131

Für den subjektiven Willen ist das Gute ebenso das schlechthin Wesentliche, und er hat nur Wert und Würde, insofern er in seiner Einsicht und Absicht demselben gemäß ist. Insofern das Gute hier noch diese abstrakte Idee des Guten ist, so ist der subjektive Wille noch nicht als in dasselbe aufgenommen und ihm gemäß gesetzt; er steht somit in einem Verhältnis zu demselben und zwar in dem, daß das Gute1 für denselben das Substantielle sein, daß er dasselbe zum Zwecke machen und vollbringen soll, – wie das Gute seinerseits nur im subjektiven Willen die Vermittlung hat, durch welche es in Wirklichkeit tritt.

  1. [handschriftlich:] das seinige des subjektiven Willens sein soll. ↩︎

Kommentare

2 Kommentare zu „131“

  1. Avatar von Eduard Gans (Zusatz)
    Eduard Gans (Zusatz)

    Das Gute ist die Wahrheit des besonderen Willens, aber der Wille ist nur das, wozu er sich setzt: er ist nicht von Hause aus gut, sondern kann, was er ist, nur durch seine Arbeit werden. Andererseits ist das Gute ohne den subjektiven Willen selbst nur eine Abstraktion ohne Realität, die ihm erst durch denselben kommen soll. Die Entwicklung des Guten enthält demgemäß die drei Stufen: 1. daß das Gute für mich als wollenden, besonderer Wille sei und daß ich dasselbe wisse, 2. daß man sage, was gut sei, und die besonderen Bestimmungen des Guten entwickle, 3. endlich das Bestimmen des Guten für sich, die Besonderheit des Guten als unendliche, für sich seiende Subjektivität. Dieses innerliche Bestimmen ist das Gewissen.

  2. Avatar von Hegel (Notizen)
    Hegel (Notizen)

    Noch nicht Entwicklung der Bestimmungen – Besonderheit noch nicht gesetzt. Subjektivität als solche, noch nicht im Guten gesetzt, also zunächst Verhältnis – relativ – Inhalt in der Tat unbestimmt – Subjekt – damit Willkür.
    Verhältnis – Objektivität gegen den … [?] subjektiven Willen – unendliche Wichtigkeit der Entwicklung.
    Soll nur bestimmt sein – zur Wirklichkeit – Die Bestimmtheit ist noch nicht gesetzt – Die Bestimmtheit aber ist als unendliche – wahrhafte Form – die Subjektivität – Ich, dieser, Persönlichkeit nur unmittelbar – darum bestimmungslos, d. i. Zufälligkeit, Äußerlichkeit der Bestimmung

Schreibe einen Kommentar