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Andererseits sind sie dem Subjekte nicht ein Fremdes, sondern es gibt das Zeugnis des Geistes von ihnen als von seinem eigenen Wesen, in welchem es sein Selbstgefühl hat und darin als seinem von sich ununterschiedenen Elemente lebt, – ein Verhältnis, das unmittelbar noch identischer als selbst Glaube und Zutrauen ist.

Glaube und Zutrauen gehören der beginnenden Reflexion an und setzen eine Vorstellung und Unterschied voraus; wie es z. B. verschieden wäre, an die heidnische Religion glauben und ein Heide sein. Jenes Verhältnis oder vielmehr [die] verhältnislose Identität, in der das Sittliche die wirkliche Lebendigkeit des Selbstbewußtseins ist, kann allerdings in ein Verhältnis des Glaubens und der Überzeugung und in ein durch weitere Reflexion vermitteltes übergehen, in eine Einsicht durch Gründe, die auch von irgend besonderen Zwecken, Interessen und Rücksichten, von Furcht oder Hoffnung oder von geschichtlichen Voraussetzungen anfangen können. Die adäquate Erkenntnis derselben aber gehört dem denkenden Begriffe an.

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4 Kommentare zu „147“

  1. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1817)
    Hegel (Enzyklopädie 1817)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 432:

    § 432. Weil die Substanz die absolute Einheit der Einzelnheit und der Allgemeinheit der Freyheit ist, so ist die Wirklichkeit und Thätigkeit jedes Einzelnen, für sich zu seyn und zu sorgen, bedingt sowohl durch das vorausgesetzte Ganze, in dessen Zusammenhang allein vorhanden, als auch ein Uebergehen in ein allgemeines Product. – Ebenso ist die Substanz und das allgemeine Werk die Selbstständigkeit der Einzelnen, welche dadurch hervorgebracht wird. – Die Gesinnung der Individuen, ist das Wissen dieser Identität aller ihrer Interesse mit dem Ganzen, und daß die andern Einzelnen gegenseitig sich nur in dieser Identität wissen und wirklich sind, – das Vertrauen, – die wahrhafte, substantielle Gesinnung.

  2. Avatar von Hegel (Notizen)
    Hegel (Notizen)

    Freiheit – in Vernunftgesetzen – Gegen Pflichten – Familie Recht des Subjekts
    So sind sie – so leben sie
    Griechen hatten kein Gewissen – gegen Sitte
    Hydarnes sprach den Lakedaimonischen Gesandten zu, bei ihm zu bleiben, Freunde seines Königs und so groß und glücklich zu sein wie er. [Diese erwiderten:] „Dein Rat ist gut und deiner Erfahrung gemäß. Hättest du das Glück gekostet, welches wir genießen, du würdest uns raten, Gut und Blut dafür hinzugeben.“ Bei Xerxes, noch deutlicher: „Wie könnten wir hier leben, unser Land, unsere Gesetze verlassen und solche Menschen, daß wir, um für sie zu sterben, eine so weite Reise unternommen haben?“ – aus Herodot VII, c. 135 f. 77)
    Können keine Rechenschaft geben, kein Gewissen, keine Überzeugung – nicht durch Gründe – Wahl, Billigung – identisch mit mir gesetzt – Zur Überzeugung gehört, mich vorher subjektiv – leer gemacht – unbestimmt – als Anderes den Inhalt mir gegenüber gestellt [zu haben] – vollkommene Vermittlung – nicht unmittelbares Gefühl und Sein – (obgleich diese zugrunde liegen und eben die Gründe ausmachen, worauf ich die Sache zurückführe) – auch nicht Gefühl, – sondern Sein, so bin ich – Einsicht, Ich bin mir dieser Vermittlung, dieses Zusammenhangs bewußt.
    Jeder hat diese Erfahrung, Leben in ihm selbst –
    Dagegen kann er sich setzen – aber nicht aus sich hinauskommen – Aus der Haut fahren – Goethe:

  3. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1827)
    Hegel (Enzyklopädie 1827)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 515:

    § 515. Weil die Substanz die absolute Einheit der Einzelnheit und der Allgemeinheit der Freiheit ist, so ist die Wirklichkeit und Thätigkeit jedes Einzelnen, für sich zu seyn und zu sorgen, bedingt sowohl durch das vorausgesetzte Ganze, in dessen Zusammenhang allein vorhanden, als auch ein Uebergehen in ein allgemeines Product. – Die Gesinnung der Individuen ist das Wissen der Substanz und der Identität aller ihrer Interesse mit dem Ganzen, und daß die andern Einzelnen gegenseitig sich nur in dieser Identität wissen und wirklich sind, – das Vertrauen, – die wahrhafte, sittliche Gesinnung.

  4. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1830)
    Hegel (Enzyklopädie 1830)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 515:

    § 515. Weil die Substanz die absolute Einheit der Einzelheit und der Allgemeinheit der Freiheit ist, so ist die Wirklichkeit und Tätigkeit jedes Einzelnen, für sich zu sein und zu sorgen, bedingt sowohl durch das vorausgesetzte Ganze, in dessen Zusammenhang allein vorhanden, als auch ein übergehen in ein allgemeines Produkt. – Die Gesinnung der Individuen ist das Wissen der Substanz und der Identität aller ihrer Interessen mit dem Ganzen; und daß die anderen Einzelnen gegenseitig sich nicht nur in dieser Identität wissen und wirklich sind, ist das Vertrauen, – die wahrhafte, sittliche Gesinnung.

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