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	<title>
	Kommentare zu: 6	</title>
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	<description>G.W.F. Hegel - &#34;Grundlinien der Philosophie des Rechts&#34;</description>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/6/#comment-1861</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 16:45:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=108#comment-1861</guid>

					<description><![CDATA[§ 6: Der zweite Schritt des Willens (Sich entscheiden)

Nachdem wir gesehen haben, dass der Wille „Nein“ sagen kann (Unbestimmtheit), schauen wir uns nun das zweite Element an. Das ist der Schritt zur Bestimmtheit.

Was passiert hier? Das „Ich“ bleibt nicht in der Leere. Es geht über zur Unterscheidung. Es setzt sich ein Ziel. Es wählt einen Inhalt.

Egal woher der Inhalt kommt (ob aus der Natur, wie Hunger, oder aus dem Geist, wie ein Plan): Das Ich macht ihn zu seinem.

Indem ich mich entscheide („Ich will das“), trete ich in die Wirklichkeit (das Dasein) ein.

Der Preis (Die Endlichkeit): Dieser Schritt macht mich endlich.

Vorher (in § 5) war ich „unendlich“, weil ich alles hätte sein können.

Jetzt bin ich ein Bestimmter (z.B. ein Bäcker, ein Ehemann, ein Wähler). Ich habe mich eingeschränkt. Das ist das absolute Moment der Endlichkeit. Ohne diesen Schritt wäre ich gar nicht wirklich da.

Der Fehler von Fichte und Kant: Andere Philosophen (wie Fichte) dachten:

Das Ich ist eigentlich unendlich (positiv).

Dann kommt von außen eine Schranke (negativ), die das Ich begrenzt. Hegel sagt: Das ist falsch. Die Schranke kommt nicht von außen. Das Ich setzt die Schranke selbst. Die „Negativität“ (das Einschränken) ist eine eigene Tätigkeit des Willens. Nur indem ich mich selbst einschränke, werde ich etwas Reales.

Zusammenfassung: Um wirklich zu sein, muss man den Mut haben, nicht alles zu sein, sondern etwas Bestimmtes. Man muss sich begrenzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 6: Der zweite Schritt des Willens (Sich entscheiden)</p>
<p>Nachdem wir gesehen haben, dass der Wille „Nein“ sagen kann (Unbestimmtheit), schauen wir uns nun das zweite Element an. Das ist der Schritt zur Bestimmtheit.</p>
<p>Was passiert hier? Das „Ich“ bleibt nicht in der Leere. Es geht über zur Unterscheidung. Es setzt sich ein Ziel. Es wählt einen Inhalt.</p>
<p>Egal woher der Inhalt kommt (ob aus der Natur, wie Hunger, oder aus dem Geist, wie ein Plan): Das Ich macht ihn zu seinem.</p>
<p>Indem ich mich entscheide („Ich will das“), trete ich in die Wirklichkeit (das Dasein) ein.</p>
<p>Der Preis (Die Endlichkeit): Dieser Schritt macht mich endlich.</p>
<p>Vorher (in § 5) war ich „unendlich“, weil ich alles hätte sein können.</p>
<p>Jetzt bin ich ein Bestimmter (z.B. ein Bäcker, ein Ehemann, ein Wähler). Ich habe mich eingeschränkt. Das ist das absolute Moment der Endlichkeit. Ohne diesen Schritt wäre ich gar nicht wirklich da.</p>
<p>Der Fehler von Fichte und Kant: Andere Philosophen (wie Fichte) dachten:</p>
<p>Das Ich ist eigentlich unendlich (positiv).</p>
<p>Dann kommt von außen eine Schranke (negativ), die das Ich begrenzt. Hegel sagt: Das ist falsch. Die Schranke kommt nicht von außen. Das Ich setzt die Schranke selbst. Die „Negativität“ (das Einschränken) ist eine eigene Tätigkeit des Willens. Nur indem ich mich selbst einschränke, werde ich etwas Reales.</p>
<p>Zusammenfassung: Um wirklich zu sein, muss man den Mut haben, nicht alles zu sein, sondern etwas Bestimmtes. Man muss sich begrenzen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/6/#comment-45</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2015 11:03:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=108#comment-45</guid>

					<description><![CDATA[Dieses zweite Moment erscheint als das entgegengesetzte; es ist in seiner allgemeinen Weise aufzufassen: es gehört zur Freiheit, macht aber nicht die ganze Freiheit aus. Das Ich geht hier aus unterschiedsloser Unbestimmtheit zur Unterscheidung, zum Setzen einer Bestimmtheit als eines Inhalts und Gegenstandes über. Ich will nicht bloß, sondern ich will etwas. Ein Wille, der, wie im vorigen Paragraphen auseinandergesetzt ist, nur das abstrakt Allgemeine will, will nichts und ist deswegen kein Wille. Das Besondere, was der Wille will, ist eine Beschränkung, denn der Wille muß, um Wille zu sein, sich überhaupt beschränken. Daß der Wille etwas will, ist die Schranke, die Negation. Die Besonderung ist so das, was in der Regel Endlichkeit genannt wird. Gewöhnlich hält die Reflexion das erste Moment, nämlich das Unbestimmte, für das Absolute und Höhere, dagegen das Beschränkte für eine bloße Negation dieser Unbestimmtheit. Aber diese Unbestimmtheit ist selbst nur eine Negation gegen das Bestimmte, gegen die Endlichkeit: Ich ist diese Einsamkeit und absolute Negation. Der unbestimmte Wille ist insofern ebenso einseitig als der bloß in der Bestimmtheit stehende.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses zweite Moment erscheint als das entgegengesetzte; es ist in seiner allgemeinen Weise aufzufassen: es gehört zur Freiheit, macht aber nicht die ganze Freiheit aus. Das Ich geht hier aus unterschiedsloser Unbestimmtheit zur Unterscheidung, zum Setzen einer Bestimmtheit als eines Inhalts und Gegenstandes über. Ich will nicht bloß, sondern ich will etwas. Ein Wille, der, wie im vorigen Paragraphen auseinandergesetzt ist, nur das abstrakt Allgemeine will, will nichts und ist deswegen kein Wille. Das Besondere, was der Wille will, ist eine Beschränkung, denn der Wille muß, um Wille zu sein, sich überhaupt beschränken. Daß der Wille etwas will, ist die Schranke, die Negation. Die Besonderung ist so das, was in der Regel Endlichkeit genannt wird. Gewöhnlich hält die Reflexion das erste Moment, nämlich das Unbestimmte, für das Absolute und Höhere, dagegen das Beschränkte für eine bloße Negation dieser Unbestimmtheit. Aber diese Unbestimmtheit ist selbst nur eine Negation gegen das Bestimmte, gegen die Endlichkeit: Ich ist diese Einsamkeit und absolute Negation. Der unbestimmte Wille ist insofern ebenso einseitig als der bloß in der Bestimmtheit stehende.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/6/#comment-44</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2015 06:49:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=108#comment-44</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 6]
Etwas - als das Meinige bestimmt. 
Hier noch nicht: Ich will Etwas - sondern die Richtung des Willens auf Etwas - Besonderung - Reflexion, - Wahl - Beim Wählen vor mir haben, dies und jenes
β)
αα) Ich will nicht nur, sondern will Etwas, d. i. ein Besonderes- als verschieden von Allgemeinheit - in Rücksicht der Allgemeinheit - bestimmen - beschränke mich - dies nachher näher in seinem Gegensatze betrachten
ββ) Beschränken - Negation - als Mangel - Vortrefflicher das Unbeschränkte - als eine Schranke - man gebe seine Freiheit auf - steige herab von seiner Höhe - Wie man von Schranken hört, Sehnsucht hinaus - Abstraktion - Die Frage ist, worin die Schranken liegen? - als Sache der Not, der Endlichkeit. 
γγ) Man sage einem Menschen - er soll seinen Willen schrankenlos halten, nicht etwas Bestimmtes wollen - Geld, Haus, dein Wohl, das Glück der Menschen, des Staates - immer ein besonderes - du beschränkst dich - muß[t] beim bloßen, reinen Wollen stehenbleiben, nicht in die Endlichkeit hereintreten. 
Herabwürdigung - Unzufrieden - er soll nichts wollen - 7/53 
δδ) er hat Recht - denn eben jene Abstraktion ist die Schranke
εε) das Unbestimmte wie das Bestimmte - das Unendliche wie das Endliche - Herüber- und Hinübergehen von einer Schranke (aber nur) zur andern - Beides Verstand - Negation dieses Verstandes, selbst unendlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 6]<br />
Etwas &#8211; als das Meinige bestimmt.<br />
Hier noch nicht: Ich will Etwas &#8211; sondern die Richtung des Willens auf Etwas &#8211; Besonderung &#8211; Reflexion, &#8211; Wahl &#8211; Beim Wählen vor mir haben, dies und jenes<br />
β)<br />
αα) Ich will nicht nur, sondern will Etwas, d. i. ein Besonderes- als verschieden von Allgemeinheit &#8211; in Rücksicht der Allgemeinheit &#8211; bestimmen &#8211; beschränke mich &#8211; dies nachher näher in seinem Gegensatze betrachten<br />
ββ) Beschränken &#8211; Negation &#8211; als Mangel &#8211; Vortrefflicher das Unbeschränkte &#8211; als eine Schranke &#8211; man gebe seine Freiheit auf &#8211; steige herab von seiner Höhe &#8211; Wie man von Schranken hört, Sehnsucht hinaus &#8211; Abstraktion &#8211; Die Frage ist, worin die Schranken liegen? &#8211; als Sache der Not, der Endlichkeit.<br />
γγ) Man sage einem Menschen &#8211; er soll seinen Willen schrankenlos halten, nicht etwas Bestimmtes wollen &#8211; Geld, Haus, dein Wohl, das Glück der Menschen, des Staates &#8211; immer ein besonderes &#8211; du beschränkst dich &#8211; muß[t] beim bloßen, reinen Wollen stehenbleiben, nicht in die Endlichkeit hereintreten.<br />
Herabwürdigung &#8211; Unzufrieden &#8211; er soll nichts wollen &#8211; 7/53<br />
δδ) er hat Recht &#8211; denn eben jene Abstraktion ist die Schranke<br />
εε) das Unbestimmte wie das Bestimmte &#8211; das Unendliche wie das Endliche &#8211; Herüber- und Hinübergehen von einer Schranke (aber nur) zur andern &#8211; Beides Verstand &#8211; Negation dieses Verstandes, selbst unendlich.</p>
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