23

Nur in dieser Freiheit ist der Wille schlechthin bei sich, weil er sich auf nichts als auf sich selbst bezieht, so wie damit alles Verhältnis der Abhängigkeit von etwas anderem hinwegfällt. – Er ist wahr oder vielmehr die Wahrheit selbst, weil sein Bestimmen darin besteht, in seinem Dasein, d. i. als sich Gegenüberstehendes zu sein, was sein Begriff ist, oder der reine Begriff die Anschauung seiner selbst zu seinem Zwecke und Realität hat.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „23“

  1. Avatar von Hegel (einfach)
    Hegel (einfach)

    Nur in dieser Freiheit ist der Wille wirklich „bei sich“ – ganz er selbst, ohne von irgendetwas anderem abhängig zu sein.

    Erklärung: Solange ich von etwas Äußerem abhänge – von einem Trieb, einem Zufall, einer fremden Vorgabe –, bin ich nie ganz bei mir, sondern immer auch bei diesem Anderen. Bezieht sich der Wille aber nur noch auf sich selbst, fällt jede solche Abhängigkeit weg. Deshalb nennt Hegel diesen Willen „wahr“, ja sogar „die Wahrheit selbst“: Das, was er wirklich ist (sein Begriff), und das, wie er in der Welt erscheint (sein Dasein), stimmen vollständig überein.

    Auf den Punkt gebracht: Wahre Freiheit heißt: Innen und Außen, Wollen und Wirklichkeit, decken sich – nichts Fremdes steht mehr dazwischen.

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