198

Das Allgemeine und Objektive in der Arbeit liegt aber in der Abstraktion, welche die Spezifizierung der Mittel und Bedürfnisse bewirkt, damit ebenso die Produktion spezifiziert und die Teilung der Arbeiten hervorbringt. Das Arbeiten des Einzelnen wird durch die Teilung einfacher und hierdurch die Geschicklichkeit in seiner abstrakten Arbeit sowie die Menge seiner Produktionen größer. Zugleich vervollständigt diese Abstraktion der Geschicklichkeit und des Mittels die Abhängigkeit und die Wechselbeziehung der Menschen für die Befriedigung der übrigen Bedürfnisse zur gänzlichen Notwendigkeit. Die Abstraktion des Produzierens macht das Arbeiten ferner immer mehr mechanisch und damit am Ende fähig, dass der Mensch davon wegtreten und an seine Stelle die Maschine eintreten lassen kann.

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Kommentare

3 Kommentare zu „198“

  1. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1827)
    Hegel (Enzyklopädie 1827)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), §§ 525, 526:

    § 525. In die Besonderheit der Bedürfnisse scheint die Allgemeinheit zunächst so, daß der Verstand an ihnen unterscheidet und sie wie die Mittel für diese Unterschiede ins Unbestimmte vervielfältigt, und beides immer abstracter macht. Die Gewohnheit dieser Abstraction im Genusse, Kenntniß, Wissen, und Benehmen macht die Bildung in dieser Sphäre – überhaupt die formelle Bildung aus.

    § 526. Die damit zugleich abstractere Arbeit führt einerseits durch ihre Einförmigkeit auf die Leichtigkeit der Arbeit und Vermehrung der Production, andererseits zur Beschränkung auf Eine Geschicklichkeit und damit zur unbedingten Abhängigkeit von dem gesellschaftlichen Zusammenhange. Die Geschicklichkeit selbst wird auf diese Weise mechanisch und tritt in die Fähigkeit, an die Stelle menschlicher Arbeit die Maschine treten zu lassen.

  2. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1830)
    Hegel (Enzyklopädie 1830)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), §§ 525, 526:

    § 525. 2. In die Besonderheit der Bedürfnisse scheint die Allgemeinheit zunächst so, daß der Verstand an ihnen unterscheidet und dadurch sie selbst wie die Mittel für diese Unterschiede ins Unbestimmte vervielfältigt und beides immer abstrakter macht; diese Vereinzelung des Inhalts durch Abstraktion gibt die Teilung der Arbeit. Die Gewohnheit dieser Abstraktion im Genusse, Kenntnis, Wissen und Benehmen macht die Bildung in dieser Sphäre, – überhaupt die formelle Bildung

    § 526. Die damit zugleich abstraktere Arbeit führt einerseits durch ihre Einförmigkeit auf die Leichtigkeit der Arbeit und die Vermehrung der Produktion, andererseits zur Beschränkung auf eine Geschicklichkeit und damit zur unbedingten Abhängigkeit von dem gesellschaftlichen Zusammenhange. Die Geschicklichkeit selbst wird auf diese Weise mechanisch und bekommt die Fähigkeit, an die Stelle menschlicher Arbeit die Maschine treten zu lassen.

  3. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Die Abstraktion ist das Allgemeine und Objektive der Arbeit — sie erzwingt die Teilung der Arbeiten, vollendet die wechselseitige Abhängigkeit zur Notwendigkeit und macht das Arbeiten schließlich so mechanisch, dass die Maschine an die Stelle des Menschen treten kann.

    Hier wird die Abstraktion, die bisher an Bedürfnissen und Mitteln erschien, als das eigentlich Wirksame der Arbeit selbst gefasst. Eine dreifache Folge wird abgeleitet, alles aus demselben Grund: die Einzelarbeit wird einfacher und ergiebiger, die Abhängigkeit aller von allen wird von einer bloßen Beziehung zur vollen Notwendigkeit, und das Tun verliert soweit alles Eigene, dass es abgegeben werden kann. Der Übergang zur Maschine ist bei Hegel deshalb kein technischer Einfall, sondern der Endpunkt der Abstraktion: was ganz allgemein und ganz inhaltsleer geworden ist, braucht kein Subjekt mehr.

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