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	Kommentare für grundlinien.de	</title>
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	<description>G.W.F. Hegel - &#34;Grundlinien der Philosophie des Rechts&#34;</description>
	<lastBuildDate>Fri, 27 Feb 2026 17:26:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Kommentar zu 7 von Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/7/#comment-1862</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 16:50:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=116#comment-1862</guid>

					<description><![CDATA[§ 7: Der dritte Schritt des Willens (Die wahre Freiheit)

Jetzt fügen wir die beiden ersten Schritte zusammen. Der wahre Wille ist die Einheit von beidem:

Der Möglichkeit, alles zu sein (Unendlichkeit).

Der Entscheidung für eine Sache (Endlichkeit).

Was ist die wahre Freiheit? Wahre Freiheit heißt nicht, vor Entscheidungen wegzulaufen (wie in § 5). Sie heißt aber auch nicht, stur bei einer Sache zu kleben (wie in § 6). Freiheit heißt: Ich entscheide mich für eine Sache (ich begrenze mich), aber ich fühle mich darin nicht gefangen. Ich erkenne in dieser Sache mich selbst. Ich bin „bei mir selbst“, auch wenn ich mich an eine Aufgabe oder einen Menschen binde.

Die Einzelheit: Hegel nennt diesen Zustand Einzelheit (oder Subjektivität). Das bedeutet: Ich bin ein Individuum. Ich bin ein ganz bestimmter Mensch (begrenzt), aber in dieser Begrenzung bin ich frei und ganz (unendlich).

Ein Vergleich: Hegel vergleicht die Freiheit mit der Schwere (Schwerkraft) bei einem Himmelskörper. Die Schwerkraft ist nicht etwas, das den Planeten von außen drückt. Sie ist sein eigenes Wesen. Sie hält ihn zusammen. Ohne Schwerkraft würde er zerfallen. Genauso ist die Freiheit die „Schwerkraft“ des Willens. Sie ist kein Spielzeug, sondern das, was den Menschen erst zum Menschen macht.

Warnung an den Verstand: Der normale Verstand versteht die ersten zwei Schritte gut (Freiheit als Auswahl, Freiheit als Beschränkung). Aber den dritten Schritt findet er schwer: Wie kann man gebunden und trotzdem frei sein? Das ist das Spekulative. Das ist das Geheimnis des Geistes: Er macht das Fremde zu seinem Eigenen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 7: Der dritte Schritt des Willens (Die wahre Freiheit)</p>
<p>Jetzt fügen wir die beiden ersten Schritte zusammen. Der wahre Wille ist die Einheit von beidem:</p>
<p>Der Möglichkeit, alles zu sein (Unendlichkeit).</p>
<p>Der Entscheidung für eine Sache (Endlichkeit).</p>
<p>Was ist die wahre Freiheit? Wahre Freiheit heißt nicht, vor Entscheidungen wegzulaufen (wie in § 5). Sie heißt aber auch nicht, stur bei einer Sache zu kleben (wie in § 6). Freiheit heißt: Ich entscheide mich für eine Sache (ich begrenze mich), aber ich fühle mich darin nicht gefangen. Ich erkenne in dieser Sache mich selbst. Ich bin „bei mir selbst“, auch wenn ich mich an eine Aufgabe oder einen Menschen binde.</p>
<p>Die Einzelheit: Hegel nennt diesen Zustand Einzelheit (oder Subjektivität). Das bedeutet: Ich bin ein Individuum. Ich bin ein ganz bestimmter Mensch (begrenzt), aber in dieser Begrenzung bin ich frei und ganz (unendlich).</p>
<p>Ein Vergleich: Hegel vergleicht die Freiheit mit der Schwere (Schwerkraft) bei einem Himmelskörper. Die Schwerkraft ist nicht etwas, das den Planeten von außen drückt. Sie ist sein eigenes Wesen. Sie hält ihn zusammen. Ohne Schwerkraft würde er zerfallen. Genauso ist die Freiheit die „Schwerkraft“ des Willens. Sie ist kein Spielzeug, sondern das, was den Menschen erst zum Menschen macht.</p>
<p>Warnung an den Verstand: Der normale Verstand versteht die ersten zwei Schritte gut (Freiheit als Auswahl, Freiheit als Beschränkung). Aber den dritten Schritt findet er schwer: Wie kann man gebunden und trotzdem frei sein? Das ist das Spekulative. Das ist das Geheimnis des Geistes: Er macht das Fremde zu seinem Eigenen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu 6 von Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/6/#comment-1861</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 16:45:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=108#comment-1861</guid>

					<description><![CDATA[§ 6: Der zweite Schritt des Willens (Sich entscheiden)

Nachdem wir gesehen haben, dass der Wille „Nein“ sagen kann (Unbestimmtheit), schauen wir uns nun das zweite Element an. Das ist der Schritt zur Bestimmtheit.

Was passiert hier? Das „Ich“ bleibt nicht in der Leere. Es geht über zur Unterscheidung. Es setzt sich ein Ziel. Es wählt einen Inhalt.

Egal woher der Inhalt kommt (ob aus der Natur, wie Hunger, oder aus dem Geist, wie ein Plan): Das Ich macht ihn zu seinem.

Indem ich mich entscheide („Ich will das“), trete ich in die Wirklichkeit (das Dasein) ein.

Der Preis (Die Endlichkeit): Dieser Schritt macht mich endlich.

Vorher (in § 5) war ich „unendlich“, weil ich alles hätte sein können.

Jetzt bin ich ein Bestimmter (z.B. ein Bäcker, ein Ehemann, ein Wähler). Ich habe mich eingeschränkt. Das ist das absolute Moment der Endlichkeit. Ohne diesen Schritt wäre ich gar nicht wirklich da.

Der Fehler von Fichte und Kant: Andere Philosophen (wie Fichte) dachten:

Das Ich ist eigentlich unendlich (positiv).

Dann kommt von außen eine Schranke (negativ), die das Ich begrenzt. Hegel sagt: Das ist falsch. Die Schranke kommt nicht von außen. Das Ich setzt die Schranke selbst. Die „Negativität“ (das Einschränken) ist eine eigene Tätigkeit des Willens. Nur indem ich mich selbst einschränke, werde ich etwas Reales.

Zusammenfassung: Um wirklich zu sein, muss man den Mut haben, nicht alles zu sein, sondern etwas Bestimmtes. Man muss sich begrenzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 6: Der zweite Schritt des Willens (Sich entscheiden)</p>
<p>Nachdem wir gesehen haben, dass der Wille „Nein“ sagen kann (Unbestimmtheit), schauen wir uns nun das zweite Element an. Das ist der Schritt zur Bestimmtheit.</p>
<p>Was passiert hier? Das „Ich“ bleibt nicht in der Leere. Es geht über zur Unterscheidung. Es setzt sich ein Ziel. Es wählt einen Inhalt.</p>
<p>Egal woher der Inhalt kommt (ob aus der Natur, wie Hunger, oder aus dem Geist, wie ein Plan): Das Ich macht ihn zu seinem.</p>
<p>Indem ich mich entscheide („Ich will das“), trete ich in die Wirklichkeit (das Dasein) ein.</p>
<p>Der Preis (Die Endlichkeit): Dieser Schritt macht mich endlich.</p>
<p>Vorher (in § 5) war ich „unendlich“, weil ich alles hätte sein können.</p>
<p>Jetzt bin ich ein Bestimmter (z.B. ein Bäcker, ein Ehemann, ein Wähler). Ich habe mich eingeschränkt. Das ist das absolute Moment der Endlichkeit. Ohne diesen Schritt wäre ich gar nicht wirklich da.</p>
<p>Der Fehler von Fichte und Kant: Andere Philosophen (wie Fichte) dachten:</p>
<p>Das Ich ist eigentlich unendlich (positiv).</p>
<p>Dann kommt von außen eine Schranke (negativ), die das Ich begrenzt. Hegel sagt: Das ist falsch. Die Schranke kommt nicht von außen. Das Ich setzt die Schranke selbst. Die „Negativität“ (das Einschränken) ist eine eigene Tätigkeit des Willens. Nur indem ich mich selbst einschränke, werde ich etwas Reales.</p>
<p>Zusammenfassung: Um wirklich zu sein, muss man den Mut haben, nicht alles zu sein, sondern etwas Bestimmtes. Man muss sich begrenzen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu 5 von Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/5/#comment-1860</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 16:37:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=100#comment-1860</guid>

					<description><![CDATA[§ 5: Der erste Schritt des Willens (Die Möglichkeit, Nein zu sagen)

Der Wille besteht aus drei Teilen (Momenten). Hier schauen wir uns den ersten Teil an. Das ist das Element der reinen Unbestimmtheit.

Was heißt das? Ich kann mich als Mensch von allem lösen.

Ich kann meine Bedürfnisse ignorieren (Hunger, Durst).

Ich kann meine Umstände vergessen (wo ich bin, wer ich bin).

Ich kann mich in mein reines Denken zurückziehen. In diesem Moment bin ich ganz frei von Einschränkungen. Ich bin nur noch „Ich“. Das ist die absolute Abstraktion.

Wichtige Anmerkung: Manche Leute glauben, Denken und Wollen seien zwei verschiedene Dinge. Das ist falsch. Dieser erste Schritt zeigt: Wollen ist Denken. Nur weil ich denken kann, kann ich mich von meinen Trieben lösen.

Die Gefahr (Die negative Freiheit): Wenn man glaubt, dass nur dieses „Loslösen“ schon die ganze Freiheit ist, wird es gefährlich. Wir nennen das die negative Freiheit oder die Freiheit des Verstandes. Warum ist sie gefährlich? Weil sie keinen Inhalt hat. Sie ist leer. Wenn diese leere Freiheit versucht, in der wirklichen Welt zu handeln, wird sie zum Fanatismus:

In der Religion: Man zieht sich völlig aus der Welt zurück (wie manche indische Mönche), man will „Nichts“ sein.

In der Politik: Man will die totale Gleichheit und zerstört jede Ordnung.

Jede Regierung, jede Institution, jede Gruppe ist eine „Bestimmung“ (eine Einschränkung).

Die negative Freiheit hasst diese Einschränkungen. Sie will alles zertrümmern.

Sie denkt, sie will das Gute, aber sie erzeugt nur die „Furie des Zerstörens“ (wie in der Französischen Revolution). Sie kann nur zerstören, aber nichts aufbauen.

Zusammenfassung: Die Fähigkeit, „Nein“ zu sagen, ist der Anfang der Freiheit. Aber wer nur „Nein“ sagt, zerstört die Welt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 5: Der erste Schritt des Willens (Die Möglichkeit, Nein zu sagen)</p>
<p>Der Wille besteht aus drei Teilen (Momenten). Hier schauen wir uns den ersten Teil an. Das ist das Element der reinen Unbestimmtheit.</p>
<p>Was heißt das? Ich kann mich als Mensch von allem lösen.</p>
<p>Ich kann meine Bedürfnisse ignorieren (Hunger, Durst).</p>
<p>Ich kann meine Umstände vergessen (wo ich bin, wer ich bin).</p>
<p>Ich kann mich in mein reines Denken zurückziehen. In diesem Moment bin ich ganz frei von Einschränkungen. Ich bin nur noch „Ich“. Das ist die absolute Abstraktion.</p>
<p>Wichtige Anmerkung: Manche Leute glauben, Denken und Wollen seien zwei verschiedene Dinge. Das ist falsch. Dieser erste Schritt zeigt: Wollen ist Denken. Nur weil ich denken kann, kann ich mich von meinen Trieben lösen.</p>
<p>Die Gefahr (Die negative Freiheit): Wenn man glaubt, dass nur dieses „Loslösen“ schon die ganze Freiheit ist, wird es gefährlich. Wir nennen das die negative Freiheit oder die Freiheit des Verstandes. Warum ist sie gefährlich? Weil sie keinen Inhalt hat. Sie ist leer. Wenn diese leere Freiheit versucht, in der wirklichen Welt zu handeln, wird sie zum Fanatismus:</p>
<p>In der Religion: Man zieht sich völlig aus der Welt zurück (wie manche indische Mönche), man will „Nichts“ sein.</p>
<p>In der Politik: Man will die totale Gleichheit und zerstört jede Ordnung.</p>
<p>Jede Regierung, jede Institution, jede Gruppe ist eine „Bestimmung“ (eine Einschränkung).</p>
<p>Die negative Freiheit hasst diese Einschränkungen. Sie will alles zertrümmern.</p>
<p>Sie denkt, sie will das Gute, aber sie erzeugt nur die „Furie des Zerstörens“ (wie in der Französischen Revolution). Sie kann nur zerstören, aber nichts aufbauen.</p>
<p>Zusammenfassung: Die Fähigkeit, „Nein“ zu sagen, ist der Anfang der Freiheit. Aber wer nur „Nein“ sagt, zerstört die Welt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu 4 von Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/4/#comment-1859</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 16:15:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=85#comment-1859</guid>

					<description><![CDATA[§ 4: Der Wille als Grundlage des Rechts

Das Recht ist nichts Natürliches (wie ein Stein oder ein Baum). Es kommt aus dem Geist. Der genaue Ort, wo das Recht beginnt, ist der Wille. Der Wille ist frei. Das ganze Rechtssystem (Gesetze, Staat) ist nichts anderes als diese verwirklichte Freiheit. Der Geist erschafft sich eine eigene Welt. Diese Welt des Rechts ist für uns so fest und real wie die Natur. Darum nennen wir sie eine „zweite Natur“.

Wie wissen wir, dass der Wille frei ist? Früher (in der alten Psychologie) hat man das falsch gemacht:

Man hat einfach angenommen, dass es den Willen gibt.

Oder man hat versucht, die Freiheit aus Gefühlen wie Reue oder Schuld zu beweisen. (Man dachte: „Wenn ich mich schuldig fühle, muss ich ja frei gewesen sein.“)

Oder man hat einfach gesagt: „Das ist eine Tatsache in unserem Bewusstsein, das müssen wir glauben.“

Das ist uns als Philosophen zu wenig. Wir haben (in der Enzyklopädie) gezeigt, wie der Wille wirklich entsteht: Der Geist fängt als Intelligenz an (er denkt, stellt sich Dinge vor). Aber das Denken bleibt nicht theoretisch. Es will sich verwirklichen. Wenn das Denken praktisch wird und handelt, dann nennen wir es Wille. Der Wille ist also nicht etwas anderes als das Denken. Er ist das handelnde Denken.

Jeder Mensch kann das an sich selbst prüfen: Sie können von allem Äußeren absehen (die Augen schließen, Wünsche ignorieren). Und Sie können sich selbst ein Ziel setzen. Diese Kraft, sich selbst zu bestimmen, ist die Wurzel des Rechts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 4: Der Wille als Grundlage des Rechts</p>
<p>Das Recht ist nichts Natürliches (wie ein Stein oder ein Baum). Es kommt aus dem Geist. Der genaue Ort, wo das Recht beginnt, ist der Wille. Der Wille ist frei. Das ganze Rechtssystem (Gesetze, Staat) ist nichts anderes als diese verwirklichte Freiheit. Der Geist erschafft sich eine eigene Welt. Diese Welt des Rechts ist für uns so fest und real wie die Natur. Darum nennen wir sie eine „zweite Natur“.</p>
<p>Wie wissen wir, dass der Wille frei ist? Früher (in der alten Psychologie) hat man das falsch gemacht:</p>
<p>Man hat einfach angenommen, dass es den Willen gibt.</p>
<p>Oder man hat versucht, die Freiheit aus Gefühlen wie Reue oder Schuld zu beweisen. (Man dachte: „Wenn ich mich schuldig fühle, muss ich ja frei gewesen sein.“)</p>
<p>Oder man hat einfach gesagt: „Das ist eine Tatsache in unserem Bewusstsein, das müssen wir glauben.“</p>
<p>Das ist uns als Philosophen zu wenig. Wir haben (in der Enzyklopädie) gezeigt, wie der Wille wirklich entsteht: Der Geist fängt als Intelligenz an (er denkt, stellt sich Dinge vor). Aber das Denken bleibt nicht theoretisch. Es will sich verwirklichen. Wenn das Denken praktisch wird und handelt, dann nennen wir es Wille. Der Wille ist also nicht etwas anderes als das Denken. Er ist das handelnde Denken.</p>
<p>Jeder Mensch kann das an sich selbst prüfen: Sie können von allem Äußeren absehen (die Augen schließen, Wünsche ignorieren). Und Sie können sich selbst ein Ziel setzen. Diese Kraft, sich selbst zu bestimmen, ist die Wurzel des Rechts.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu 3 von Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/3/#comment-1858</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 15:50:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=59#comment-1858</guid>

					<description><![CDATA[§ 3: Was das Recht zu einem „positiven“ (gültigen) Gesetz macht

Wir unterscheiden zwischen dem Naturrecht (dem philosophischen Recht, wie es sein soll) und dem positiven Recht (den Gesetzen, die wirklich gelten). Ein Recht wird durch drei Dinge zu einem „positiven“, geltenden Gesetz:

Die Autorität: Es muss in einem Staat gültig sein. Es gibt eine Macht, die sagt: „Das ist Gesetz.“

Der Inhalt und die Geschichte: Das Recht hängt vom Charakter des Volkes ab. Ein Gesetz in Deutschland sieht anders aus als in Rom, weil die Geschichte und die Umstände anders sind. Das ist wie bei der Natur: Alles hängt zusammen.

Die Anwendung: Ein allgemeiner Gedanke (z.B. „Man darf nicht stehlen“) muss auf ganz konkrete Fälle angewendet werden. Man muss entscheiden: Ist das Diebstahl oder nicht? Wie hoch ist die Strafe? 5 Euro oder 10 Euro? Das kann die Philosophie nicht mehr entscheiden, das muss der Verstand (der Richter oder Gesetzgeber) festlegen.

Wichtige Warnung (aus der Anmerkung): Man darf zwei Dinge nicht verwechseln:

Erklären, woher ein Gesetz kommt (Geschichte).

Begreifen, ob ein Gesetz vernünftig und gerecht ist (Philosophie).

Manche Juristen (wie Herr Hugo) glauben: Wenn man erklären kann, warum ein Gesetz entstanden ist (z.B. wegen der Wirtschaft in Rom), dann hat man es auch schon gerechtfertigt. Das ist falsch. Ein Gesetz kann historisch erklärbar sein (z.B. die Sklaverei im alten Rom oder das grausame Töten von Schuldnern), aber es ist trotzdem unvernünftig und unrecht. Nur weil etwas „alt“ ist oder einen „Grund“ hatte, ist es noch nicht gut.

Man darf nicht – wie ein schlechter Anwalt – für eine schlechte Sache (wie Sklaverei) einen „guten Grund“ suchen und glauben, damit sei alles in Ordnung. Die Philosophie fragt nach der Wahrheit, nicht nach Ausreden aus der Vergangenheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 3: Was das Recht zu einem „positiven“ (gültigen) Gesetz macht</p>
<p>Wir unterscheiden zwischen dem Naturrecht (dem philosophischen Recht, wie es sein soll) und dem positiven Recht (den Gesetzen, die wirklich gelten). Ein Recht wird durch drei Dinge zu einem „positiven“, geltenden Gesetz:</p>
<p>Die Autorität: Es muss in einem Staat gültig sein. Es gibt eine Macht, die sagt: „Das ist Gesetz.“</p>
<p>Der Inhalt und die Geschichte: Das Recht hängt vom Charakter des Volkes ab. Ein Gesetz in Deutschland sieht anders aus als in Rom, weil die Geschichte und die Umstände anders sind. Das ist wie bei der Natur: Alles hängt zusammen.</p>
<p>Die Anwendung: Ein allgemeiner Gedanke (z.B. „Man darf nicht stehlen“) muss auf ganz konkrete Fälle angewendet werden. Man muss entscheiden: Ist das Diebstahl oder nicht? Wie hoch ist die Strafe? 5 Euro oder 10 Euro? Das kann die Philosophie nicht mehr entscheiden, das muss der Verstand (der Richter oder Gesetzgeber) festlegen.</p>
<p>Wichtige Warnung (aus der Anmerkung): Man darf zwei Dinge nicht verwechseln:</p>
<p>Erklären, woher ein Gesetz kommt (Geschichte).</p>
<p>Begreifen, ob ein Gesetz vernünftig und gerecht ist (Philosophie).</p>
<p>Manche Juristen (wie Herr Hugo) glauben: Wenn man erklären kann, warum ein Gesetz entstanden ist (z.B. wegen der Wirtschaft in Rom), dann hat man es auch schon gerechtfertigt. Das ist falsch. Ein Gesetz kann historisch erklärbar sein (z.B. die Sklaverei im alten Rom oder das grausame Töten von Schuldnern), aber es ist trotzdem unvernünftig und unrecht. Nur weil etwas „alt“ ist oder einen „Grund“ hatte, ist es noch nicht gut.</p>
<p>Man darf nicht – wie ein schlechter Anwalt – für eine schlechte Sache (wie Sklaverei) einen „guten Grund“ suchen und glauben, damit sei alles in Ordnung. Die Philosophie fragt nach der Wahrheit, nicht nach Ausreden aus der Vergangenheit.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu 2 von Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/2/#comment-1857</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 15:40:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=46#comment-1857</guid>

					<description><![CDATA[§ 2: Wie wir das Recht untersuchen (Die Methode)
Die Wissenschaft vom Recht ist ein Teil der Philosophie. Deshalb müssen wir die Idee des Rechts (seinen vernünftigen Kern) aus dem Begriff entwickeln. Wir erfinden das Recht nicht. Wir schauen zu, wie es sich aus sich selbst heraus entwickelt.

Wo fangen wir an? Wir fangen nicht bei Null an. Der Begriff des Rechts kommt aus der Logik. Er ist das Ergebnis einer Vorarbeit. Wir nehmen ihn hier als Startpunkt an.

Was wir NICHT tun (Die falsche Methode): Viele Wissenschaften fangen mit Definitionen an. Sie sagen einfach: „Recht ist das und das.“ Im wirklichen Recht (den Gesetzen) ist das gefährlich.

Beispiel: Im römischen Recht konnte man den Menschen nicht richtig definieren, weil es Sklaven gab. Die Definition hätte der Wirklichkeit widersprochen.

Es ist auch falsch, das Recht aus dem Gefühl oder aus der Herkunft von Wörtern zu erklären.

Wenn man nur auf sein Herz oder seine Begeisterung hört, wird das Recht willkürlich.

Jeder fühlt etwas anderes. Das ist keine Wissenschaft. Das ist Zufall.

Was wir tun (Die philosophische Methode): Wir suchen die Notwendigkeit. Wir fragen: Warum muss das Recht so sein? Wenn wir den Begriff verstanden haben, schauen wir uns in der wirklichen Welt und in der Sprache um. Oft passt unsere Vorstellung schon zum Begriff. Aber der Begriff ist der Chef. Er ist der Maßstab. Die Vorstellung muss sich nach ihm richten, nicht umgekehrt.

Zusammenfassung: Wir suchen nicht nach Meinungen oder Gefühlen. Wir suchen nach der inneren Logik der Sache selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 2: Wie wir das Recht untersuchen (Die Methode)<br />
Die Wissenschaft vom Recht ist ein Teil der Philosophie. Deshalb müssen wir die Idee des Rechts (seinen vernünftigen Kern) aus dem Begriff entwickeln. Wir erfinden das Recht nicht. Wir schauen zu, wie es sich aus sich selbst heraus entwickelt.</p>
<p>Wo fangen wir an? Wir fangen nicht bei Null an. Der Begriff des Rechts kommt aus der Logik. Er ist das Ergebnis einer Vorarbeit. Wir nehmen ihn hier als Startpunkt an.</p>
<p>Was wir NICHT tun (Die falsche Methode): Viele Wissenschaften fangen mit Definitionen an. Sie sagen einfach: „Recht ist das und das.“ Im wirklichen Recht (den Gesetzen) ist das gefährlich.</p>
<p>Beispiel: Im römischen Recht konnte man den Menschen nicht richtig definieren, weil es Sklaven gab. Die Definition hätte der Wirklichkeit widersprochen.</p>
<p>Es ist auch falsch, das Recht aus dem Gefühl oder aus der Herkunft von Wörtern zu erklären.</p>
<p>Wenn man nur auf sein Herz oder seine Begeisterung hört, wird das Recht willkürlich.</p>
<p>Jeder fühlt etwas anderes. Das ist keine Wissenschaft. Das ist Zufall.</p>
<p>Was wir tun (Die philosophische Methode): Wir suchen die Notwendigkeit. Wir fragen: Warum muss das Recht so sein? Wenn wir den Begriff verstanden haben, schauen wir uns in der wirklichen Welt und in der Sprache um. Oft passt unsere Vorstellung schon zum Begriff. Aber der Begriff ist der Chef. Er ist der Maßstab. Die Vorstellung muss sich nach ihm richten, nicht umgekehrt.</p>
<p>Zusammenfassung: Wir suchen nicht nach Meinungen oder Gefühlen. Wir suchen nach der inneren Logik der Sache selbst.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu 1 von Hegel (einfach)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/1/#comment-1856</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (einfach)]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2025 09:20:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsphilosophie.eu/?p=42#comment-1856</guid>

					<description><![CDATA[§ 1: Was wir hier untersuchen

In der Philosophie des Rechts beschäftigen wir uns mit der Idee des Rechts. Die Idee ist mehr als nur ein Wort oder ein Gedanke. Die Idee besteht aus zwei Dingen, die zusammengehören:

Dem Begriff des Rechts (das ist der innere Plan oder der Kern).

Der Verwirklichung des Rechts (das ist die Existenz dieses Plans in der echten Welt).

Erklärung: Die Philosophie beschäftigt sich nicht mit leeren Gedanken, die nur im Kopf sind. Ein echter Begriff ist stark. Er bleibt nicht abstrakt. Er hat die Kraft, sich selbst Wirklichkeit zu geben. Er wird real.

Alles, was in der Welt passiert, aber nicht aus diesem vernünftigen Begriff kommt, nennen wir nicht „Wirklichkeit“. Wir nennen es bloßes „Dasein“ oder „Zufall“. Es ist wie eine Hülle ohne Kern. Es ist Täuschung oder Irrtum.

Die wahre Idee ist die Einheit von beidem: Der Begriff (der Kern) formt die Welt. Und die Welt (die Gestaltung) ist der Körper dieses Begriffs. Nur wenn beides zusammenkommt, haben wir die Wahrheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 1: Was wir hier untersuchen</p>
<p>In der Philosophie des Rechts beschäftigen wir uns mit der Idee des Rechts. Die Idee ist mehr als nur ein Wort oder ein Gedanke. Die Idee besteht aus zwei Dingen, die zusammengehören:</p>
<p>Dem Begriff des Rechts (das ist der innere Plan oder der Kern).</p>
<p>Der Verwirklichung des Rechts (das ist die Existenz dieses Plans in der echten Welt).</p>
<p>Erklärung: Die Philosophie beschäftigt sich nicht mit leeren Gedanken, die nur im Kopf sind. Ein echter Begriff ist stark. Er bleibt nicht abstrakt. Er hat die Kraft, sich selbst Wirklichkeit zu geben. Er wird real.</p>
<p>Alles, was in der Welt passiert, aber nicht aus diesem vernünftigen Begriff kommt, nennen wir nicht „Wirklichkeit“. Wir nennen es bloßes „Dasein“ oder „Zufall“. Es ist wie eine Hülle ohne Kern. Es ist Täuschung oder Irrtum.</p>
<p>Die wahre Idee ist die Einheit von beidem: Der Begriff (der Kern) formt die Welt. Und die Welt (die Gestaltung) ist der Körper dieses Begriffs. Nur wenn beides zusammenkommt, haben wir die Wahrheit.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu 266 von Karl Marx		</title>
		<link>https://grundlinien.de/266-2/#comment-1837</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karl Marx]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Apr 2025 10:20:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=478#comment-1837</guid>

					<description><![CDATA[§ 266. »Allein &#124;Bei Hegel: Aber&#124; der Geist ist nicht nur als diese« (welche?) »Notwendigkeit [...], sondern als die Idealität derselben, und als ihr Inneres sich objektiv und wirklich; so ist diese substantielle Allgemeinheit sich selbst Gegenstand und Zweck, und jene Notwendigkeit hierdurch sich ebensosehr in Gestalt der Freiheit.«

Der Übergang der Familie und der bürgerlichen Gesellschaft in den politischen Staat ist also der, daß der Geist jener Sphären, der an sich der Staatsgeist ist, sich nun auch als solcher zu sich verhält und als ihr Inneres sich wirklich ist. Der Übergang wird also nicht aus dem besondern Wesen der Familie etc. und dem besondern Wesen des Staats, sondern aus dem allgemeinen Verhältnis von Notwendigkeit und Freiheit hergeleitet. Es ist ganz derselbe Übergang, der in der Logik aus der Sphäre des Wesens in die Sphäre des Begriffs bewerkstelligt wird. Derselbe Übergang wird in der Naturphilosophie aus der unorganischen Natur in das Leben gemacht. Es sind immer dieselben Kategorien, die bald die Seele für diese, bald für jene Sphäre hergeben. Es kommt nur darauf an, für die einzelnen konkreten Bestimmungen die entsprechenden abstrakten aufzufinden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>§ 266. »Allein |Bei Hegel: Aber| der Geist ist nicht nur als diese« (welche?) »Notwendigkeit [&#8230;], sondern als die Idealität derselben, und als ihr Inneres sich objektiv und wirklich; so ist diese substantielle Allgemeinheit sich selbst Gegenstand und Zweck, und jene Notwendigkeit hierdurch sich ebensosehr in Gestalt der Freiheit.«</p>
<p>Der Übergang der Familie und der bürgerlichen Gesellschaft in den politischen Staat ist also der, daß der Geist jener Sphären, der an sich der Staatsgeist ist, sich nun auch als solcher zu sich verhält und als ihr Inneres sich wirklich ist. Der Übergang wird also nicht aus dem besondern Wesen der Familie etc. und dem besondern Wesen des Staats, sondern aus dem allgemeinen Verhältnis von Notwendigkeit und Freiheit hergeleitet. Es ist ganz derselbe Übergang, der in der Logik aus der Sphäre des Wesens in die Sphäre des Begriffs bewerkstelligt wird. Derselbe Übergang wird in der Naturphilosophie aus der unorganischen Natur in das Leben gemacht. Es sind immer dieselben Kategorien, die bald die Seele für diese, bald für jene Sphäre hergeben. Es kommt nur darauf an, für die einzelnen konkreten Bestimmungen die entsprechenden abstrakten aufzufinden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu 180 von Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/180-2/#comment-1833</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2024 14:58:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://grundlinien.de/?p=653#comment-1833</guid>

					<description><![CDATA[[zu § 180]
Römisches Verhältnis 

[zu § 180 Anm.]
Die Familie unabhängig machen wollen, von allen äußeren Zufälligkeiten. - Im patriarchalischen Zustande selbst Veränderungen in Glücksumständen - hier die Gesetzgebung dazu brauchen, in der eben die freie Persönlichkeit - (Mündigkeit) - das Prinzip ist. 
Lehen - Besitz in keiner Art - auch Fam[ilienbesitz] fideikommissarisch - Eigentum der fürstlichen Familie ist eins der Glieder der Kette, durch welche der Staat als Staat geworden ist - von unendlicher Wichtigkeit -
α) Eigentum,
β) Unveräußerlichkeit,
γ) Majorate - Unteilbarkeit - 
Frau, dient, ist zum Gebrauch des Mannes, und um die Familie fortzupflanzen; - wenn er tot, ist ihr Nutzen, ihre Stellung verloren - dürftig, hängt von der Gnade ihrer Söhne ab; hat sie nur Töchter, keine Söhne - gemeinschaftliche Armut, nicht für sie gesorgt. - Harte Verhältnisse, Schwestern, Witwen, hartem, unsittlichem Schicksal preisgegeben - nicht für die weibliche Familie gesorgt - Frau keine Ehgem[ahlin]
α) fortdauernde Unmündigkeit - von Geschlecht zu Geschlecht
β) Ausschließen der Töchter; - Töchter - Ungleichheit mit Brüdern - Töchter hilfsbedürftig - gleiche Fähigkeit - Eigentum zu besitzen - Athen, Sparta - Hat aus Zeiten seinen Ursprung, wo die adeligen Töchter α) in Stiften Unterkommen, Versorgung fanden, β) in Verheiratungen auf ihren Stand beschränkt waren und also den Männern ihres Standes keine anderen als solche Heiraten von Mädchen ohne Vermögen offen standen. γ) Sitten, überhaupt patriarchalisch - teils die Härte etwas wie das Schicksal - teils - Gutsbesitzer weniger Bedürfnisse und Zwecke, für die aufzuwenden nicht als Kaufmann, sondern als Vater seiner Familie, verzehrt mit den Seinigen -
Harte Verhältnisse. α) Schwestern arm, β) Frau im Wohlstand - in dürftigen Umständen nach Tod ihres Mannes, hat ihren Zustand nicht als eine Würde, Matrone.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[zu § 180]<br />
Römisches Verhältnis </p>
<p>[zu § 180 Anm.]<br />
Die Familie unabhängig machen wollen, von allen äußeren Zufälligkeiten. &#8211; Im patriarchalischen Zustande selbst Veränderungen in Glücksumständen &#8211; hier die Gesetzgebung dazu brauchen, in der eben die freie Persönlichkeit &#8211; (Mündigkeit) &#8211; das Prinzip ist.<br />
Lehen &#8211; Besitz in keiner Art &#8211; auch Fam[ilienbesitz] fideikommissarisch &#8211; Eigentum der fürstlichen Familie ist eins der Glieder der Kette, durch welche der Staat als Staat geworden ist &#8211; von unendlicher Wichtigkeit &#8211;<br />
α) Eigentum,<br />
β) Unveräußerlichkeit,<br />
γ) Majorate &#8211; Unteilbarkeit &#8211;<br />
Frau, dient, ist zum Gebrauch des Mannes, und um die Familie fortzupflanzen; &#8211; wenn er tot, ist ihr Nutzen, ihre Stellung verloren &#8211; dürftig, hängt von der Gnade ihrer Söhne ab; hat sie nur Töchter, keine Söhne &#8211; gemeinschaftliche Armut, nicht für sie gesorgt. &#8211; Harte Verhältnisse, Schwestern, Witwen, hartem, unsittlichem Schicksal preisgegeben &#8211; nicht für die weibliche Familie gesorgt &#8211; Frau keine Ehgem[ahlin]<br />
α) fortdauernde Unmündigkeit &#8211; von Geschlecht zu Geschlecht<br />
β) Ausschließen der Töchter; &#8211; Töchter &#8211; Ungleichheit mit Brüdern &#8211; Töchter hilfsbedürftig &#8211; gleiche Fähigkeit &#8211; Eigentum zu besitzen &#8211; Athen, Sparta &#8211; Hat aus Zeiten seinen Ursprung, wo die adeligen Töchter α) in Stiften Unterkommen, Versorgung fanden, β) in Verheiratungen auf ihren Stand beschränkt waren und also den Männern ihres Standes keine anderen als solche Heiraten von Mädchen ohne Vermögen offen standen. γ) Sitten, überhaupt patriarchalisch &#8211; teils die Härte etwas wie das Schicksal &#8211; teils &#8211; Gutsbesitzer weniger Bedürfnisse und Zwecke, für die aufzuwenden nicht als Kaufmann, sondern als Vater seiner Familie, verzehrt mit den Seinigen &#8211;<br />
Harte Verhältnisse. α) Schwestern arm, β) Frau im Wohlstand &#8211; in dürftigen Umständen nach Tod ihres Mannes, hat ihren Zustand nicht als eine Würde, Matrone.</p>
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		<title>
		Kommentar zu 179 von Hegel (Notizen)		</title>
		<link>https://grundlinien.de/179-2/#comment-1832</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hegel (Notizen)]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2024 14:57:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Amicis omnia communia. - Abstrakt Schenkung - noch nicht exekutiert, der Testator bleibt noch im Genusse und sogar in der Fähigkeit, frei zu disponieren - letzter Wille, hat nur insofern Verbindlichkeit, als man, d. i. die Gesellschaft, ihn gelten lassen will, - äußerliches Dasein - nicht durch sich selbst - Dasein
Der Greuel der Formalitäten hat in Testamentsmacherei recht sein Feld, sich zu ergehen - Verklausulieren - Englische Gerichte - ganz moralische Beurteilung, was der letzte Wille sei -
Weil Zufälligkeit - Willkür, - es könnte, wäre möglich - Zufälligkeit ist aus ihren Zusammenhängen zu erkennen - Umstände derselben, so und so - je mehr dergleichen, desto wahrscheinlicher ist - kein Umstand macht die Sache notwendig - ist auch zufällig -
Von solchen Formalitäten wird die Wirklichkeit dieses gültigen Willens abhängig - wird wieder zu etwas Zufälligem anderer Art gemacht - Ich soll alles erfüllen, was ihnen beliebt zu fordern, -
Bedingungen den Erben auflegen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Amicis omnia communia. &#8211; Abstrakt Schenkung &#8211; noch nicht exekutiert, der Testator bleibt noch im Genusse und sogar in der Fähigkeit, frei zu disponieren &#8211; letzter Wille, hat nur insofern Verbindlichkeit, als man, d. i. die Gesellschaft, ihn gelten lassen will, &#8211; äußerliches Dasein &#8211; nicht durch sich selbst &#8211; Dasein<br />
Der Greuel der Formalitäten hat in Testamentsmacherei recht sein Feld, sich zu ergehen &#8211; Verklausulieren &#8211; Englische Gerichte &#8211; ganz moralische Beurteilung, was der letzte Wille sei &#8211;<br />
Weil Zufälligkeit &#8211; Willkür, &#8211; es könnte, wäre möglich &#8211; Zufälligkeit ist aus ihren Zusammenhängen zu erkennen &#8211; Umstände derselben, so und so &#8211; je mehr dergleichen, desto wahrscheinlicher ist &#8211; kein Umstand macht die Sache notwendig &#8211; ist auch zufällig &#8211;<br />
Von solchen Formalitäten wird die Wirklichkeit dieses gültigen Willens abhängig &#8211; wird wieder zu etwas Zufälligem anderer Art gemacht &#8211; Ich soll alles erfüllen, was ihnen beliebt zu fordern, &#8211;<br />
Bedingungen den Erben auflegen</p>
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