28

Die Tätigkeit des Willens, den Widerspruch der Subjektivität und Objektivität aufzuheben und seine Zwecke aus jener Bestimmung in diese überzusetzen und in der Objektivität zugleich bei sich zu bleiben, ist außer der formalen Weise des Bewusstseins (§ 8), worin die Objektivität nur als unmittelbare Wirklichkeit ist, die wesentliche Entwicklung des substantiellen Inhalts der Idee (§ 21), eine Entwicklung, in welcher der Begriff die zunächst selbst abstrakte Idee zur Totalität ihres Systems bestimmt, die als das Substantielle, unabhängig von dem Gegensatze eines bloß subjektiven Zwecks und seiner Realisierung, dasselbe in diesen beiden Formen ist.

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Kommentare

3 Kommentare zu „28“

  1. Avatar von Hegel (Notizen)
    Hegel (Notizen)

    [zu § 26-28]
    Der Geist will Idee sein – Begriff und Dasein.
    Im vorhergehenden § [26] ist nach Erläuterung – allgemeiner logischer Bestimmungen – zurückgegangen auf § 21.
    Objektivität – ist ein naiver[?] Sinn derselben – zu γ) im vorhergehenden § – Äußerlichkeit als Besonderheit. Man kann insofern sagen, nur[?] ungebildeter Zustand. Menschen, Völker sind noch subjektiv, was in § 17 u. [§ 26] β) war.
    In § 28 eine Bestimmung herausgehoben, die in § 27 nur eingeschoben ist, nämlich diese Weise der Objektivierung des Begriffs – die eine Besonderung, Entwicklung der Begriffsbestimmungen ist. § 32 gehört hierher.

    [zu § 28, „Totalität ihres Systems“]
    Nämlich die ganze Wissenschaft – Gebäude der rechtlichen Welt kommt an auf das Setzen, Weise des Daseins – Beim abstrakten Begriff des Willens §§ 6, 8, 9, die Besonderung besteht in Inhalt überhaupt, ob Triebe oder Neigungen zu Bestimmungen übergehen – hier als Bestimmungen der Idee, des Vernünftigen –
    Drittes Moment, Beschließen, Wirklichkeit – ist hier selbstbewußter Geist, § 24 (s. folg. S. [81 f.]).
    – es ist erforderlich diese Einheit des subjektiven Zweckes und seiner Realisierung – das Vernünftige ist unabhängig von diesem, – aber als Gegensatz des Bewußtseins –
    – formell hier – In den Vernunft-Bestimmungen wird selbst der Gegensatz des Subjekts und des Begriffs – das Selbstbewußtsein des subjektiven Willens gegen seinen Begriff vorkommen –

  2. Avatar von Hegel (einfach)
    Hegel (einfach)

    § 28: Die Entwicklung, der wir folgen

    Worum es geht: Wenn der Wille seine Zwecke verwirklicht, ist das nicht nur das, was es dem Bewusstsein zu sein scheint. Dieser Paragraph zeigt, was dieselbe Tätigkeit außerdem noch ist — und eben das ist unsere Sache.

    Die Tätigkeit des Willens besteht darin, den Widerspruch der Subjektivität und Objektivität aufzuheben, seine Zwecke aus jener Bestimmung in diese zu übersetzen und in der Objektivität zugleich bei sich zu bleiben.

    Diese Tätigkeit ist außer der formalen Weise des Bewusstseins, von der § 8 gehandelt hat und in der die Objektivität nur als unmittelbare Wirklichkeit ist, zugleich die wesentliche Entwicklung des substantiellen Inhalts der Idee, wie ihn § 21 bestimmt hat.

    Was geschieht in dieser Entwicklung? Der Begriff bestimmt die zunächst selbst abstrakte Idee zur Totalität ihres Systems. Und diese Totalität ist als das Substantielle unabhängig von dem Gegensatze eines bloß subjektiven Zwecks und seiner Realisierung: Sie ist dasselbe in diesen beiden Formen.

    Zusammenfassung: Dass ein Zweck aus dem Inneren in die Welt übersetzt wird, ist die eine Seite; außer ihr ist dieselbe Tätigkeit die wesentliche Entwicklung, in der der Begriff die zunächst abstrakte Idee zur Totalität ihres Systems bestimmt. Diese Totalität ist als das Substantielle unabhängig von dem Gegensatze eines bloß subjektiven Zwecks und seiner Realisierung: Sie ist dasselbe in diesen beiden Formen. Der nächste Paragraph sagt endlich, was das Recht ist.

  3. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Unterscheidung zweier Weisen der Verwirklichung — neben dem formalen Übersetzen des Zwecks in Objektivität (§ 8) die wesentliche Entwicklung, in der der Begriff die zunächst selbst abstrakte Idee zur Totalität ihres Systems bestimmt.

    Getrennt wird hier, was leicht verwechselt wird: das Handeln eines Einzelnen, der einen Vorsatz in die Welt bringt, und die Entwicklung, in der der Begriff der Freiheit seine Gestalten selbst hervorbringt. Nur die zweite ist Gegenstand des Buches, und in ihr ist das Substantielle in beiden Formen dasselbe — ob es als Zweck gewollt oder als Einrichtung vorhanden ist, macht für den Gehalt keinen Unterschied. Damit ist zugleich gesagt, warum die folgenden Teile in dieser Reihenfolge stehen: sie sind nicht Kapitel über verschiedene Gegenstände, sondern die Stufen, auf denen eine anfangs abstrakte Idee zur Totalität wird, also zu einem Ganzen, das nichts mehr außer sich hat.

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