<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: 71	</title>
	<atom:link href="https://grundlinien.de/71/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://grundlinien.de/71/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 Sep 2026 09:42:35 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>
	<item>
		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/71/#comment-3086</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:04:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=881#comment-3086</guid>

					<description><![CDATA[§ 71: Vom Eigentum zum Vertrag

Mein Eigentum ist etwas Äußeres. Darum steht es in Beziehung zu anderen Dingen. Es kann verrosten oder verbrennen, oder jemand stiehlt es.

Wichtiger ist etwas anderes. Mein Eigentum ist das Dasein meines Willens. Und ein Wille ist wirklich nur für einen anderen Willen da. Ein Stein weiß nicht, dass die Wiese mir gehört. Nur ein anderer Mensch kann das wissen und achten.

Wo lebt die Freiheit also eigentlich?

In der Beziehung von Wille zu Wille. Das ist ihr wahrer Boden. Wenn ich Eigentum nicht nur durch mich selbst habe, sondern auch durch den Willen eines anderen, entsteht etwas Neues. Wir wollen gemeinsam. Das ist der Vertrag.

Warum schließen Menschen Verträge?

Sie selbst denken meist: aus Not, aus Freundschaft, weil es nützt. Das stimmt auch. Aber im Grunde steckt die Vernunft dahinter. Menschen müssen schenken, tauschen und handeln. Das ist so notwendig, wie Eigentum zu haben.

Und noch etwas:

Wer einen Vertrag schließt, erkennt den anderen schon als Person an. Als jemanden, der Eigentum haben kann. Diese Anerkennung ist die Grundlage jedes Vertrags. Mit einem Hund schließt niemand einen Vertrag.

Zusammenfassung: Eigentum ist für andere Menschen da. Wo zwei Willen sich auf Eigentum einigen, entsteht der Vertrag. In ihm erkennen sich beide als Personen an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 71: Vom Eigentum zum Vertrag</p>
<p>Mein Eigentum ist etwas Äußeres. Darum steht es in Beziehung zu anderen Dingen. Es kann verrosten oder verbrennen, oder jemand stiehlt es.</p>
<p>Wichtiger ist etwas anderes. Mein Eigentum ist das Dasein meines Willens. Und ein Wille ist wirklich nur für einen anderen Willen da. Ein Stein weiß nicht, dass die Wiese mir gehört. Nur ein anderer Mensch kann das wissen und achten.</p>
<p>Wo lebt die Freiheit also eigentlich?</p>
<p>In der Beziehung von Wille zu Wille. Das ist ihr wahrer Boden. Wenn ich Eigentum nicht nur durch mich selbst habe, sondern auch durch den Willen eines anderen, entsteht etwas Neues. Wir wollen gemeinsam. Das ist der Vertrag.</p>
<p>Warum schließen Menschen Verträge?</p>
<p>Sie selbst denken meist: aus Not, aus Freundschaft, weil es nützt. Das stimmt auch. Aber im Grunde steckt die Vernunft dahinter. Menschen müssen schenken, tauschen und handeln. Das ist so notwendig, wie Eigentum zu haben.</p>
<p>Und noch etwas:</p>
<p>Wer einen Vertrag schließt, erkennt den anderen schon als Person an. Als jemanden, der Eigentum haben kann. Diese Anerkennung ist die Grundlage jedes Vertrags. Mit einem Hund schließt niemand einen Vertrag.</p>
<p>Zusammenfassung: Eigentum ist für andere Menschen da. Wo zwei Willen sich auf Eigentum einigen, entsteht der Vertrag. In ihm erkennen sich beide als Personen an.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/71/#comment-2759</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:09:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=881#comment-2759</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Übergang&lt;/a&gt; vom Eigentum zum Vertrag — &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; ist Sein für anderes; das Eigentum als Dasein des Willens ist nur für einen anderen Willen, und diese Beziehung von Willen auf Willen ist die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Vermittlung&lt;/a&gt;, in der die Freiheit Dasein hat.&lt;/em&gt;

Der Übergang wird durch Anwendung einer &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;allgemeinen&lt;/a&gt; logischen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; auf das Eigentum vollzogen: Etwas ist nur bestimmt, sofern es sich gegen anderes abgrenzt, und Dasein heißt darum immer auch Sein für anderes (Anm. zu § 48). Als Ding steht das Eigentum in einem Zusammenhang mit anderen Dingen, der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;zufällig&lt;/a&gt; ist. Als Dasein eines Willens aber kann es nur für einen anderen Willen sein, und damit ist der Boden gewechselt: Nicht mehr das Verhältnis von Wille und Sache trägt, sondern das Verhältnis von Wille zu Wille. Vermittelt heißt hier, dass ich mein Eigentum nicht mehr allein durch meinen Willen habe, sondern durch den eines anderen hindurch, in einem gemeinsamen Willen. Genau das ist der Vertrag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Ein Übergang ist die Stelle, an der eine Gestalt an ihrer eigenen Unzulänglichkeit zerbricht und die nächste hervortreibt." rel="ugc">Übergang</a> vom Eigentum zum Vertrag — <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> ist Sein für anderes; das Eigentum als Dasein des Willens ist nur für einen anderen Willen, und diese Beziehung von Willen auf Willen ist die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Vermittelt heißt: durch anderes hindurchgegangen und dadurch bestimmt." rel="ugc">Vermittlung</a>, in der die Freiheit Dasein hat.</em></p>
<p>Der Übergang wird durch Anwendung einer <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">allgemeinen</a> logischen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> auf das Eigentum vollzogen: Etwas ist nur bestimmt, sofern es sich gegen anderes abgrenzt, und Dasein heißt darum immer auch Sein für anderes (Anm. zu § 48). Als Ding steht das Eigentum in einem Zusammenhang mit anderen Dingen, der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Zufällig ist, was auch anders sein könnte, ohne dass der Begriff das entschiede. Hegel erklärt das nicht weg, sondern weist ihm einen Ort zu." rel="ugc">zufällig</a> ist. Als Dasein eines Willens aber kann es nur für einen anderen Willen sein, und damit ist der Boden gewechselt: Nicht mehr das Verhältnis von Wille und Sache trägt, sondern das Verhältnis von Wille zu Wille. Vermittelt heißt hier, dass ich mein Eigentum nicht mehr allein durch meinen Willen habe, sondern durch den eines anderen hindurch, in einem gemeinsamen Willen. Genau das ist der Vertrag.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eduard Gans (Zusatz)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/71/#comment-1553</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eduard Gans (Zusatz)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 1833 13:16:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=881#comment-1553</guid>

					<description><![CDATA[Im Vertrage habe ich Eigentum durch gemeinsamen Willen: es ist nämlich das Interesse der Vernunft, daß der subjektive Wille allgemeiner werde und sich zu dieser Verwirklichung erhebe. Die Bestimmung &lt;em&gt;dieses&lt;/em&gt; Willens bleibt also im Vertrage, aber in Gemeinsamkeit mit einem anderen Willen. Der allgemeine Wille dagegen tritt hier nur noch in der Form und Gestalt der Gemeinsamkeit auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Vertrage habe ich Eigentum durch gemeinsamen Willen: es ist nämlich das Interesse der Vernunft, daß der subjektive Wille allgemeiner werde und sich zu dieser Verwirklichung erhebe. Die Bestimmung <em>dieses</em> Willens bleibt also im Vertrage, aber in Gemeinsamkeit mit einem anderen Willen. Der allgemeine Wille dagegen tritt hier nur noch in der Form und Gestalt der Gemeinsamkeit auf.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1830)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/71/#comment-2325</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1830)]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 1830 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=881#comment-2325</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 490:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 490.&lt;/strong&gt; In dem Eigentum ist die Person mit sich selbst zusammengeschlossen. Aber die Sache ist eine abstrakt äußerliche und Ich darin abstrakt äußerlich. Die konkrete Rückkehr meiner in mich in der Äußerlichkeit ist, daß Ich, die &lt;em&gt;unendliche&lt;/em&gt; Beziehung meiner auf mich, als Person die Repulsion meiner von mir selbst bin und in dem &lt;em&gt;Sein anderer Personen,&lt;/em&gt; meiner Beziehung auf sie und dem Anerkanntsein von ihnen, das gegenseitig ist, das Dasein meiner Persönlichkeit habe.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 490:</em></p>
<p><strong>§ 490.</strong> In dem Eigentum ist die Person mit sich selbst zusammengeschlossen. Aber die Sache ist eine abstrakt äußerliche und Ich darin abstrakt äußerlich. Die konkrete Rückkehr meiner in mich in der Äußerlichkeit ist, daß Ich, die <em>unendliche</em> Beziehung meiner auf mich, als Person die Repulsion meiner von mir selbst bin und in dem <em>Sein anderer Personen,</em> meiner Beziehung auf sie und dem Anerkanntsein von ihnen, das gegenseitig ist, das Dasein meiner Persönlichkeit habe.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1827)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/71/#comment-2323</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1827)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 May 1827 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=881#comment-2323</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 490:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 490.&lt;/strong&gt; In dem Eigenthum ist die Person mit sich selbst zusammengeschlossen. Aber die Sache ist zugleich eine abstract äußerliche, und Ich darin äußerlich. Diese Aeußerlichkeit ist näher, daß Ich als Person, die unendliche Beziehung meiner auf mich, die Repulsion meiner von mir selbst bin, und die höhere Seite meiner Realisirung in dem Seyn anderer Personen und meiner Beziehung auf sie habe.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 490:</em></p>
<p><strong>§ 490.</strong> In dem Eigenthum ist die Person mit sich selbst zusammengeschlossen. Aber die Sache ist zugleich eine abstract äußerliche, und Ich darin äußerlich. Diese Aeußerlichkeit ist näher, daß Ich als Person, die unendliche Beziehung meiner auf mich, die Repulsion meiner von mir selbst bin, und die höhere Seite meiner Realisirung in dem Seyn anderer Personen und meiner Beziehung auf sie habe.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/71/#comment-1748</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 1822 08:08:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=881#comment-1748</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 71]
Es ist immer eine &lt;em&gt;höhere Vorstellung&lt;/em&gt; - Zweck - die man dem Leben entgegensetzt - Beziehung auf Moralität - beim Selbstmord - höhere Idee, in der ich mich zum Richter machen -
&lt;em&gt;Tapferkeit&lt;/em&gt; - eines Schneiders, Magd, Hausknecht; - Mangel, Dürftigkeit - sie bis hinaus zu empfindender Trägheit - Tapferkeit nur als gegen ein Furchtbares - Großes - Mächtiges - d. h. hier gegen &lt;em&gt;meine&lt;/em&gt; Größe, - &lt;em&gt;meine&lt;/em&gt; Vortrefflichkeit - Ein elender Kerl bringt sich um - ein Mädchen, das ein Kind hat, gestohlen, weiß &lt;em&gt;sich nicht zu helfen&lt;/em&gt; - bringt sich um - kann die Schande nicht ertragen; - eine Unangemessenheit, die nicht stattfinden soll - wird für nichts Großes geachtet - aber Werther, sonst ein groß denkender, groß empfindender Mensch - d. i. seine Größe, über die er Meister werden soll - Es ist dasselbe - er ist verfangen in seiner Empfindung, in seiner Lage - solche Liebe, solche Naturempfindung soll befriedigt werden*  - soll höheres Interesse in sich haben - &lt;em&gt;weiß sich nicht zu helfen&lt;/em&gt; - es ist dasselbe - Hohlheit, Leerheit des Lebens, des Geistes - Negatives - gegen das Bedürfnis von Interesse - 
Ich bin Herr über mein Leben - jeder andere ebensogut - &lt;em&gt;Hobbes&lt;/em&gt;: jeder kann den andern umbringen, - daher alle Menschen gleich - Ich habe allein das &lt;em&gt;wahrhafte&lt;/em&gt; Urteil - Jeder macht sich ein Urteil, ob ich verdiene zu leben - [Karl L.] &lt;em&gt;Sand&lt;/em&gt; - ein elender Kerl - ob ich &lt;em&gt;es sei&lt;/em&gt; - soll nur ich das &lt;em&gt;wahrhafte&lt;/em&gt; Urteil haben. Ich am wenigsten.
&lt;em&gt;Ehre&lt;/em&gt; - Hannibal, Cato, Brutus - Große Individuen - diese soll entzogen werden - diesen Umständen, die sie entehren - Recht der &lt;em&gt;Ehre des Individuums&lt;/em&gt; gegen &lt;em&gt;diese Umstände&lt;/em&gt; - die Ehre, - gegen &lt;em&gt;mich&lt;/em&gt; in &lt;em&gt;diesen&lt;/em&gt; Umständen. 
Herkules verbrennt sich auf dem Scheiterhaufen - vergiftet von dem Kleide der Dejanira - übernimmt selbst das Schicksal -
Wenn ein wahrhaft hohes Recht erworben worden, diese Umstände nicht ihr adäquat, zu unangemessen - ein &lt;em&gt;Heros&lt;/em&gt; - jeder macht sich zu solchem &lt;em&gt;Heros&lt;/em&gt; -
Wirft sich herum zwischen zwei Gegensätzen
α) Elender, der &lt;em&gt;nicht verdient&lt;/em&gt; zu leben - du zu elend für dies Leben - dies Leben ist etwas Besseres, als du verdienst - 
β) Hoher, &lt;em&gt;dessen das Leben, dieses Leben&lt;/em&gt; - Stand - diese Umstände - &lt;em&gt;nicht würdig&lt;/em&gt; ist - dies Leben ist zu vortrefflich - dies mein Leben ist das Vortreffliche - Solche &lt;em&gt;Eitelkeit&lt;/em&gt;, Hochmut -
Tapferkeit - höhere Pflichten - General an der Spitze - stürzt sich in die Feinde, wird getötet - französische Schiffskapitäne - bei Isle de France lassen sich töten - dies nicht was von ihnen verlangt wird -
&lt;em&gt;Unglück&lt;/em&gt; überhaupt - konnte das Leben nicht aushalten. Aber ein anderes ist Achten, Ehren 

[zu § 71 Anm.]
Übergang
α) Ich bleibe Eigentümer - des &lt;em&gt;Allgemeinen&lt;/em&gt; - gebe das Besondere auf
β) Allgemeinheit als &lt;em&gt;gemeinsamer&lt;/em&gt; Willen - über das Besondere - denn Wert steckt im Besonderen -
γ) Tausch - Prozeß - Erwerbung einer Sache, die einem andern freien Willen angehört. 
a) Dasein der Freiheit - Sache die meinige
b) Aber die Sache ist eine besondere - das Aufheben ihrer Besonderheit ist - a) diese kann ich mir nur aneignen durch Gebrauch - Vernichtung derselben - β) das Aufheben ihrer Besonderheit - durch Entäußerung
In dem einen und dem andern Falle bin ich nicht mehr Eigentümer. - Bleibt Widerspruch, daß die unmittelbare Sache mein Eigentum sein soll; - und doch soll ich Eigentümer sein, meine Freiheit Dasein haben -
Zur unmittelbaren Einzelheit des Dinges habe ich kein anderes Verhältnis als Person, als es zu verzehren, gebrauchen - oder ihm zu entsagen - 
Seite des Daseins α) als äußerlicher Sache, β) für andern freien Willen -
Dies wahrhafte Dasein des freien Willens für den Andern, mit dem Andern - durch ihn anerkannt - Ich bleibe Eigentümer. 
Hierin mir, als Eigentümer, in dem eigentlichen Element der Freiheit - &lt;em&gt;gegenständlich&lt;/em&gt; - nicht gefürchtet, hochgeachtet, - lassen es meiner Gewalt zu -
sondern gegenständlich α) Äußerlichkeit, Dasein, β) daseiendes Element des freien Willens würdig -
&lt;em&gt;Vertrag - reales Dasein&lt;/em&gt; des Eigentums. 
Übergang - a) Unmittelbare Besitzergreifung
Es tritt sogleich b) mittelbare - durch den Willen eines andern [hinzu]. 
Vorhergehende Vermittlungen sind subjektiv - durch Zeichen, durch meine Tätigkeit. 

*[darüber:] Witwen in Ostindien]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 71]<br />
Es ist immer eine <em>höhere Vorstellung</em> &#8211; Zweck &#8211; die man dem Leben entgegensetzt &#8211; Beziehung auf Moralität &#8211; beim Selbstmord &#8211; höhere Idee, in der ich mich zum Richter machen &#8211;<br />
<em>Tapferkeit</em> &#8211; eines Schneiders, Magd, Hausknecht; &#8211; Mangel, Dürftigkeit &#8211; sie bis hinaus zu empfindender Trägheit &#8211; Tapferkeit nur als gegen ein Furchtbares &#8211; Großes &#8211; Mächtiges &#8211; d. h. hier gegen <em>meine</em> Größe, &#8211; <em>meine</em> Vortrefflichkeit &#8211; Ein elender Kerl bringt sich um &#8211; ein Mädchen, das ein Kind hat, gestohlen, weiß <em>sich nicht zu helfen</em> &#8211; bringt sich um &#8211; kann die Schande nicht ertragen; &#8211; eine Unangemessenheit, die nicht stattfinden soll &#8211; wird für nichts Großes geachtet &#8211; aber Werther, sonst ein groß denkender, groß empfindender Mensch &#8211; d. i. seine Größe, über die er Meister werden soll &#8211; Es ist dasselbe &#8211; er ist verfangen in seiner Empfindung, in seiner Lage &#8211; solche Liebe, solche Naturempfindung soll befriedigt werden*  &#8211; soll höheres Interesse in sich haben &#8211; <em>weiß sich nicht zu helfen</em> &#8211; es ist dasselbe &#8211; Hohlheit, Leerheit des Lebens, des Geistes &#8211; Negatives &#8211; gegen das Bedürfnis von Interesse &#8211;<br />
Ich bin Herr über mein Leben &#8211; jeder andere ebensogut &#8211; <em>Hobbes</em>: jeder kann den andern umbringen, &#8211; daher alle Menschen gleich &#8211; Ich habe allein das <em>wahrhafte</em> Urteil &#8211; Jeder macht sich ein Urteil, ob ich verdiene zu leben &#8211; [Karl L.] <em>Sand</em> &#8211; ein elender Kerl &#8211; ob ich <em>es sei</em> &#8211; soll nur ich das <em>wahrhafte</em> Urteil haben. Ich am wenigsten.<br />
<em>Ehre</em> &#8211; Hannibal, Cato, Brutus &#8211; Große Individuen &#8211; diese soll entzogen werden &#8211; diesen Umständen, die sie entehren &#8211; Recht der <em>Ehre des Individuums</em> gegen <em>diese Umstände</em> &#8211; die Ehre, &#8211; gegen <em>mich</em> in <em>diesen</em> Umständen.<br />
Herkules verbrennt sich auf dem Scheiterhaufen &#8211; vergiftet von dem Kleide der Dejanira &#8211; übernimmt selbst das Schicksal &#8211;<br />
Wenn ein wahrhaft hohes Recht erworben worden, diese Umstände nicht ihr adäquat, zu unangemessen &#8211; ein <em>Heros</em> &#8211; jeder macht sich zu solchem <em>Heros</em> &#8211;<br />
Wirft sich herum zwischen zwei Gegensätzen<br />
α) Elender, der <em>nicht verdient</em> zu leben &#8211; du zu elend für dies Leben &#8211; dies Leben ist etwas Besseres, als du verdienst &#8211;<br />
β) Hoher, <em>dessen das Leben, dieses Leben</em> &#8211; Stand &#8211; diese Umstände &#8211; <em>nicht würdig</em> ist &#8211; dies Leben ist zu vortrefflich &#8211; dies mein Leben ist das Vortreffliche &#8211; Solche <em>Eitelkeit</em>, Hochmut &#8211;<br />
Tapferkeit &#8211; höhere Pflichten &#8211; General an der Spitze &#8211; stürzt sich in die Feinde, wird getötet &#8211; französische Schiffskapitäne &#8211; bei Isle de France lassen sich töten &#8211; dies nicht was von ihnen verlangt wird &#8211;<br />
<em>Unglück</em> überhaupt &#8211; konnte das Leben nicht aushalten. Aber ein anderes ist Achten, Ehren </p>
<p>[zu § 71 Anm.]<br />
Übergang<br />
α) Ich bleibe Eigentümer &#8211; des <em>Allgemeinen</em> &#8211; gebe das Besondere auf<br />
β) Allgemeinheit als <em>gemeinsamer</em> Willen &#8211; über das Besondere &#8211; denn Wert steckt im Besonderen &#8211;<br />
γ) Tausch &#8211; Prozeß &#8211; Erwerbung einer Sache, die einem andern freien Willen angehört.<br />
a) Dasein der Freiheit &#8211; Sache die meinige<br />
b) Aber die Sache ist eine besondere &#8211; das Aufheben ihrer Besonderheit ist &#8211; a) diese kann ich mir nur aneignen durch Gebrauch &#8211; Vernichtung derselben &#8211; β) das Aufheben ihrer Besonderheit &#8211; durch Entäußerung<br />
In dem einen und dem andern Falle bin ich nicht mehr Eigentümer. &#8211; Bleibt Widerspruch, daß die unmittelbare Sache mein Eigentum sein soll; &#8211; und doch soll ich Eigentümer sein, meine Freiheit Dasein haben &#8211;<br />
Zur unmittelbaren Einzelheit des Dinges habe ich kein anderes Verhältnis als Person, als es zu verzehren, gebrauchen &#8211; oder ihm zu entsagen &#8211;<br />
Seite des Daseins α) als äußerlicher Sache, β) für andern freien Willen &#8211;<br />
Dies wahrhafte Dasein des freien Willens für den Andern, mit dem Andern &#8211; durch ihn anerkannt &#8211; Ich bleibe Eigentümer.<br />
Hierin mir, als Eigentümer, in dem eigentlichen Element der Freiheit &#8211; <em>gegenständlich</em> &#8211; nicht gefürchtet, hochgeachtet, &#8211; lassen es meiner Gewalt zu &#8211;<br />
sondern gegenständlich α) Äußerlichkeit, Dasein, β) daseiendes Element des freien Willens würdig &#8211;<br />
<em>Vertrag &#8211; reales Dasein</em> des Eigentums.<br />
Übergang &#8211; a) Unmittelbare Besitzergreifung<br />
Es tritt sogleich b) mittelbare &#8211; durch den Willen eines andern [hinzu].<br />
Vorhergehende Vermittlungen sind subjektiv &#8211; durch Zeichen, durch meine Tätigkeit. </p>
<p>*[darüber:] Witwen in Ostindien</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hegel (Enzyklopädie 1817)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/71/#comment-2321</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Enzyklopädie 1817)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 1817 23:06:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=881#comment-2321</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;&lt;em&gt;Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 405:&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;§ 405.&lt;/strong&gt; Mein Willen ist damit zunächst äusserlich und für andere. Indem ich Person, die &lt;em&gt;unendliche Beziehung&lt;/em&gt; meiner auf mich bin, bin ich die absolute Repulsion meiner von mir selbst, habe meine Realisirung nur in dem Seyn anderer Personen, und bin darin erst eine &lt;em&gt;wirkliche Person für mich&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 405:</em></p>
<p><strong>§ 405.</strong> Mein Willen ist damit zunächst äusserlich und für andere. Indem ich Person, die <em>unendliche Beziehung</em> meiner auf mich bin, bin ich die absolute Repulsion meiner von mir selbst, habe meine Realisirung nur in dem Seyn anderer Personen, und bin darin erst eine <em>wirkliche Person für mich</em>.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
