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	Kommentare zu: 92	</title>
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		<title>
		Von: Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/92/#comment-3107</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:36:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[§ 92: Gewalt zerstört sich selbst

Frei ist der Wille erst, wenn er in der Welt da ist. In meinem Eigentum, in meinem Körper, in meinem Tun. Dort hat meine Freiheit ihr Dasein.

Was tut nun die Gewalt?

Auch die Gewalt ist die Tat eines Willens. Aber sie richtet sich genau gegen das Dasein eines Willens. Sie zerstört, was ein anderer Wille in die Welt gesetzt hat.

Darin steckt ein Widerspruch. Ein Wille zeigt sich, indem er den Willen überhaupt verneint. Er sägt an dem Ast, auf dem er selbst sitzt.

Darum gilt: Gewalt und Zwang sind, für sich genommen, Unrecht.

Zusammenfassung: Gewalt ist ein Wille, der das Dasein des Willens zerstört. Damit widerspricht sie sich selbst. Für sich genommen ist sie immer Unrecht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 92: Gewalt zerstört sich selbst</p>
<p>Frei ist der Wille erst, wenn er in der Welt da ist. In meinem Eigentum, in meinem Körper, in meinem Tun. Dort hat meine Freiheit ihr Dasein.</p>
<p>Was tut nun die Gewalt?</p>
<p>Auch die Gewalt ist die Tat eines Willens. Aber sie richtet sich genau gegen das Dasein eines Willens. Sie zerstört, was ein anderer Wille in die Welt gesetzt hat.</p>
<p>Darin steckt ein Widerspruch. Ein Wille zeigt sich, indem er den Willen überhaupt verneint. Er sägt an dem Ast, auf dem er selbst sitzt.</p>
<p>Darum gilt: Gewalt und Zwang sind, für sich genommen, Unrecht.</p>
<p>Zusammenfassung: Gewalt ist ein Wille, der das Dasein des Willens zerstört. Damit widerspricht sie sich selbst. Für sich genommen ist sie immer Unrecht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Die logische Entwicklung		</title>
		<link>https://grundlinien.de/92/#comment-2780</link>

		<dc:creator><![CDATA[Die logische Entwicklung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:09:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=837#comment-2780</guid>

					<description><![CDATA[&lt;em&gt;Der &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff&quot; title=&quot;Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Begriff&lt;/a&gt; des Zwanges zerstört sich &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar&quot; title=&quot;Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;unmittelbar&lt;/a&gt; selbst — als Äußerung eines Willens, welche die Äußerung eines Willens &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben&quot; title=&quot;Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;aufhebt&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;

Gefragt wird hier nicht, ob Zwang schädlich ist, sondern was er als Begriff ist. Der Wille ist nach der bisherigen &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang&quot; title=&quot;Entwicklung heißt nicht Wachstum in der Zeit, sondern das Heraustreten dessen, was der Sache nach schon da war.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Entwicklung&lt;/a&gt; nur wirklich, sofern er sich ein &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein&quot; title=&quot;Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;Dasein&lt;/a&gt; gegeben hat — Eigentum, Vertrag, Leib —, und dieses Dasein ist nicht Beiwerk, sondern das Sein der Freiheit selbst. Zwang ist nun ein Akt des Willens, der genau dieses Dasein eines Willens vernichtet; er &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen&quot; title=&quot;Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;setzt&lt;/a&gt; also die Geltung des Willens voraus und hebt sie im selben Zug auf. An diesem Sichselbstzerstören, nicht an einer von außen angelegten Bewertung, zeigt sich, dass Gewalt &lt;a href=&quot;https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt&quot; title=&quot;Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig.&quot; rel=&quot;ugc&quot;&gt;abstrakt&lt;/a&gt; genommen unrechtlich ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-begriff" title="Der Begriff ist nicht die Vorstellung, die wir uns machen, sondern das, was die Sache selbst treibt. Deshalb kann eine Sache ihrem Begriff auch nicht entsprechen." rel="ugc">Begriff</a> des Zwanges zerstört sich <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-unmittelbar" title="Unmittelbar heißt: ohne Voraussetzung, einfach vorgefunden, noch nicht durch anderes hindurch. Bei Hegel kennzeichnet das einen Anfang, der noch nichts weiß." rel="ugc">unmittelbar</a> selbst — als Äußerung eines Willens, welche die Äußerung eines Willens <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-aufheben" title="Aufheben hat bei Hegel ausdrücklich zwei Bedeutungen: aufbewahren und beenden. Das Aufgehobene ist weder weg noch unverändert da — es ist zum Moment geworden." rel="ugc">aufhebt</a>.</em></p>
<p>Gefragt wird hier nicht, ob Zwang schädlich ist, sondern was er als Begriff ist. Der Wille ist nach der bisherigen <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-uebergang" title="Entwicklung heißt nicht Wachstum in der Zeit, sondern das Heraustreten dessen, was der Sache nach schon da war." rel="ugc">Entwicklung</a> nur wirklich, sofern er sich ein <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-dasein" title="Dasein ist bestimmtes Sein — Sein, das eine Grenze und damit eine Gestalt in der Welt hat." rel="ugc">Dasein</a> gegeben hat — Eigentum, Vertrag, Leib —, und dieses Dasein ist nicht Beiwerk, sondern das Sein der Freiheit selbst. Zwang ist nun ein Akt des Willens, der genau dieses Dasein eines Willens vernichtet; er <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-setzen" title="Setzen heißt: hervorbringen, und zwar so, dass das Hervorgebrachte als das eigene erkennbar bleibt. Was ich mir selbst setze, bindet mich nicht wie eine fremde Schranke — ich kann es zurücknehmen." rel="ugc">setzt</a> also die Geltung des Willens voraus und hebt sie im selben Zug auf. An diesem Sichselbstzerstören, nicht an einer von außen angelegten Bewertung, zeigt sich, dass Gewalt <a href="https://grundlinien.de/grammatik-der-logischen-begriffe/#op-abstrakt" title="Abstrakt heißt bei Hegel nicht schwer verständlich, sondern arm: aus dem Zusammenhang herausgerissen, einseitig." rel="ugc">abstrakt</a> genommen unrechtlich ist.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/92/#comment-1763</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 1822 08:08:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[zu § 92/93]
Zwang ist Gewalt gegen ein natürliches Dasein, worin ein Wille gelegt ist - ist dieser Wille besonderer Wille gegen den allgemeinen, &lt;em&gt;so ist es an sich&lt;/em&gt; Zwang - oder der Wille ist erst an sich -
Diesen an sich seienden Willen zu übernehmen, der nicht wissentlicher - kommt vor auf dem Wege zum bewußten Willen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 92/93]<br />
Zwang ist Gewalt gegen ein natürliches Dasein, worin ein Wille gelegt ist &#8211; ist dieser Wille besonderer Wille gegen den allgemeinen, <em>so ist es an sich</em> Zwang &#8211; oder der Wille ist erst an sich &#8211;<br />
Diesen an sich seienden Willen zu übernehmen, der nicht wissentlicher &#8211; kommt vor auf dem Wege zum bewußten Willen.</p>
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