156

Die sittliche Substanz, als das für sich seiende Selbstbewusstsein mit seinem Begriffe geeint enthaltend, ist der wirkliche Geist einer Familie und eines Volks.

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Kommentare

2 Kommentare zu „156“

  1. Avatar von Eduard Gans (Zusatz)
    Eduard Gans (Zusatz)

    Das Sittliche ist nicht abstrakt wie das Gute, sondern in intensivem Sinne wirklich. Der Geist hat Wirklichkeit, und die Akzidenzen derselben sind die Individuen. Beim Sittlichen sind daher immer nur die zwei Gesichtspunkte möglich, daß man entweder von der Substantialität ausgeht oder atomistisch verfährt und von der Einzelheit als Grundlage hinaufsteigt: dieser letztere Gesichtspunkt ist geistlos, weil er nur zu einer Zusammensetzung führt, der Geist aber nichts Einzelnes ist, sondern Einheit des Einzelnen und Allgemeinen.

  2. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Die sittliche Substanz, die das für sich seiende Selbstbewusstsein mit seinem Begriffe geeint enthält, ist der wirkliche Geist einer Familie und eines Volks.

    Der Satz fasst das Ergebnis der vorangehenden Paragraphen in einer Bestimmung zusammen und gibt ihm seinen Namen. „Wirklich“ ist bei Hegel nicht dasselbe wie vorhanden, sondern bezeichnet die Einheit von Begriff und Existenz: wirklich ist, was seinem eigenen Begriff entspricht. Der Zug besteht deshalb im Übergang der Rede von Substanz zur Rede von Geist — Substanz nennt das Tragende, das die Einzelnen trägt; Geist nennt dasselbe, sofern es sich selbst weiß, und es weiß sich nur in dem für sich seienden Selbstbewusstsein der Einzelnen. Dass Hegel neben dem Volk ausdrücklich die Familie nennt, ist dabei kein Beiwerk: § 157 entwickelt sie unmittelbar darauf als die erste Gestalt eben dieses Geistes.

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