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	Kommentare zu: 7	</title>
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	<description>G.W.F. Hegel - &#34;Grundlinien der Philosophie des Rechts&#34;</description>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/7/#comment-1862</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 16:50:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=116#comment-1862</guid>

					<description><![CDATA[§ 7: Der dritte Schritt des Willens (Die wahre Freiheit)

Jetzt fügen wir die beiden ersten Schritte zusammen. Der wahre Wille ist die Einheit von beidem:

Der Möglichkeit, alles zu sein (Unendlichkeit).

Der Entscheidung für eine Sache (Endlichkeit).

Was ist die wahre Freiheit? Wahre Freiheit heißt nicht, vor Entscheidungen wegzulaufen (wie in § 5). Sie heißt aber auch nicht, stur bei einer Sache zu kleben (wie in § 6). Freiheit heißt: Ich entscheide mich für eine Sache (ich begrenze mich), aber ich fühle mich darin nicht gefangen. Ich erkenne in dieser Sache mich selbst. Ich bin „bei mir selbst“, auch wenn ich mich an eine Aufgabe oder einen Menschen binde.

Die Einzelheit: Hegel nennt diesen Zustand Einzelheit (oder Subjektivität). Das bedeutet: Ich bin ein Individuum. Ich bin ein ganz bestimmter Mensch (begrenzt), aber in dieser Begrenzung bin ich frei und ganz (unendlich).

Ein Vergleich: Hegel vergleicht die Freiheit mit der Schwere (Schwerkraft) bei einem Himmelskörper. Die Schwerkraft ist nicht etwas, das den Planeten von außen drückt. Sie ist sein eigenes Wesen. Sie hält ihn zusammen. Ohne Schwerkraft würde er zerfallen. Genauso ist die Freiheit die „Schwerkraft“ des Willens. Sie ist kein Spielzeug, sondern das, was den Menschen erst zum Menschen macht.

Warnung an den Verstand: Der normale Verstand versteht die ersten zwei Schritte gut (Freiheit als Auswahl, Freiheit als Beschränkung). Aber den dritten Schritt findet er schwer: Wie kann man gebunden und trotzdem frei sein? Das ist das Spekulative. Das ist das Geheimnis des Geistes: Er macht das Fremde zu seinem Eigenen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 7: Der dritte Schritt des Willens (Die wahre Freiheit)</p>
<p>Jetzt fügen wir die beiden ersten Schritte zusammen. Der wahre Wille ist die Einheit von beidem:</p>
<p>Der Möglichkeit, alles zu sein (Unendlichkeit).</p>
<p>Der Entscheidung für eine Sache (Endlichkeit).</p>
<p>Was ist die wahre Freiheit? Wahre Freiheit heißt nicht, vor Entscheidungen wegzulaufen (wie in § 5). Sie heißt aber auch nicht, stur bei einer Sache zu kleben (wie in § 6). Freiheit heißt: Ich entscheide mich für eine Sache (ich begrenze mich), aber ich fühle mich darin nicht gefangen. Ich erkenne in dieser Sache mich selbst. Ich bin „bei mir selbst“, auch wenn ich mich an eine Aufgabe oder einen Menschen binde.</p>
<p>Die Einzelheit: Hegel nennt diesen Zustand Einzelheit (oder Subjektivität). Das bedeutet: Ich bin ein Individuum. Ich bin ein ganz bestimmter Mensch (begrenzt), aber in dieser Begrenzung bin ich frei und ganz (unendlich).</p>
<p>Ein Vergleich: Hegel vergleicht die Freiheit mit der Schwere (Schwerkraft) bei einem Himmelskörper. Die Schwerkraft ist nicht etwas, das den Planeten von außen drückt. Sie ist sein eigenes Wesen. Sie hält ihn zusammen. Ohne Schwerkraft würde er zerfallen. Genauso ist die Freiheit die „Schwerkraft“ des Willens. Sie ist kein Spielzeug, sondern das, was den Menschen erst zum Menschen macht.</p>
<p>Warnung an den Verstand: Der normale Verstand versteht die ersten zwei Schritte gut (Freiheit als Auswahl, Freiheit als Beschränkung). Aber den dritten Schritt findet er schwer: Wie kann man gebunden und trotzdem frei sein? Das ist das Spekulative. Das ist das Geheimnis des Geistes: Er macht das Fremde zu seinem Eigenen.</p>
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		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/7/#comment-48</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2015 11:03:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=116#comment-48</guid>

					<description><![CDATA[Das, was wir eigentlich Willen nennen, enthält die beiden vorigen Momente in sich. Ich ist zuvörderst als solches reine Tätigkeit, das Allgemeine, das bei sich ist; aber dieses Allgemeine bestimmt sich, und insofern ist es nicht mehr bei sich, sondern setzt sich als ein Anderes und hört auf, das Allgemeine zu sein. Das Dritte ist nun, daß es in seiner Beschränkung, in diesem Anderen bei sich selbst sei, daß, indem es sich bestimmt, es dennoch bei sich bleibe und nicht aufhöre, das Allgemeine festzuhalten: dieses ist dann der konkrete Begriff der Freiheit, während die beiden vorigen Momente durchaus abstrakt und einseitig befunden worden sind. Diese Freiheit haben wir aber schon in der Form der Empfindung, z. B. in der Freundschaft und Liebe. Hier ist man nicht einseitig in sich, sondern man beschränkt sich gern in Beziehung auf ein Anderes, weiß sich aber in dieser Beschränkung als sich selbst. In der Bestimmtheit soll sich der Mensch nicht bestimmt fühlen, sondern indem man das Andere als Anderes betrachtet, hat man darin erst sein Selbstgefühl. Die Freiheit liegt also weder in der Unbestimmtheit noch in der Bestimmtheit, sondern sie ist beides. Den Willen, der sich auf ein Dieses lediglich beschränkt, hat der Eigensinnige, welcher unfrei zu sein vermeint, wenn er diesen Willen nicht hat. Der Wille ist aber nicht an ein Beschränktes gebunden, sondern muß weiter gehen, denn die Natur des Willens ist nicht diese Einseitigkeit und Gebundenheit, sondern die Freiheit ist, ein Bestimmtes zu wollen, aber in dieser Bestimmtheit bei sich zu sein und wieder in das Allgemeine zurückzukehren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das, was wir eigentlich Willen nennen, enthält die beiden vorigen Momente in sich. Ich ist zuvörderst als solches reine Tätigkeit, das Allgemeine, das bei sich ist; aber dieses Allgemeine bestimmt sich, und insofern ist es nicht mehr bei sich, sondern setzt sich als ein Anderes und hört auf, das Allgemeine zu sein. Das Dritte ist nun, daß es in seiner Beschränkung, in diesem Anderen bei sich selbst sei, daß, indem es sich bestimmt, es dennoch bei sich bleibe und nicht aufhöre, das Allgemeine festzuhalten: dieses ist dann der konkrete Begriff der Freiheit, während die beiden vorigen Momente durchaus abstrakt und einseitig befunden worden sind. Diese Freiheit haben wir aber schon in der Form der Empfindung, z. B. in der Freundschaft und Liebe. Hier ist man nicht einseitig in sich, sondern man beschränkt sich gern in Beziehung auf ein Anderes, weiß sich aber in dieser Beschränkung als sich selbst. In der Bestimmtheit soll sich der Mensch nicht bestimmt fühlen, sondern indem man das Andere als Anderes betrachtet, hat man darin erst sein Selbstgefühl. Die Freiheit liegt also weder in der Unbestimmtheit noch in der Bestimmtheit, sondern sie ist beides. Den Willen, der sich auf ein Dieses lediglich beschränkt, hat der Eigensinnige, welcher unfrei zu sein vermeint, wenn er diesen Willen nicht hat. Der Wille ist aber nicht an ein Beschränktes gebunden, sondern muß weiter gehen, denn die Natur des Willens ist nicht diese Einseitigkeit und Gebundenheit, sondern die Freiheit ist, ein Bestimmtes zu wollen, aber in dieser Bestimmtheit bei sich zu sein und wieder in das Allgemeine zurückzukehren.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/7/#comment-47</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2015 06:50:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=116#comment-47</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 7]
Jenes beides α) β) heißt Freiheit - sind nur Momente derselben und des Willens
α) Dies dritte [γ] ist nicht Abstraktion, sondern konkret, gesunder Menschenverstand, und Spekulation. Absolute Form - allenthalben und überall - Göttlicher Rhythmus der Welt und Methode des absoluten Erkennens - ein für allemal bemerkt - man hat damit eine große Kenntnis vor der Hand gewonnen
β) was ist spekulativ? - Das Konkrete, Anschauung, gesunder Menschenverstand - Verbildung Reflexion - Philosophie zum gesunden Menschenverstand zurück - Unmittelbare Einzelheit - Begriff, Einzelheit - wie spekulativ. 
Auflösung - α) Besonderung - Unterscheiden - β) Aufheben dieses Unterscheidens - bei sich d. i. identisch
β) Negation ist an sich, die Unbestimmtheit - Besonderung ist an sich Negation - diese Negation mit sich, Selbstbewußtsein - In der nächsten Betrachtung - Erscheinung - αα) Unbestimmtheit ββ) Bestimmung, erste Negation erscheinend - Reiz des Lebens - Selbstbewußtsein - Gegenwart
α) Inhalt, Interesse - Beschädigung - das Besondere
β) Ich aber nur darüber - Besonderung nur als negativ, als Schranke -
Oft Frage, wie können sich die Menschen in solchen Beschäftigungen befriedigen?
αα) Inhalt positiv, substantiell, aber immer beschränkt 
ββ) Präsenz - Selbstbewußtsein
Dies nicht formell, Inhalt in der Tat substantiell. Grade, Stufen in dieser Substantialität. 
Allgemeinheit - bin bei mir - durchdringend - durch Subjekt und Objekt hindurch - wahre Allgemeinheit geht hindurch durch abstrakte Allgemeinheit und durch Besonderheit - Subjekt für mich ist Allgemeinheit nur mit gesetzter Negativität -
Schluß - Wille
1. Sich entschließen - Sich selbst - Einzelheit - sich in Äußeres - Besonderes setzen - oder beschließen - αα) noch unbestimmt - Vielfaches, Besonderes; - Diese Unentschiedenheit aufheben 7/56 
2. Dieses Dritte - ββ ist erst das Wahrhafte so, daß jene Momente selbst es in sich haben - das Allgemeine - Aufheben der Besonderungen - ist ebenso Rückkehr in sich - aber unbestimmte - und das Besondere - Bestimmen - ist ebenso Subjektivität - Aufheben des Abstrakten - das Anderssein gegen Bestimmtheit. 
3. Diese Rückkehr des Willens in sich ist das Formelle - zunächst überhaupt - ein Sein-Sollen - man fühlt sogleich, daß es auf die Natur des Besonderen ankommt - ob Ich in der Tat darin bei sich selbst ist; - Besonderes ist Zweck - es ist wohl mein Zweck formell, aber er kann einen Inhalt haben, der sonst woher mir gegeben, und der verschieden vom Ich ist -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 7]<br />
Jenes beides α) β) heißt Freiheit &#8211; sind nur Momente derselben und des Willens<br />
α) Dies dritte [γ] ist nicht Abstraktion, sondern konkret, gesunder Menschenverstand, und Spekulation. Absolute Form &#8211; allenthalben und überall &#8211; Göttlicher Rhythmus der Welt und Methode des absoluten Erkennens &#8211; ein für allemal bemerkt &#8211; man hat damit eine große Kenntnis vor der Hand gewonnen<br />
β) was ist spekulativ? &#8211; Das Konkrete, Anschauung, gesunder Menschenverstand &#8211; Verbildung Reflexion &#8211; Philosophie zum gesunden Menschenverstand zurück &#8211; Unmittelbare Einzelheit &#8211; Begriff, Einzelheit &#8211; wie spekulativ.<br />
Auflösung &#8211; α) Besonderung &#8211; Unterscheiden &#8211; β) Aufheben dieses Unterscheidens &#8211; bei sich d. i. identisch<br />
β) Negation ist an sich, die Unbestimmtheit &#8211; Besonderung ist an sich Negation &#8211; diese Negation mit sich, Selbstbewußtsein &#8211; In der nächsten Betrachtung &#8211; Erscheinung &#8211; αα) Unbestimmtheit ββ) Bestimmung, erste Negation erscheinend &#8211; Reiz des Lebens &#8211; Selbstbewußtsein &#8211; Gegenwart<br />
α) Inhalt, Interesse &#8211; Beschädigung &#8211; das Besondere<br />
β) Ich aber nur darüber &#8211; Besonderung nur als negativ, als Schranke &#8211;<br />
Oft Frage, wie können sich die Menschen in solchen Beschäftigungen befriedigen?<br />
αα) Inhalt positiv, substantiell, aber immer beschränkt<br />
ββ) Präsenz &#8211; Selbstbewußtsein<br />
Dies nicht formell, Inhalt in der Tat substantiell. Grade, Stufen in dieser Substantialität.<br />
Allgemeinheit &#8211; bin bei mir &#8211; durchdringend &#8211; durch Subjekt und Objekt hindurch &#8211; wahre Allgemeinheit geht hindurch durch abstrakte Allgemeinheit und durch Besonderheit &#8211; Subjekt für mich ist Allgemeinheit nur mit gesetzter Negativität &#8211;<br />
Schluß &#8211; Wille<br />
1. Sich entschließen &#8211; Sich selbst &#8211; Einzelheit &#8211; sich in Äußeres &#8211; Besonderes setzen &#8211; oder beschließen &#8211; αα) noch unbestimmt &#8211; Vielfaches, Besonderes; &#8211; Diese Unentschiedenheit aufheben 7/56<br />
2. Dieses Dritte &#8211; ββ ist erst das Wahrhafte so, daß jene Momente selbst es in sich haben &#8211; das Allgemeine &#8211; Aufheben der Besonderungen &#8211; ist ebenso Rückkehr in sich &#8211; aber unbestimmte &#8211; und das Besondere &#8211; Bestimmen &#8211; ist ebenso Subjektivität &#8211; Aufheben des Abstrakten &#8211; das Anderssein gegen Bestimmtheit.<br />
3. Diese Rückkehr des Willens in sich ist das Formelle &#8211; zunächst überhaupt &#8211; ein Sein-Sollen &#8211; man fühlt sogleich, daß es auf die Natur des Besonderen ankommt &#8211; ob Ich in der Tat darin bei sich selbst ist; &#8211; Besonderes ist Zweck &#8211; es ist wohl mein Zweck formell, aber er kann einen Inhalt haben, der sonst woher mir gegeben, und der verschieden vom Ich ist &#8211;</p>
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