165

Die natürliche Bestimmtheit der beiden Geschlechter erhält durch ihre Vernünftigkeit intellektuelle und sittliche Bedeutung. Diese Bedeutung ist durch den Unterschied |173| bestimmt, in welchen sich die sittliche Substantialität als Begriff an sich selbst dirimiert, um aus ihm ihre Lebendigkeit als konkrete Einheit zu gewinnen.

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Kommentare

3 Kommentare zu „165“

  1. Avatar von Hegel (Notizen)
    Hegel (Notizen)

    Cid p. 30.
    Das Geheimnis ist – der Weiber
    Macht auf unsre Männerherzen,
    Dies Geheimnis steckt in ihnen
    Tief verborgen, Gott dem Herrn,
    Glaub‘ ich, selber unerforschlich. (Das nun eben nicht.)
    Wenn an jenem großen Tage,
    Der einst aufsucht alle Fehle,
    Gott der Weiber Herzen sichtet,
    Findet er entweder alle
    Sträflich oder gleich unschuldig;
    So verflochten ist ihr Herz.
    Frau – Kindernatur erscheint als inkonsequent, – Laune, Zufälligkeit – aber bei Mann Grundsätze –
    Mann – Kraft – different in sich – Eigenwillen – und Allgemeinheit

  2. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Die sittliche Substantialität dirimiert sich als Begriff an ihr selbst, und der natürliche Unterschied der Geschlechter erhält dadurch intellektuelle und sittliche Bedeutung.

    Ein vorgefundener Naturunterschied wird hier in einen Begriffsunterschied überführt. „Sich dirimieren“ heißt, sich in sich selbst zu entzweien: der Begriff findet den Unterschied nicht vor, sondern bringt ihn aus sich hervor, weil er sonst eine leere Einheit bliebe. Der Grund dafür wird im letzten Halbsatz genannt — die Substanz gewinnt ihre Lebendigkeit als konkrete Einheit nur aus diesem Unterschied, und konkret heißt hier: eine Einheit, die Verschiedenes in sich enthält, im Unterschied zur abstrakten, die nichts als sich selbst ist. Die natürliche Zweiheit wird damit nicht erklärt, sondern zum Träger dieses begrifflichen Unterschieds erklärt.

  3. Avatar von Hegel (einfach)
    Hegel (einfach)

    § 165: Die zwei Geschlechter

    Mann und Frau sind von Natur verschieden. Dieser Unterschied bekommt eine geistige und sittliche Bedeutung.

    Warum?

    Die Sittlichkeit ist lebendig. Etwas Lebendiges unterscheidet sich in sich selbst und findet so zu einer reicheren Einheit. So ist es auch hier. Die Sittlichkeit teilt sich in zwei Seiten. Beide zusammen ergeben ein lebendiges Ganzes.

    Wie diese zwei Seiten aussehen, zeigt der nächste Paragraph.

    Zusammenfassung: Der natürliche Unterschied der Geschlechter hat eine geistige Bedeutung. Die Sittlichkeit teilt sich in zwei Seiten, um eine lebendige Einheit zu werden.

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