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	Kommentare zu: 73	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/73/#comment-3088</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:36:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 73: Warum ich Eigentum weggeben muss

Wir wissen schon: Ich kann eine Sache weggeben. Jetzt geht es um mehr. Ich muss Eigentum auch als Eigentum weggeben. Nur so wird mein Wille für mich wirklich greifbar.

Wie ist das gemeint?

Wenn ich einem anderen etwas gebe, dann will er es haben. Mein Wille geht in seinen Willen über. So sehe ich meinen Willen draußen, in einem anderen Menschen. Er ist dann nicht mehr nur in mir.

Zwei Willen werden eins. Beide wollen dasselbe. Darin geben sie ihren Unterschied auf.

Und doch bleiben beide verschieden. Der Käufer will die Ware. Der Verkäufer will das Geld. Jeder bleibt ein eigener Wille, mit eigenen Zielen.

Zusammenfassung: Im Vertrag werden zwei Willen eins und bleiben doch zwei. So wird mein Wille in einem anderen Menschen sichtbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 73: Warum ich Eigentum weggeben muss</p>
<p>Wir wissen schon: Ich kann eine Sache weggeben. Jetzt geht es um mehr. Ich muss Eigentum auch als Eigentum weggeben. Nur so wird mein Wille für mich wirklich greifbar.</p>
<p>Wie ist das gemeint?</p>
<p>Wenn ich einem anderen etwas gebe, dann will er es haben. Mein Wille geht in seinen Willen über. So sehe ich meinen Willen draußen, in einem anderen Menschen. Er ist dann nicht mehr nur in mir.</p>
<p>Zwei Willen werden eins. Beide wollen dasselbe. Darin geben sie ihren Unterschied auf.</p>
<p>Und doch bleiben beide verschieden. Der Käufer will die Ware. Der Verkäufer will das Geld. Jeder bleibt ein eigener Wille, mit eigenen Zielen.</p>
<p>Zusammenfassung: Im Vertrag werden zwei Willen eins und bleiben doch zwei. So wird mein Wille in einem anderen Menschen sichtbar.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/73/#comment-2761</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:09:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit&quot; title=&quot;Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Notwendigkeit&lt;/a&gt; der Entäußerung aus dem &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; — damit mein Wille als daseiender mir gegenständlich sei, muss er entäußert werden; als entäußerter ist er zugleich ein anderer, und real ist diese Notwendigkeit als Einheit unterschiedener Willen.&lt;/em&gt;

§ 65 hatte gesagt, dass ich mich entäußern kann; hier wird gezeigt, dass ich es muss. Ein Wille, der nur meiner ist, hat kein &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt;, sondern bleibt Innerlichkeit; gegenständlich wird er mir erst, wenn er mir gegenübertritt, und gegenübertreten kann er nur, indem er zugleich der Wille eines anderen ist. Die Einheit, in der das geschieht, ist deshalb keine Verschmelzung: In derselben &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt;, in der beide Willen identisch sind, bleibt jeder ein eigener. Hegel hält ausdrücklich fest, dass dies „auf dieser Stufe“ gilt — die Einheit ist noch nicht die &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz&quot; title=&quot;Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;substantielle&lt;/a&gt; der Sittlichkeit, sondern eine, die den Unterschied der Willen als bestehenden voraussetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-zufaelligkeit" title="Notwendig heißt bei Hegel nicht: es muss so kommen, sondern: es folgt aus dem Begriff." rel="ugc">Notwendigkeit</a> der Entäußerung aus dem <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> — damit mein Wille als daseiender mir gegenständlich sei, muss er entäußert werden; als entäußerter ist er zugleich ein anderer, und real ist diese Notwendigkeit als Einheit unterschiedener Willen.</em></p>
<p>§ 65 hatte gesagt, dass ich mich entäußern kann; hier wird gezeigt, dass ich es muss. Ein Wille, der nur meiner ist, hat kein <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a>, sondern bleibt Innerlichkeit; gegenständlich wird er mir erst, wenn er mir gegenübertritt, und gegenübertreten kann er nur, indem er zugleich der Wille eines anderen ist. Die Einheit, in der das geschieht, ist deshalb keine Verschmelzung: In derselben <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a>, in der beide Willen identisch sind, bleibt jeder ein eigener. Hegel hält ausdrücklich fest, dass dies „auf dieser Stufe“ gilt — die Einheit ist noch nicht die <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-substanz" title="Substanz ist das Tragende, das nicht neben seinen Bestimmungen steht, sondern nur in ihnen ist." rel="ugc">substantielle</a> der Sittlichkeit, sondern eine, die den Unterschied der Willen als bestehenden voraussetzt.</p>
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		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/73/#comment-1750</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 1822 08:06:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Entäußerung meines Eigentums - d. i. nicht der &lt;em&gt;besonderen&lt;/em&gt; Sache - dies ist keine Entäußerung meines Willens - d. i. nicht der Seite, nach der Eigentum mein als des freien Willens ist, - 
Daß ich mir als &lt;em&gt;freier&lt;/em&gt; Wille &lt;em&gt;objektiv&lt;/em&gt; sei - d. i. als ein andrer freier Wille. 
&lt;em&gt;Wahrhafte Entäußerung&lt;/em&gt; des Willens - Objektivierung desselben
Entäußerung, in welcher ich Eigentümer bleibe - und eine Erhaltung desselben bei mir
Dies Begriff, Bestimmtheit dieser Sphäre. Ebenso mich zurücknehmen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Entäußerung meines Eigentums &#8211; d. i. nicht der <em>besonderen</em> Sache &#8211; dies ist keine Entäußerung meines Willens &#8211; d. i. nicht der Seite, nach der Eigentum mein als des freien Willens ist, &#8211;<br />
Daß ich mir als <em>freier</em> Wille <em>objektiv</em> sei &#8211; d. i. als ein andrer freier Wille.<br />
<em>Wahrhafte Entäußerung</em> des Willens &#8211; Objektivierung desselben<br />
Entäußerung, in welcher ich Eigentümer bleibe &#8211; und eine Erhaltung desselben bei mir<br />
Dies Begriff, Bestimmtheit dieser Sphäre. Ebenso mich zurücknehmen</p>
]]></content:encoded>
		
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