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	Kommentare zu: 88	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/88/#comment-3103</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:36:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 88: Wie Betrug funktioniert

Wenn ich etwas kaufe, will ich zweierlei. Ich will diese bestimmte Sache. Und ich will sie zu ihrem Wert. Außerdem soll sie wirklich dem gehören, der sie mir verkauft.

Genau hier setzt der Betrug an.

Ein Beispiel: Jemand verkauft ein altes Pferd. Vorher hat er ihm die Zähne abgefeilt, damit es jünger wirkt. Der Käufer sieht sich das Pferd an. Er reitet Probe. Er ist einverstanden und zahlt.

Was ist daran richtig?

Beide haben frei zugestimmt. Es ging um genau dieses Pferd. So weit ist alles in Ordnung.

Was fehlt?

Der Wert stimmt nicht. Das Pferd ist viel weniger wert, als der Käufer glaubt. Der Verkäufer hat ihm einen falschen Schein vorgespielt. Übrig bleibt nur: Dieses Pferd ist dieses Pferd. Das Allgemeine, der wahre Wert, ist aus dem Handel verschwunden.

Zusammenfassung: Beim Betrug stimmt der Handel äußerlich. Beide haben zugestimmt. Aber der Wert fehlt, weil einer den anderen getäuscht hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 88: Wie Betrug funktioniert</p>
<p>Wenn ich etwas kaufe, will ich zweierlei. Ich will diese bestimmte Sache. Und ich will sie zu ihrem Wert. Außerdem soll sie wirklich dem gehören, der sie mir verkauft.</p>
<p>Genau hier setzt der Betrug an.</p>
<p>Ein Beispiel: Jemand verkauft ein altes Pferd. Vorher hat er ihm die Zähne abgefeilt, damit es jünger wirkt. Der Käufer sieht sich das Pferd an. Er reitet Probe. Er ist einverstanden und zahlt.</p>
<p>Was ist daran richtig?</p>
<p>Beide haben frei zugestimmt. Es ging um genau dieses Pferd. So weit ist alles in Ordnung.</p>
<p>Was fehlt?</p>
<p>Der Wert stimmt nicht. Das Pferd ist viel weniger wert, als der Käufer glaubt. Der Verkäufer hat ihm einen falschen Schein vorgespielt. Übrig bleibt nur: Dieses Pferd ist dieses Pferd. Das Allgemeine, der wahre Wert, ist aus dem Handel verschwunden.</p>
<p>Zusammenfassung: Beim Betrug stimmt der Handel äußerlich. Beide haben zugestimmt. Aber der Wert fehlt, weil einer den anderen getäuscht hat.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/88/#comment-2776</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:09:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Der Betrug als &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich&quot; title=&quot;Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unendliches&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss&quot; title=&quot;Das Urteil ist bei Hegel die ursprüngliche Teilung des Begriffs in seine Momente, nicht eine Meinung.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Urteil&lt;/a&gt; nach seinem positiven Ausdrucke oder identischen Bedeutung — der Vertrag stimmt hinsichtlich der Sache in ihrer &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbaren&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Einzelnheit&lt;/a&gt;, während die Seite des &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich&quot; title=&quot;An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;an sich&lt;/a&gt; seienden &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit&quot; title=&quot;Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Allgemeinen&lt;/a&gt; fehlt.&lt;/em&gt;

Erworben wird im Vertrag immer beides, diese bestimmte Sache und ihre allgemeine Seite, nämlich der Wert und die Herkunft aus dem Eigentum des anderen. Der Betrug lässt die erste Seite unangetastet und täuscht über die zweite. Der Verweis auf das unendliche Urteil trifft genau das, wobei hier die positive Seite derselben Urteilsform gemeint ist, die § 53 nach ihrer &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet&quot; title=&quot;Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;negativen&lt;/a&gt; Seite gebraucht hatte: In seiner positiven &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form&quot; title=&quot;Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Form&lt;/a&gt; sagt ein solches Urteil nur die leere &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet&quot; title=&quot;Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Identität&lt;/a&gt; aus, dass diese Sache diese Sache sei, und ist damit formal richtig, ohne etwas zu sagen, weil ihm jede allgemeine &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung&quot; title=&quot;Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Bestimmung&lt;/a&gt; fehlt. Ebenso ist der betrügerische Vertrag als Tausch über dieses Ding vollkommen in Ordnung und dennoch kein Vertrag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Betrug als <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unendlich" title="Wahrhaft unendlich ist, was in seinem Anderen bei sich selbst ist — nicht das, was immer so weitergeht." rel="ugc">unendliches</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-schluss" title="Das Urteil ist bei Hegel die ursprüngliche Teilung des Begriffs in seine Momente, nicht eine Meinung." rel="ugc">Urteil</a> nach seinem positiven Ausdrucke oder identischen Bedeutung — der Vertrag stimmt hinsichtlich der Sache in ihrer <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbaren</a> <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Einzelnheit ist nicht das Dritte neben Allgemeinheit und Besonderheit, sondern beides in einem: sich beschränken und dabei bei sich bleiben. Das ist Hegels Begriff der Freiheit. Die Form mit n ist Hegels eigene; eine Einzelheit im heutigen Sinn — ein Detail — ist nie gemeint." rel="ugc">Einzelnheit</a>, während die Seite des <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-an-sich" title="An sich heißt: der Sache nach, seinem Begriffe nach, aber noch nicht gewußt und noch nicht verwirklicht. Wo es steht, ist etwas noch nicht eingelöst." rel="ugc">an sich</a> seienden <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-allgemeinheit" title="Allgemeinheit ist das Vermögen, von allem Bestimmten wegzusehen. Für sich allein genommen ist sie die Freiheit der Leere." rel="ugc">Allgemeinen</a> fehlt.</em></p>
<p>Erworben wird im Vertrag immer beides, diese bestimmte Sache und ihre allgemeine Seite, nämlich der Wert und die Herkunft aus dem Eigentum des anderen. Der Betrug lässt die erste Seite unangetastet und täuscht über die zweite. Der Verweis auf das unendliche Urteil trifft genau das, wobei hier die positive Seite derselben Urteilsform gemeint ist, die § 53 nach ihrer <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-negativitaet" title="Negation meint nicht Verneinung im Streit, sondern Begrenzung: bestimmt sein heißt, nicht alles andere zu sein. Und weil sie die Negation von diesem ist, bleibt ein bestimmtes Ergebnis zurück, nicht nichts." rel="ugc">negativen</a> Seite gebraucht hatte: In seiner positiven <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-form" title="Form ist nicht das Äußerliche gegenüber dem Inhalt, sondern die Weise, in der der Inhalt sich gliedert. Bloß formell heißt: die Weise ist da, der Inhalt fehlt noch." rel="ugc">Form</a> sagt ein solches Urteil nur die leere <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-identitaet" title="Identität ist bei Hegel nie die leere Gleichheit A = A, sondern immer die Identität eines Unterschiedenen." rel="ugc">Identität</a> aus, dass diese Sache diese Sache sei, und ist damit formal richtig, ohne etwas zu sagen, weil ihm jede allgemeine <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-bestimmung" title="Bestimmung ist die Bestimmtheit als das Eigene eines Dinges: was es an sich ist und an ihm sein soll." rel="ugc">Bestimmung</a> fehlt. Ebenso ist der betrügerische Vertrag als Tausch über dieses Ding vollkommen in Ordnung und dennoch kein Vertrag.</p>
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