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b) Der Stand des Gewerbes hat die Formierung des Naturprodukts zu seinem Geschäfte und ist für die Mittel seiner Subsistenz an seine Arbeit, an die Reflexion und den Verstand sowie wesentlich an die Vermittlung mit den Bedürfnissen und den Arbeiten anderer angewiesen. Was er vor sich bringt und genießt, hat er vornehmlich sich selbst, seiner eigenen Tätigkeit zu danken. Sein Geschäft unterscheidet sich wieder, als Arbeit für einzelne Bedürfnisse in konkreterer Weise und auf Verlangen Einzelner, in den Handwerksstand, – als abstraktere Gesamtmasse der Arbeit für einzelne Bedürfnisse, aber eines allgemeineren Bedarfs, in den Fabrikantenstand, – und als Geschäft des Tausches der vereinzelten Mittel gegeneinander vornehmlich durch das allgemeine Tauschmittel, das Geld, in welchem der abstrakte Wert aller Waren wirklich ist, in den Handelsstand.

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3 Kommentare zu „204“

  1. Avatar von Hegel (Naturrechtsaufsatz 1803)
    Hegel (Naturrechtsaufsatz 1803)

    Hegel, Über die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts (Kritisches Journal der Philosophie, Bd. 2, 3. Stück, 1803), S. 469:

    Es muß auch ein Reflex derselben in ihrem empirischen Bewußtseyn vorhanden seyn, und solcher die sittliche Natur des zweyten Standes, der in der feststehenden Realität, im Besitz und Eigenthum und außer der Tapferkeit ist, constituiren. Dieser Reflex derselben ist es nun, für den die gewöhnliche Bedeutung der Moralität mehr oder weniger passen kann; das formelle indifferentsetzen der Bestimmtheiten des Verhältnisses, also die Sittlichkeit des bourgeois oder des Privatmenschen, für welche die Differenz der Verhältnisse fest ist, und welche von ihnen abhängt und in ihnen ist.

  2. Avatar von Eduard Gans (Zusatz)
    Eduard Gans (Zusatz)

    Das Individuum im Stande des Gewerbes ist an sich gewiesen, und dieses Selbstgefühl hängt mit der Forderung eines rechtlichen Zustandes aufs engste zusammen. Der Sinn für Freiheit und Ordnung ist daher hauptsächlich in den Städten aufgegangen. Der erste Stand hat dagegen wenig selbst zu denken: was er erwirbt, ist Gabe eines Fremden, der Natur; dies Gefühl der Abhängigkeit ist bei ihm ein Erstes, und damit verbindet sich leicht auch dies von Menschen, über sich das ergehen zu lassen was da kommen mag. Der erste Stand ist daher mehr zur Unterwürfigkeit, der zweite mehr zur Freiheit geneigt.

  3. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Der Stand des Gewerbes als die Gestalt der Reflexion — er verdankt sein Dasein der eigenen Formierung des Naturprodukts und der Vermittlung mit den Arbeiten anderer und gliedert sich nach steigender Abstraktion in Handwerks-, Fabrikanten- und Handelsstand.

    Die zweite Stelle des Schemas wird durch die Umkehrung der ersten bestimmt: was der substantielle Stand vorfindet, bringt dieser hervor, und was jener der Natur verdankt, verdankt er sich selbst. Reflexion heißt hier ganz handgreiflich, dass nichts unmittelbar gilt — das Produkt wird auf fremdes Bedürfnis hin gemacht und ist nur über diesen Umweg etwas wert. Die Dreiteilung im Innern folgt derselben Linie der Abstraktion, die schon die Arbeit gegliedert hatte (§ 198): vom Auftrag des Einzelnen über den allgemeinen Bedarf bis zum Geld, in dem der Wert aller Waren von jeder besonderen Ware abgelöst und für sich wirklich ist.

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