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Dritter Teil. Die Sittlichkeit

Die Sittlichkeit ist die Idee der Freiheit, als das lebendige Gute, das in dem Selbstbewußtsein sein Wissen, Wollen und durch dessen Handeln seine Wirklichkeit, so wie dieses an dem sittlichen Sein seine an und für sich seiende Grundlage und bewegenden Zweck hat, – der zur vorhandenen Welt und zur Natur des Selbstbewußtseins gewordene Begriff der Freiheit.

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4 Kommentare zu „142“

  1. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1817)
    Hegel (Enzyklopädie 1817)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 430:

    § 430. Die Sittlichkeit ist die Vollendung des objectiven Geistes, nicht nur die Wahrheit des Rechts und der Moralität, als ihre Einheit, sondern des subjectiven und objectiven Geistes selbst. Sie ist nemlich die Freyheit als der allgemeine vernünftige Willen, wie er in dem reinen Gedanken der einzelnen Subjectivität, deren Gegensatz sich aufgelöst, sein Wissen von sich und die Gesinnung, seine Bethätigung und unmittelbare, allgemeine Wirklichkeit zugleich als Sitte hat, die selbstbewußte Freyheit zur Natur geworden ist.

  2. Avatar von Hegel (Notizen)
    Hegel (Notizen)

    22. 1. 1823; 14. 1. 1825
    Formeller Unterschied. Zunächst Idee. Interesse der reinen Subjektivität und des Allgemeinen des Willens.
    Unterschied der Folge – Wirklichkeit und Begriff – weil im Begriff mit Gedanken anfangen – dieser zuerst abstrakt – Ansich, und Fürsich.
    Verhältnis von Recht und Moralität zur Sittlichkeit.
    α) Sittlichkeit begreifen, d. i. die Momente derselben, – als Einheit derselben
    β) Diese Momente vorher für sich
    αα) in ihren Gestaltungen
    ββ) in dieser Bestimmung übergehen –
    α) System der Besonderung des Guten – aus dem Begriff selbst, der er ist, der sich entwickelt, nicht Subsumtion Feste Grundlage die Einheit, § 144/5. –
    β) Subjektivität ferner ist in der Bestimmung des Selbstbewußtseins – Ist Wissen – α) ist sittlich – β) als BewußtseinVerhältnis zu Pflichten: αα) sie sind, substantiell, ββ) gibt Zeugnisse für dasselbe,
    γ) Sitte, Gewohnheit § 151.
    α) Geist eines Volkes αα) Subjekt, ββ) als Welt – γ) Sitte – α) empirische Allgemeinheit, Verhältnis vieler Individuen, Form des konkreten Subjekts, nämlich a) Pflicht – in allgemeiner Form, b) in äußerlicher bewußter Weise, – als vorhandener Geist, zu dem ein Verhältnis ist – d. i. gewußt in andern Menschen –
    A. Was ist Sittlichkeit? Daß mein Wille als dem Begriff gemäß gesetzt sei – seine Subjektivität aufgehoben sei – also α) Recht, das Recht Gegenstand des Willens, β) Subjektivität, Anerkennung des Objektiven, Begriff.
    Die Einigkeit (Wille als in sich allgemein) – daß Ich – denkend – d. i. als Allgemeines – das Allgemeine will – und dieses Wollen des Allgemeinen bin – Im Empirischen – Ehe, Staat – sind die einzigen großen sittlichen Ganzen, – sie die Substanzen – α) Einigkeit in Liebe, β) mit Empfindung – freier Subjektivität – im Sinne [von] solchen Ganzen zu handeln, d. i. des Allgemeinen – nicht besondere Triebe, Interesse – Einessein der Einigen –
    Einfache formelle Bestimmung – Freiheit; – Abstraktion
    – α) allgemeiner Wille, und β) unendlich identisch mit sich, – sich diesen darin haben, – Denken.
    Heilig, was die Geister bindet, wär es auch nur leicht wie die Binse den Kranz; Heiligstes, was innig gedacht – ewig die Geister einiger macht –
    Nur zwei Seiten, Formen

    Dreierlei Bestimmung: α) Begriff, β) Subjektivität als mein Wille, γ) Subjektivität – als allgemeines Sein – Natur, Sitte –
    Substantielle Einheit; allgemeiner Wille, höher als Familie, Staat – Stand, Zustand – Wesen, Gott, Penaten –

  3. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1827)
    Hegel (Enzyklopädie 1827)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 513:

    § 513. Die Sittlichkeit ist die Vollendung des objectiven Geistes, nicht nur die Wahrheit des Rechts und der Moralität, als ihre Einheit, sondern des subjectiven und objectiven Geistes selbst. Sie ist nämlich die Freiheit als der allgemeine vernünftige Wille, wie er in dem reinen Gedanken der einzelnen Subjectivität, sein Wissen von sich und die Gesinnung, so wie seine Bethätigung und unmittelbare allgemeine Wirklichkeit zugleich als Sitte hat, – die selbstbewußte Freiheit zur Natur geworden.

  4. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1830)
    Hegel (Enzyklopädie 1830)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 513:

    § 513. Die Sittlichkeit ist die Vollendung des objektiven Geistes, die Wahrheit des subjektiven und objektiven Geistes selbst. Die Einseitigkeit von diesem ist, teils seine Freiheit unmittelbar in der Realität, daher im Äußeren, der Sache, teils in dem Guten als einem abstrakt Allgemeinen zu haben; die Einseitigkeit des subjektiven Geistes ist, gleichfalls abstrakt gegen das Allgemeine in seiner innerlichen Einzelheit selbstbestimmend zu sein. Diese Einseitigkeiten aufgehoben, so ist die subjektive Freiheit als der an und für sich allgemeine vernünftige Wille, der in dem Bewußtsein der einzelnen Subjektivität sein Wissen von sich und die Gesinnung wie seine Betätigung und unmittelbare allgemeine Wirklichkeit zugleich als Sitte hat, – die selbstbewußte Freiheit zur Natur geworden.

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