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	Kommentare zu: 67	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/67/#comment-3082</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:04:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 67: Arbeit für andere, aber nicht das ganze Leben

Ich habe Fähigkeiten, körperliche und geistige. Ich kann schreinern, rechnen oder singen. Darf ich diese Fähigkeiten einem anderen überlassen?

Ja, aber nur begrenzt.

Ich kann ein einzelnes Werk verkaufen, etwa einen Tisch. Ich kann meine Arbeitszeit vermieten, etwa acht Stunden am Tag. Das ist erlaubt. Denn ein begrenzter Teil meiner Kraft steht mir äußerlich gegenüber. Ich bleibe dabei ich selbst.

Wo liegt die Grenze?

Würde ich meine ganze Zeit und alles, was ich je schaffe, weggeben, wäre das anders. Dann gäbe ich meine ganze Tätigkeit weg. Und damit mich selbst. Ich würde zum Eigentum eines anderen.

Ein Vergleich:

Ein Sklave im alten Athen hatte manchmal leichtere und klügere Arbeit als ein heutiger Dienstbote. Trotzdem war er Sklave. Denn ihm gehörte keine Stunde seines Lebens selbst.

Es ist wie bei einer Sache. Wer den ganzen Gebrauch hat, hat die Sache selbst. Wer über alle meine Kräfte verfügt, verfügt über mich.

Zusammenfassung: Einzelne Werke und begrenzte Arbeitszeit darf ich verkaufen. Mein ganzes Leben darf ich nicht verkaufen. Sonst würde ich selbst zur Ware.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 67: Arbeit für andere, aber nicht das ganze Leben</p>
<p>Ich habe Fähigkeiten, körperliche und geistige. Ich kann schreinern, rechnen oder singen. Darf ich diese Fähigkeiten einem anderen überlassen?</p>
<p>Ja, aber nur begrenzt.</p>
<p>Ich kann ein einzelnes Werk verkaufen, etwa einen Tisch. Ich kann meine Arbeitszeit vermieten, etwa acht Stunden am Tag. Das ist erlaubt. Denn ein begrenzter Teil meiner Kraft steht mir äußerlich gegenüber. Ich bleibe dabei ich selbst.</p>
<p>Wo liegt die Grenze?</p>
<p>Würde ich meine ganze Zeit und alles, was ich je schaffe, weggeben, wäre das anders. Dann gäbe ich meine ganze Tätigkeit weg. Und damit mich selbst. Ich würde zum Eigentum eines anderen.</p>
<p>Ein Vergleich:</p>
<p>Ein Sklave im alten Athen hatte manchmal leichtere und klügere Arbeit als ein heutiger Dienstbote. Trotzdem war er Sklave. Denn ihm gehörte keine Stunde seines Lebens selbst.</p>
<p>Es ist wie bei einer Sache. Wer den ganzen Gebrauch hat, hat die Sache selbst. Wer über alle meine Kräfte verfügt, verfügt über mich.</p>
<p>Zusammenfassung: Einzelne Werke und begrenzte Arbeitszeit darf ich verkaufen. Mein ganzes Leben darf ich nicht verkaufen. Sonst würde ich selbst zur Ware.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/67/#comment-2755</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:09:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Dieselbe &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; wie in § 61, auf die eigenen Kräfte angewandt — die Totalität der Äußerungen einer Kraft ist die Kraft selbst, der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Akzidenzen sind keine Zutaten, sondern die Weise, in der die Substanz überhaupt da ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Akzidenzen&lt;/a&gt; die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Substanz&lt;/a&gt;, der Besonderungen das &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeine&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;

Der Schritt von § 61 wird vom Ding auf den Menschen übertragen. Einzelne Arbeitsleistungen und eine zeitlich begrenzte Verfügung über meine Fähigkeiten kann ich veräußern, weil sie durch diese Beschränkung überhaupt erst etwas von mir Abgelöstes werden: Erst die quantitative Grenze schafft hier den Unterschied. Die Gesamtheit meiner Tätigkeit dagegen ist nicht eine &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;besonders&lt;/a&gt; große Menge von Leistungen, sondern das, was in allen Leistungen tätig ist, meine Persönlichkeit selbst. Wer sie veräußert, gibt deshalb nicht ein Vieles hin, sondern sich; die Grenze zwischen Arbeitsvertrag und Sklaverei ist damit nicht moralisch, sondern begrifflich gezogen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieselbe <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> wie in § 61, auf die eigenen Kräfte angewandt — die Totalität der Äußerungen einer Kraft ist die Kraft selbst, der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Akzidenzen sind keine Zutaten, sondern die Weise, in der die Substanz überhaupt da ist." rel="ugc">Akzidenzen</a> die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">Substanz</a>, der Besonderungen das <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeine</a>.</em></p>
<p>Der Schritt von § 61 wird vom Ding auf den Menschen übertragen. Einzelne Arbeitsleistungen und eine zeitlich begrenzte Verfügung über meine Fähigkeiten kann ich veräußern, weil sie durch diese Beschränkung überhaupt erst etwas von mir Abgelöstes werden: Erst die quantitative Grenze schafft hier den Unterschied. Die Gesamtheit meiner Tätigkeit dagegen ist nicht eine <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Besonderheit ist der Gegenschritt: sich auf diesen Inhalt festlegen, eine Schranke setzen. Für sich allein genommen ist auch sie nichts." rel="ugc">besonders</a> große Menge von Leistungen, sondern das, was in allen Leistungen tätig ist, meine Persönlichkeit selbst. Wer sie veräußert, gibt deshalb nicht ein Vieles hin, sondern sich; die Grenze zwischen Arbeitsvertrag und Sklaverei ist damit nicht moralisch, sondern begrifflich gezogen.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/67/#comment-1551</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:15:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der hier auseinandergesetzte Unterschied ist der zwischen einem Sklaven und dem heutigen Gesinde oder einem Tagelöhner. Der athenäische Sklave hatte vielleicht leichtere Verrichtung und geistigere Arbeit als in der Regel unsere Dienstboten, aber er war dennoch Sklave, weil der ganze Umfang seiner Tätigkeit dem Herrn veräußert war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der hier auseinandergesetzte Unterschied ist der zwischen einem Sklaven und dem heutigen Gesinde oder einem Tagelöhner. Der athenäische Sklave hatte vielleicht leichtere Verrichtung und geistigere Arbeit als in der Regel unsere Dienstboten, aber er war dennoch Sklave, weil der ganze Umfang seiner Tätigkeit dem Herrn veräußert war.</p>
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		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/67/#comment-1732</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 1822 08:08:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Verhältnis des absoluten Innern zu dessen Äußerlichkeit.
Von einem andern, d. h. den ein Andrer davon machen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verhältnis des absoluten Innern zu dessen Äußerlichkeit.<br />
Von einem andern, d. h. den ein Andrer davon machen kann.</p>
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