen, füttern und hüten. Bei Lebendigem bleibt meine Arbeit nicht außen. Das Lebendige nimmt sie in sich auf. Der gepflegte Baum wächst anders.

Manchmal forme ich nur mittelbar. Wer eine Windmühle baut, formt nicht den Wind. Aber er schafft eine Form, um den Wind zu nutzen. Auch wer Wild schont, statt es auszurotten, formt auf seine Weise.

Zusammenfassung: Im Formen steckt mein Wille dauerhaft in der Sache. Darum ist es die vollkommenste Besitznahme. Es reicht vom Werkstück bis zur Pflege von Pflanzen und Tieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 56: Formen</p>
<p>Wenn ich eine Sache bearbeite, bleibt meine Arbeit in ihr. Mein Besitz hängt dann nicht mehr davon ab, dass ich daneben stehe. Die Form zeigt ihn, auch wenn ich weit weg bin.</p>
<p>Darum ist das Formen die beste Art, etwas in Besitz zu nehmen. In ihr kommen Innen und Außen zusammen. Mein Plan steckt sichtbar in der Sache. Und die Sache bleibt bestehen.</p>
<p>Formen heißt vieles:</p>
<p>Einen Stuhl zimmern. Einen Acker bebauen. Obstbäume pflanzen und pflegen. Tiere zähmen, füttern und hüten. Bei Lebendigem bleibt meine Arbeit nicht außen. Das Lebendige nimmt sie in sich auf. Der gepflegte Baum wächst anders.</p>
<p>Manchmal forme ich nur mittelbar. Wer eine Windmühle baut, formt nicht den Wind. Aber er schafft eine Form, um den Wind zu nutzen. Auch wer Wild schont, statt es auszurotten, formt auf seine Weise.</p>
<p>Zusammenfassung: Im Formen steckt mein Wille dauerhaft in der Sache. Darum ist es die vollkommenste Besitznahme. Es reicht vom Werkstück bis zur Pflege von Pflanzen und Tieren.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/56/#comment-2744</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:06:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=913#comment-2744</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben&quot; title=&quot;Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Aufheben&lt;/a&gt; der Bindung an dieses Hier und Jetzt — die Formierung gibt dem Meinigen eine &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt; bestehende Äußerlichkeit und vereinigt darin Subjektives und Objektives.&lt;/em&gt;

Der zweite Schritt behebt genau den Mangel des ersten. Was ich forme, trägt die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt;, mein zu sein, &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an sich&lt;/a&gt; selbst weiter, auch wenn ich nicht dabei bin und nicht daran denke; die Beziehung hängt nicht mehr an meiner Gegenwart in diesem Raum und dieser Zeit. Deshalb heißt die Formierung in der Anmerkung die der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt; angemessenste Besitznahme: In ihr ist mein Zweck nicht bloß gemeint, sondern am Gegenstand selbst vorhanden. Beim Organischen geht das am weitesten, weil das an ihm Getane nicht äußerlich bleibt, sondern assimiliert wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben" title="Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden." rel="ugc">Aufheben</a> der Bindung an dieses Hier und Jetzt — die Formierung gibt dem Meinigen eine <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a> bestehende Äußerlichkeit und vereinigt darin Subjektives und Objektives.</em></p>
<p>Der zweite Schritt behebt genau den Mangel des ersten. Was ich forme, trägt die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a>, mein zu sein, <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst." rel="ugc">an sich</a> selbst weiter, auch wenn ich nicht dabei bin und nicht daran denke; die Beziehung hängt nicht mehr an meiner Gegenwart in diesem Raum und dieser Zeit. Deshalb heißt die Formierung in der Anmerkung die der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a> angemessenste Besitznahme: In ihr ist mein Zweck nicht bloß gemeint, sondern am Gegenstand selbst vorhanden. Beim Organischen geht das am weitesten, weil das an ihm Getane nicht äußerlich bleibt, sondern assimiliert wird.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/56/#comment-1542</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:12:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=913#comment-1542</guid>

					<description><![CDATA[Diese Formierung kann empirisch die verschiedenartigsten Gestalten annehmen. Der Acker, den ich bebaue, wird dadurch formiert. In Beziehung auf das Unorganische ist die Formierung nicht immer direkt. Wenn ich z. B. eine Windmühle baue, so habe ich die Luft nicht formiert, aber ich mache eine Form zur Benutzung der Luft, die mir deswegen nicht genommen werden darf, weil ich sie selbst nicht formiert habe. Auch daß ich Wild schone, kann als eine Weise der Formierung angesehen werden, denn es ist ein Benehmen in Rücksicht auf die Erhaltung des Gegenstandes. Nur ist freilich die Dressur der Tiere eine direktere, mehr von mir ausgehende Formierung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Formierung kann empirisch die verschiedenartigsten Gestalten annehmen. Der Acker, den ich bebaue, wird dadurch formiert. In Beziehung auf das Unorganische ist die Formierung nicht immer direkt. Wenn ich z. B. eine Windmühle baue, so habe ich die Luft nicht formiert, aber ich mache eine Form zur Benutzung der Luft, die mir deswegen nicht genommen werden darf, weil ich sie selbst nicht formiert habe. Auch daß ich Wild schone, kann als eine Weise der Formierung angesehen werden, denn es ist ein Benehmen in Rücksicht auf die Erhaltung des Gegenstandes. Nur ist freilich die Dressur der Tiere eine direktere, mehr von mir ausgehende Formierung.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/56/#comment-1721</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 1822 08:08:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=913#comment-1721</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 56]
β) Mein Wille ist sich objektiv darstellend - objektiv vorstellend - im Zeichen subjektiv vorstellend 
Formierung macht α) meinen Willen objektiv, äußerlich, bleibend und β) läßt die Sache objektiv - und lasse die Sache bleibend 

[zu § 56 Anm.]
Besitznahme nur vollendet durch Verzehren, Begierde, - in β) Vorsorge - für künftigen Gebrauch. 
Hegen, Füttern der Tiere - es*)  verarbeitet die Form, - bleibt nicht äußerlich - Formierung hier überhaupt, daß ich etwas an ihm tue - an ihm, insofern es lebendig, selbständig ist. - Hegen, d. i. Fische, Wild nicht schießen, zur Ausrottung, - nicht Brut der Fische wegfangen. - Zähmen - eine Gewohnheit in ihnen hervorbringen - 
&lt;em&gt;Mühlen&lt;/em&gt;; - Windmühlen - 

*[darüber: ] d. i. was ich an ihm tue]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 56]<br />
β) Mein Wille ist sich objektiv darstellend &#8211; objektiv vorstellend &#8211; im Zeichen subjektiv vorstellend<br />
Formierung macht α) meinen Willen objektiv, äußerlich, bleibend und β) läßt die Sache objektiv &#8211; und lasse die Sache bleibend </p>
<p>[zu § 56 Anm.]<br />
Besitznahme nur vollendet durch Verzehren, Begierde, &#8211; in β) Vorsorge &#8211; für künftigen Gebrauch.<br />
Hegen, Füttern der Tiere &#8211; es*)  verarbeitet die Form, &#8211; bleibt nicht äußerlich &#8211; Formierung hier überhaupt, daß ich etwas an ihm tue &#8211; an ihm, insofern es lebendig, selbständig ist. &#8211; Hegen, d. i. Fische, Wild nicht schießen, zur Ausrottung, &#8211; nicht Brut der Fische wegfangen. &#8211; Zähmen &#8211; eine Gewohnheit in ihnen hervorbringen &#8211;<br />
<em>Mühlen</em>; &#8211; Windmühlen &#8211; </p>
<p>*[darüber: ] d. i. was ich an ihm tue</p>
]]></content:encoded>
		
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