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Er ist allgemein, weil in ihm alle Beschränkung und besondere Einzelheit aufgehoben ist, als welche allein in der Verschiedenheit des Begriffes und seines Gegenstandes oder Inhalts oder, nach anderer Form, in der Verschiedenheit seines subjektiven Fürsichseins – und seines Ansichseins, seiner ausschließenden und beschließenden Einzelheit – und seiner Allgemeinheit selbst liegt.

Die verschiedenen Bestimmungen der Allgemeinheit ergeben sich in der Logik (s. Enzyklop. der philos. Wissenschaften § 118 -126). Bei diesem Ausdruck fällt dem Vorstellen zunächst die abstrakte und äußerliche ein; aber bei der an und für sich seienden Allgemeinheit, wie sie sich hier bestimmt hat, ist weder an die Allgemeinheit der Reflexion, die Gemeinschaftlichkeit oder die Allheit zu denken noch an die abstrakte Allgemeinheit, welche außer dem Einzelnen auf der anderen Seite steht, die abstrakte Verstandesidentität (§ 6 Anm.). Es ist die in sich konkrete und so für sich seiende Allgemeinheit, welche die Substanz, die immanente Gattung oder immanente Idee des Selbstbewußtseins ist; – der Begriff des freien Willens als das über seinen Gegenstand übergreifende, durch seine Bestimmung hindurchgehende Allgemeine, das in ihr mit sich identisch ist. – Das an und für sich seiende Allgemeine ist überhaupt das, was man das Vernünftige nennt und was nur auf diese spekulative Weise gefaßt werden kann.

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Kommentare

2 Kommentare zu „24“

  1. Avatar von Hegel (Notizen)
    Hegel (Notizen)

    [zu § 24]
    Inhalt selbst allgemein – also in sich allgemein

  2. Avatar von Hegel (einfach)
    Hegel (einfach)

    Der freie Wille ist auch „allgemein“ – nicht im Sinne von „das, was für alle gilt“, sondern weil in ihm kein Rest von Beschränkung oder bloßer Einzelheit mehr übrig bleibt.

    Erklärung: „Allgemein“ ist hier ein anspruchsvoller philosophischer Fachbegriff (Hegel verweist selbst auf seine Logik). Gemeint ist nicht die äußerliche Allgemeinheit, die einfach viele Einzeldinge unter einen Oberbegriff zusammenfasst (wie „alle Menschen“ oder „alle Bäume“) – auch nicht ein bloß abstrakter Gegensatz zum Einzelnen. Gemeint ist eine „in sich konkrete“ Allgemeinheit: Der Begriff des freien Willens durchdringt seinen ganzen Inhalt, bleibt sich dabei aber immer selbst gleich – wie eine Melodie, die sich durch viele Variationen hindurchzieht und darin doch ganz sie selbst bleibt. Das, was in diesem Sinn „an und für sich allgemein“ ist, nennt man das Vernünftige – und es lässt sich nur so, spekulativ, wirklich erfassen.

    Auf den Punkt gebracht: Der freie Wille ist nicht bloß ein Einzelfall unter vielen; er trägt seine eigene Allgemeinheit in sich, wie eine Substanz, die sich in allem, was sie tut, treu bleibt.

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