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	Kommentare zu: 59	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/59/#comment-3074</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:04:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 59: Die Sache dient mir

Nun gehört mir die Sache. Was mache ich mit ihr? Ich gebrauche sie.

Beim Gebrauch zeigt sich, was eine Sache ist. Sie hat keinen eigenen Zweck. Sie ist dazu da, einem Bedürfnis zu dienen. Ich esse einen Apfel, und er ist weg. Ich trage Schuhe, bis sie durchgelaufen sind. Ich verändere die Sache, nutze sie ab oder verbrauche sie. So erfüllt sie ihre Bestimmung.

Wenn ich und die Sache zusammentreffen, muss eine Seite nachgeben. Ich bin lebendig, ich will etwas. Die Sache ist bloß Natur. Also geht sie unter, und ich erhalte mich. Das ist der Vorzug alles Lebendigen.

Ist ungenutztes Eigentum tot?

Viele denken so. Ein Haus steht seit Jahren leer. Jemand zieht ein und sagt: „Es hat ja keiner benutzt.“ Darin steckt etwas Richtiges. Der Gebrauch ist die wirkliche Seite des Eigentums.

Aber es ist nicht die erste Seite. Die Grundlage ist der Wille des Eigentümers. Die Sache gehört ihm, weil er es will. Der Gebrauch ist nur die Art, wie sich das äußerlich zeigt. Er kommt erst danach.

Zusammenfassung: Im Gebrauch wird Eigentum wirklich. Die Sache dient meinem Bedürfnis und geht dabei auf. Der Grund des Eigentums bleibt aber mein Wille, nicht der Gebrauch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 59: Die Sache dient mir</p>
<p>Nun gehört mir die Sache. Was mache ich mit ihr? Ich gebrauche sie.</p>
<p>Beim Gebrauch zeigt sich, was eine Sache ist. Sie hat keinen eigenen Zweck. Sie ist dazu da, einem Bedürfnis zu dienen. Ich esse einen Apfel, und er ist weg. Ich trage Schuhe, bis sie durchgelaufen sind. Ich verändere die Sache, nutze sie ab oder verbrauche sie. So erfüllt sie ihre Bestimmung.</p>
<p>Wenn ich und die Sache zusammentreffen, muss eine Seite nachgeben. Ich bin lebendig, ich will etwas. Die Sache ist bloß Natur. Also geht sie unter, und ich erhalte mich. Das ist der Vorzug alles Lebendigen.</p>
<p>Ist ungenutztes Eigentum tot?</p>
<p>Viele denken so. Ein Haus steht seit Jahren leer. Jemand zieht ein und sagt: „Es hat ja keiner benutzt.“ Darin steckt etwas Richtiges. Der Gebrauch ist die wirkliche Seite des Eigentums.</p>
<p>Aber es ist nicht die erste Seite. Die Grundlage ist der Wille des Eigentümers. Die Sache gehört ihm, weil er es will. Der Gebrauch ist nur die Art, wie sich das äußerlich zeigt. Er kommt erst danach.</p>
<p>Zusammenfassung: Im Gebrauch wird Eigentum wirklich. Die Sache dient meinem Bedürfnis und geht dabei auf. Der Grund des Eigentums bleibt aber mein Wille, nicht der Gebrauch.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/59/#comment-2747</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:06:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;negative&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss&quot; title=&quot;Das Urteil ist bei Hegel die ursprüngliche Teilung des Begriffs in seine Momente, nicht eine Meinung.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Urteil&lt;/a&gt; des Willens — in der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet&quot; title=&quot;Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt; des Besitzes ist die Sache zugleich als das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an sich&lt;/a&gt; Negative, Selbstlose &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;gesetzt&lt;/a&gt; und erfüllt gerade im Verzehrtwerden ihre &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;

Nach der Besitznahme, in der die Sache das Prädikat erhielt, die meinige zu sein, kehrt sich das Verhältnis um. In eben dieser Identität ist die Sache als ein Negatives gesetzt: Sie hat keinen Bestand &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;für sich&lt;/a&gt;, sondern ist nur für mein Bedürfnis. Das Positive ist hier also nicht die Sache, sondern das Bedürfnis, das sich befriedigt; die Sache dient und wird darin verändert, verzehrt, vernichtet. Dass Hegel von der Sache sagt, sie sei es, „die so ihre Bestimmung erfüllt“, ist der eigentliche Zug: Die Selbstlosigkeit der Sache wird ihr im Gebrauch nicht angetan, sondern nur offenbar. Die Anmerkung hält gleichwohl die Rangfolge fest — der Gebrauch ist &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung&quot; title=&quot;Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Erscheinung&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besondere&lt;/a&gt; Weise des Eigentums, nicht dessen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantielle&lt;/a&gt; Grundlage.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts." rel="ugc">negative</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss" title="Das Urteil ist bei Hegel die ursprüngliche Teilung des Begriffs in seine Momente, nicht eine Meinung." rel="ugc">Urteil</a> des Willens — in der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet" title="Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen." rel="ugc">Identität</a> des Besitzes ist die Sache zugleich als das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst." rel="ugc">an sich</a> Negative, Selbstlose <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">gesetzt</a> und erfüllt gerade im Verzehrtwerden ihre <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a>.</em></p>
<p>Nach der Besitznahme, in der die Sache das Prädikat erhielt, die meinige zu sein, kehrt sich das Verhältnis um. In eben dieser Identität ist die Sache als ein Negatives gesetzt: Sie hat keinen Bestand <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="Für sich heißt: gewußt, gewollt, ausdrücklich gesetzt — im Unterschied zu dem, was etwas erst an sich ist." rel="ugc">für sich</a>, sondern ist nur für mein Bedürfnis. Das Positive ist hier also nicht die Sache, sondern das Bedürfnis, das sich befriedigt; die Sache dient und wird darin verändert, verzehrt, vernichtet. Dass Hegel von der Sache sagt, sie sei es, „die so ihre Bestimmung erfüllt“, ist der eigentliche Zug: Die Selbstlosigkeit der Sache wird ihr im Gebrauch nicht angetan, sondern nur offenbar. Die Anmerkung hält gleichwohl die Rangfolge fest — der Gebrauch ist <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-erscheinung" title="Erscheinung ist die Gestalt, in der ein Wesen heraustritt, aber noch getrennt von ihm — zwischen bloßem Schein und voller Wirklichkeit." rel="ugc">Erscheinung</a> und <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besondere</a> Weise des Eigentums, nicht dessen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantielle</a> Grundlage.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/59/#comment-1545</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:13:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn ich im Zeichen die Sache überhaupt auf allgemeine Weise in Besitz nehme, so liegt im Gebrauche noch ein allgemeineres Verhältnis, indem die Sache alsdann nicht in ihrer Besonderheit anerkannt, sondern von mir negiert wird. Die Sache ist zum Mittel der Befriedigung meines Bedürfnisses herabgesetzt. Wenn ich und die Sache zusammenkommen, so muß, damit wir identisch werden, einer seine Qualität verlieren. Ich bin aber lebendig, der Wollende und wahrhaft Affirmative, die Sache dagegen ist das Natürliche. Diese muß also zugrunde gehen, und ich erhalte mich, was überhaupt der Vorzug und die Vernunft des Organischen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich im Zeichen die Sache überhaupt auf allgemeine Weise in Besitz nehme, so liegt im Gebrauche noch ein allgemeineres Verhältnis, indem die Sache alsdann nicht in ihrer Besonderheit anerkannt, sondern von mir negiert wird. Die Sache ist zum Mittel der Befriedigung meines Bedürfnisses herabgesetzt. Wenn ich und die Sache zusammenkommen, so muß, damit wir identisch werden, einer seine Qualität verlieren. Ich bin aber lebendig, der Wollende und wahrhaft Affirmative, die Sache dagegen ist das Natürliche. Diese muß also zugrunde gehen, und ich erhalte mich, was überhaupt der Vorzug und die Vernunft des Organischen ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/59/#comment-1724</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 1822 08:10:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=907#comment-1724</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Bestimmung&lt;/em&gt; der &lt;em&gt;Sache&lt;/em&gt; ist, &lt;em&gt;gebraucht&lt;/em&gt; zu werden - Vollführung meines Eigentums an ihr - Verwirklichung dessen, daß sie &lt;em&gt;mein&lt;/em&gt; ist.
Servitus (Hein[eccius] § 391 ff.) gehört überhaupt zu den res incorporales -
Auch usufructus ist servitus, -
Gebrauch der Sache hat zweierlei Bedeutungen in rechtlichem Sinne (außer der dritten, Befriedigung meiner Bedürfnisse) - nämlich α) physisch unmittelbare Ergreifung und Verzehrung und β) eine Ergreifung des Allgemeinen zu sein - Zeichen -
§ 59. Das Verhältnis unterscheidet sich in affirmatives - Sache &lt;em&gt;Ganzes&lt;/em&gt;, Allgemeinheit - und negatives, - leere Einzelheit, wie mein Besitz α) des Ganzen, β) durch Zeichen am Einzelnen. 
Gebrauch - &lt;em&gt;Gegensatz&lt;/em&gt; der &lt;em&gt;Einzelheit&lt;/em&gt; der Sache - und ihrer als &lt;em&gt;Substanz&lt;/em&gt;, dauernder. Benutzen drückt näher die &lt;em&gt;Erhaltung&lt;/em&gt; der Sache aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bestimmung</em> der <em>Sache</em> ist, <em>gebraucht</em> zu werden &#8211; Vollführung meines Eigentums an ihr &#8211; Verwirklichung dessen, daß sie <em>mein</em> ist.<br />
Servitus (Hein[eccius] § 391 ff.) gehört überhaupt zu den res incorporales &#8211;<br />
Auch usufructus ist servitus, &#8211;<br />
Gebrauch der Sache hat zweierlei Bedeutungen in rechtlichem Sinne (außer der dritten, Befriedigung meiner Bedürfnisse) &#8211; nämlich α) physisch unmittelbare Ergreifung und Verzehrung und β) eine Ergreifung des Allgemeinen zu sein &#8211; Zeichen &#8211;<br />
§ 59. Das Verhältnis unterscheidet sich in affirmatives &#8211; Sache <em>Ganzes</em>, Allgemeinheit &#8211; und negatives, &#8211; leere Einzelheit, wie mein Besitz α) des Ganzen, β) durch Zeichen am Einzelnen.<br />
Gebrauch &#8211; <em>Gegensatz</em> der <em>Einzelheit</em> der Sache &#8211; und ihrer als <em>Substanz</em>, dauernder. Benutzen drückt näher die <em>Erhaltung</em> der Sache aus.</p>
]]></content:encoded>
		
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