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	Kommentare zu: 57	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/57/#comment-3072</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:04:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 57: Sich selbst in Besitz nehmen

Auch der Mensch ist zunächst ein Stück Natur. Er kommt mit einem Körper und mit Anlagen zur Welt. Aber so ist er noch nicht, was er sein kann.

Wie wird er es?

Er übt seinen Körper. Er bildet seinen Geist. Vor allem begreift er sich selbst als frei. So nimmt er sich selbst in Besitz. Er wird sein eigener Herr, für sich und gegenüber anderen. Was vorher nur Anlage war, wird wirklich.

Und die Sklaverei?

Es gab viele Rechtfertigungen der Sklaverei. Der Stärkere habe gesiegt. Der Gefangene verdanke dem Sieger sein Leben. Der Herr ernähre und erziehe den Sklaven. Der Sklave habe selbst zugestimmt. Alle diese Gründe sehen im Menschen nur ein Naturwesen. Sie haben mit Vernunft und Recht gar nichts zu tun.

Die Gegner sagen: Sklaverei ist absolut Unrecht, denn der Mensch ist von Natur frei. Im Ergebnis haben sie recht. Ihr Ausgangspunkt ist der richtige. Aber ihr Grund ist zu dünn. Freiheit ist keine Naturgabe wie die Farbe der Augen. Der Mensch muss sich zur Freiheit erst bilden.

Wo steht das Recht?

Das Recht beginnt dort, wo der freie Wille gilt. Die Sklaverei gehört auf eine frühere Stufe. Dort kämpfen Menschen noch darum, dass andere sie anerkennen. Einer wird Herr, der andere Knecht.

Und noch etwas:

Der Satz „Kein Mensch darf Sklave sein“ darf kein bloßer Wunsch bleiben. Wirklich wird die Freiheit erst im Staat. Nur dort ist sie gesichert.

Zusammenfassung: Der Mensch nimmt sich selbst in Besitz, indem er sich zur Freiheit bildet. Jede Rechtfertigung der Sklaverei sieht in ihm nur Natur. Wirklich gesichert ist die Freiheit erst im Staat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 57: Sich selbst in Besitz nehmen</p>
<p>Auch der Mensch ist zunächst ein Stück Natur. Er kommt mit einem Körper und mit Anlagen zur Welt. Aber so ist er noch nicht, was er sein kann.</p>
<p>Wie wird er es?</p>
<p>Er übt seinen Körper. Er bildet seinen Geist. Vor allem begreift er sich selbst als frei. So nimmt er sich selbst in Besitz. Er wird sein eigener Herr, für sich und gegenüber anderen. Was vorher nur Anlage war, wird wirklich.</p>
<p>Und die Sklaverei?</p>
<p>Es gab viele Rechtfertigungen der Sklaverei. Der Stärkere habe gesiegt. Der Gefangene verdanke dem Sieger sein Leben. Der Herr ernähre und erziehe den Sklaven. Der Sklave habe selbst zugestimmt. Alle diese Gründe sehen im Menschen nur ein Naturwesen. Sie haben mit Vernunft und Recht gar nichts zu tun.</p>
<p>Die Gegner sagen: Sklaverei ist absolut Unrecht, denn der Mensch ist von Natur frei. Im Ergebnis haben sie recht. Ihr Ausgangspunkt ist der richtige. Aber ihr Grund ist zu dünn. Freiheit ist keine Naturgabe wie die Farbe der Augen. Der Mensch muss sich zur Freiheit erst bilden.</p>
<p>Wo steht das Recht?</p>
<p>Das Recht beginnt dort, wo der freie Wille gilt. Die Sklaverei gehört auf eine frühere Stufe. Dort kämpfen Menschen noch darum, dass andere sie anerkennen. Einer wird Herr, der andere Knecht.</p>
<p>Und noch etwas:</p>
<p>Der Satz „Kein Mensch darf Sklave sein“ darf kein bloßer Wunsch bleiben. Wirklich wird die Freiheit erst im Staat. Nur dort ist sie gesichert.</p>
<p>Zusammenfassung: Der Mensch nimmt sich selbst in Besitz, indem er sich zur Freiheit bildet. Jede Rechtfertigung der Sklaverei sieht in ihm nur Natur. Wirklich gesichert ist die Freiheit erst im Staat.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/57/#comment-2745</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:06:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Selbstbesitznahme als Übersetzung des Ansichseins in &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Wirklichkeit&lt;/a&gt; — der Mensch ist seinem Begriffe nach frei, wird es aber erst, indem er die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbare&lt;/a&gt; natürliche Existenz &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben&quot; title=&quot;Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;aufhebt&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;

Die Besitznahme wird hier auf den Menschen selbst gewandt, und damit entscheidet sich die Frage nach der Sklaverei. Unmittelbar ist der Mensch ein Natürliches und insofern seinem eigenen Begriffe äußerlich; erst durch die Ausbildung von Körper und Geist, und wesentlich dadurch, dass sein Selbstbewusstsein sich als freies erfasst, nimmt er sich in Besitz. Das ist zugleich das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Setzen&lt;/a&gt; dessen, was er bloß der Möglichkeit nach ist, in Wirklichkeit — und darin liegt der Angelpunkt: Beide Seiten des Streits um die Sklaverei halten je ein &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment&quot; title=&quot;Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Moment&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt; allein fest und werden dadurch beide unwahr. Wer den Menschen als bloßes Naturwesen nimmt, lässt den &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; weg; wer ihn „von Natur frei“ nennt, nimmt den Begriff in seiner Unmittelbarkeit und also noch nicht als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Idee&lt;/a&gt;, das heißt als etwas, das sich erst verwirklichen muss. Nur die zweite Seite enthält den absoluten Ausgangspunkt der Wahrheit — aber eben nur den Ausgangspunkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Selbstbesitznahme als Übersetzung des Ansichseins in <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Wirklichkeit ist enger als alles, was es gibt: wirklich ist, was der Begriff selbst hervorgebracht hat." rel="ugc">Wirklichkeit</a> — der Mensch ist seinem Begriffe nach frei, wird es aber erst, indem er die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbare</a> natürliche Existenz <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben" title="Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden." rel="ugc">aufhebt</a>.</em></p>
<p>Die Besitznahme wird hier auf den Menschen selbst gewandt, und damit entscheidet sich die Frage nach der Sklaverei. Unmittelbar ist der Mensch ein Natürliches und insofern seinem eigenen Begriffe äußerlich; erst durch die Ausbildung von Körper und Geist, und wesentlich dadurch, dass sein Selbstbewusstsein sich als freies erfasst, nimmt er sich in Besitz. Das ist zugleich das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">Setzen</a> dessen, was er bloß der Möglichkeit nach ist, in Wirklichkeit — und darin liegt der Angelpunkt: Beide Seiten des Streits um die Sklaverei halten je ein <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-moment" title="Ein Moment ist kein Zeitpunkt und kein Teil, sondern eine unterscheidbare Seite eines Ganzen, die für sich allein nicht bestehen kann und im Ganzen aufbewahrt bleibt." rel="ugc">Moment</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a> allein fest und werden dadurch beide unwahr. Wer den Menschen als bloßes Naturwesen nimmt, lässt den <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> weg; wer ihn „von Natur frei“ nennt, nimmt den Begriff in seiner Unmittelbarkeit und also noch nicht als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Die Idee ist der Begriff zusammen mit seiner Verwirklichung — der Gegenstand des ganzen Buches." rel="ugc">Idee</a>, das heißt als etwas, das sich erst verwirklichen muss. Nur die zweite Seite enthält den absoluten Ausgangspunkt der Wahrheit — aber eben nur den Ausgangspunkt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/57/#comment-1543</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:12:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=911#comment-1543</guid>

					<description><![CDATA[Hält man die Seite fest, daß der Mensch an und für sich frei sei, so verdammt man damit die Sklaverei. Aber daß jemand Sklave ist, liegt in seinem eigenen Willen, so wie es im Willen eines Volkes liegt, wenn es unterjocht wird. Es ist somit nicht bloß ein Unrecht derer, welche Sklaven machen oder welche unterjochen, sondern der Sklaven und Unterjochten selbst. Die Sklaverei fällt in den Übergang von der Natürlichkeit der Menschen zum wahrhaft sittlichen Zustande; sie fällt in eine Welt, wo noch ein Unrecht Recht ist. Hier &lt;em&gt;gilt&lt;/em&gt; das Unrecht und befindet sich ebenso notwendig an seinem Platz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hält man die Seite fest, daß der Mensch an und für sich frei sei, so verdammt man damit die Sklaverei. Aber daß jemand Sklave ist, liegt in seinem eigenen Willen, so wie es im Willen eines Volkes liegt, wenn es unterjocht wird. Es ist somit nicht bloß ein Unrecht derer, welche Sklaven machen oder welche unterjochen, sondern der Sklaven und Unterjochten selbst. Die Sklaverei fällt in den Übergang von der Natürlichkeit der Menschen zum wahrhaft sittlichen Zustande; sie fällt in eine Welt, wo noch ein Unrecht Recht ist. Hier <em>gilt</em> das Unrecht und befindet sich ebenso notwendig an seinem Platz.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/57/#comment-1722</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 1822 08:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=911#comment-1722</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 57] 
§ 57 ist erwähnt - bei Formieren - ist heterogen. 
Mensch muß sich selbst formieren. Ist geschichtlich, d. h. gehört in die Zeit, in die Geschichte vor Freiheit - da ist Geschichte. 
Ist erwähnt in Beziehung der Sklaverei, um anzugeben, wohin sie gehöre, wie sie beurteilt werden müsse - Sklaverei ist etwas Geschichtliches - d. h. sie fällt, gehört &lt;em&gt;in einen Zustand vor dem Rechte&lt;/em&gt; - ist relativ - Der ganze Zustand soll nicht sein, ist nicht ein Zustand des absoluten Rechts - aber innerhalb eines solchen Zustands notwendig rechtlich. D. h. dasjenige Selbstbewußtsein der Freiheit, das auf einer solchen Stufe ist, hat sein Dasein. - Wenn man sagt, Sklaverei ist an und für sich Unrecht -, ist ganz richtig. &lt;em&gt;Notwendigkeit&lt;/em&gt; des Staats. - Aber &lt;em&gt;objektives&lt;/em&gt; Recht ist wesentlich ebenso ein subjektives &lt;em&gt;für&lt;/em&gt; sich, d. h. es ist nicht ein Stein, Äußerliches, nur Festes, sondern es ist der Wille des Geistes - des allgemeinen Geistes, der allgemeinen Bildung. - Das Unrecht ist also &lt;em&gt;an sich&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;für sich&lt;/em&gt;, d. h. es ist das eigne allgemeine Selbstbewußtsein - nicht ein Sklave - noch ein Herr sein zu wollen; kein Herr, kein Sklave - ebenso aber keine Sklaven, kein Herr - Es kann nicht [von der] Schuld dieses oder jenes Individuums - dieser oder jener die Rede sein, daß sie Sklaven sind - aber Aller, des Ganzen. - Oft in Westindien haben sich die Neger empört, auf den Inseln noch jetzt liest man alle Jahre und öfters im Jahre von Verschwörungen - aber sie werden Opfer des allgemeinen Zustands. - Doch können sie als frei sterben; der Zustand des Einzelnen bedingt durch das Allgemeine. - Verschwörungen selbst ein Beweis von bloßer partieller Gesinnung - Ebenso kann nicht von der Schuld dieses oder jenes die Rede sein, daß sie Herren sind. - Wovon die Änderung des allgemeinen Zustands abhängt -
Überhaupt leere, widersprechende Frage, was Recht im Naturzustand - unter Bedingung eines unrechtlichen Zustands. - Solange nur nach dem Begriff an sich gefragt wird, kann man nicht sagen, die Sklaverei sei unrichtig - denn der Begriff an sich ist nicht Idee, enthält nicht das Selbstbewußtsein an und für sich. 
Das Formieren ist ein Heraussetzen eines Innerlichen - hier schon Spaltung - in äußerliche Allgemeinheit - und in innere

§ 57. a) Immer zweierlei Gegenstände bei dem Besitznehmen - Äußerlichkeit und Ich; - Ich - nach meiner konkreten Seite, unterschieden von mir als Abstraktem. β) Jenes Konkrete ist unmittelbar Begierde, Anlagen, Vermögen - nur &lt;em&gt;natürlich&lt;/em&gt;; - also &lt;em&gt;nicht identisch&lt;/em&gt; mit Subjektivität d. h. mir, Wissendem, Wollendem, reiner Subjektivität, nicht in &lt;em&gt;meiner&lt;/em&gt; Gewalt, Präsenz des Geistes - Ich als Subjekt das Herrschende, Gebrauchende, - also ein Äußeres ergreifen, es zähmen. Also hier ist davon insofern &lt;em&gt;auch zu sprechen&lt;/em&gt; - und weil diese &lt;em&gt;Geschicklichkeiten&lt;/em&gt;, als unterschieden von mir, so unterscheidbar gesetzt, so äußerlich gemacht werden können - daß sie auch ganz als &lt;em&gt;Sachen&lt;/em&gt; von mir entäußert werden können. &lt;em&gt;γ&lt;/em&gt;) Vorstellung - ein Äußerliches erinnern, mir zu eigen machen; ebenso umgekehrt Vorstellung - Innerliches äußerlich machen. Denn es ist &lt;em&gt;an sich&lt;/em&gt; das natürliche Meinige, also innerlich; Bildung setzt sie als ein von mir Unterschiedenes - als meinem Willen unterworfen -
Mensch ist selbst &lt;em&gt;frei&lt;/em&gt;, überhaupt im Besitze seiner selbst, nur durch Bildung. (s. neben in Anm.). Aber Freiheit wird nicht zu einem Veräußerlichen, also hier nicht zu erwähnen - Die Formierung zur Freiheit selbst (Realisierung derselben) und zur Erhaltung derselben ist der Staat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 57]<br />
§ 57 ist erwähnt &#8211; bei Formieren &#8211; ist heterogen.<br />
Mensch muß sich selbst formieren. Ist geschichtlich, d. h. gehört in die Zeit, in die Geschichte vor Freiheit &#8211; da ist Geschichte.<br />
Ist erwähnt in Beziehung der Sklaverei, um anzugeben, wohin sie gehöre, wie sie beurteilt werden müsse &#8211; Sklaverei ist etwas Geschichtliches &#8211; d. h. sie fällt, gehört <em>in einen Zustand vor dem Rechte</em> &#8211; ist relativ &#8211; Der ganze Zustand soll nicht sein, ist nicht ein Zustand des absoluten Rechts &#8211; aber innerhalb eines solchen Zustands notwendig rechtlich. D. h. dasjenige Selbstbewußtsein der Freiheit, das auf einer solchen Stufe ist, hat sein Dasein. &#8211; Wenn man sagt, Sklaverei ist an und für sich Unrecht -, ist ganz richtig. <em>Notwendigkeit</em> des Staats. &#8211; Aber <em>objektives</em> Recht ist wesentlich ebenso ein subjektives <em>für</em> sich, d. h. es ist nicht ein Stein, Äußerliches, nur Festes, sondern es ist der Wille des Geistes &#8211; des allgemeinen Geistes, der allgemeinen Bildung. &#8211; Das Unrecht ist also <em>an sich</em> und <em>für sich</em>, d. h. es ist das eigne allgemeine Selbstbewußtsein &#8211; nicht ein Sklave &#8211; noch ein Herr sein zu wollen; kein Herr, kein Sklave &#8211; ebenso aber keine Sklaven, kein Herr &#8211; Es kann nicht [von der] Schuld dieses oder jenes Individuums &#8211; dieser oder jener die Rede sein, daß sie Sklaven sind &#8211; aber Aller, des Ganzen. &#8211; Oft in Westindien haben sich die Neger empört, auf den Inseln noch jetzt liest man alle Jahre und öfters im Jahre von Verschwörungen &#8211; aber sie werden Opfer des allgemeinen Zustands. &#8211; Doch können sie als frei sterben; der Zustand des Einzelnen bedingt durch das Allgemeine. &#8211; Verschwörungen selbst ein Beweis von bloßer partieller Gesinnung &#8211; Ebenso kann nicht von der Schuld dieses oder jenes die Rede sein, daß sie Herren sind. &#8211; Wovon die Änderung des allgemeinen Zustands abhängt &#8211;<br />
Überhaupt leere, widersprechende Frage, was Recht im Naturzustand &#8211; unter Bedingung eines unrechtlichen Zustands. &#8211; Solange nur nach dem Begriff an sich gefragt wird, kann man nicht sagen, die Sklaverei sei unrichtig &#8211; denn der Begriff an sich ist nicht Idee, enthält nicht das Selbstbewußtsein an und für sich.<br />
Das Formieren ist ein Heraussetzen eines Innerlichen &#8211; hier schon Spaltung &#8211; in äußerliche Allgemeinheit &#8211; und in innere</p>
<p>§ 57. a) Immer zweierlei Gegenstände bei dem Besitznehmen &#8211; Äußerlichkeit und Ich; &#8211; Ich &#8211; nach meiner konkreten Seite, unterschieden von mir als Abstraktem. β) Jenes Konkrete ist unmittelbar Begierde, Anlagen, Vermögen &#8211; nur <em>natürlich</em>; &#8211; also <em>nicht identisch</em> mit Subjektivität d. h. mir, Wissendem, Wollendem, reiner Subjektivität, nicht in <em>meiner</em> Gewalt, Präsenz des Geistes &#8211; Ich als Subjekt das Herrschende, Gebrauchende, &#8211; also ein Äußeres ergreifen, es zähmen. Also hier ist davon insofern <em>auch zu sprechen</em> &#8211; und weil diese <em>Geschicklichkeiten</em>, als unterschieden von mir, so unterscheidbar gesetzt, so äußerlich gemacht werden können &#8211; daß sie auch ganz als <em>Sachen</em> von mir entäußert werden können. <em>γ</em>) Vorstellung &#8211; ein Äußerliches erinnern, mir zu eigen machen; ebenso umgekehrt Vorstellung &#8211; Innerliches äußerlich machen. Denn es ist <em>an sich</em> das natürliche Meinige, also innerlich; Bildung setzt sie als ein von mir Unterschiedenes &#8211; als meinem Willen unterworfen &#8211;<br />
Mensch ist selbst <em>frei</em>, überhaupt im Besitze seiner selbst, nur durch Bildung. (s. neben in Anm.). Aber Freiheit wird nicht zu einem Veräußerlichen, also hier nicht zu erwähnen &#8211; Die Formierung zur Freiheit selbst (Realisierung derselben) und zur Erhaltung derselben ist der Staat.</p>
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