[S. 185]
[Philosophie des Geistes, 1805/06]
Der zweite Teil von Hegels Manuskript für die Vorlesung über „Realphilosophie“ (Natur- und Geistesphilosophie), niedergeschrieben 1805/06 für das Wintersemester 1805/06 und 1806 überarbeitet; gelesen hat Hegel die Vorlesung sicher im Sommersemester 1806. Zu Lebzeiten nicht veröffentlicht; zuerst herausgegeben von Johannes Hoffmeister 1931 als „Jenenser Realphilosophie II“, daher der eingebürgerte Titel. Text nach den Gesammelten Werken (Bd. 8, „Jenaer Systementwürfe III“, hrsg. von Rolf-Peter Horstmann unter Mitarbeit von Johann Heinrich Trede, 1976, S. 185–287), in Hegels Schreibung und Zeichensetzung. Ergänzungen der Herausgeber stehen in eckigen Klammern, ebenso Überschriften, die nicht von Hegel stammen; den textkritischen Apparat und die Blattzählung des Manuskripts geben wir nicht wieder. Hervorhebungen Hegels (in der Ausgabe gesperrt oder in Kapitälchen) erscheinen kursiv.
Druckfassung (PDF): zum Ausdrucken und Mitnehmen – jede Seite der PDF enthält genau eine Druckseite, dazu ein breiter Rand für eigene Notizen.
Die Zahlen zwischen senkrechten Strichen, etwa |293|, markieren den Beginn einer Seite der gedruckten Ausgabe; so findet man die Stelle im eigenen Buch wieder.
Die Anmerkungen geben Hegels Randbemerkungen wieder; die kursive Angabe davor (etwa „Am Rande:“) stammt von den Herausgebern der Gesammelten Werke. Die Gliederungszeichen α, β, γ, δ stehen so in Hegels Manuskript.
Querverweis: Hegels letzte Ausarbeitung der Philosophie des Geistes vor der Phänomenologie, und die erste, in der Anerkennung, Vertrag, Verbrechen, Gesetz, Stände und Regierung aus dem Willen entwickelt werden – der Weg der Grundlinien, die mit dem Willen beginnen (§ 4 ff.). Viele Stücke kehren dort wieder: Eigentum und Anerkennung (§ 41 ff., § 71), Vertrag (§ 72 ff.), Verbrechen und Strafe (§ 90 ff.), Reichtum und Armut (§ 241 ff.), die Stände (§ 201 ff.), Krieg (§ 324 ff.), Staat und Religion (§ 270 Anm.). Früher entstanden ist das System der Sittlichkeit. Bei den einzelnen Abschnitten ist die Stelle als Querverweis vermerkt.
Seite für Seite: Jede Webseite enthält genau eine Seite der Gesammelten Werke. Webseite 1 ist S. 185, Webseite 2 ist S. 186 usw.; die Webseite zu einer Druckseite hat also die Nummer „Druckseite minus 184“. Die Seitenzahl steht oben auf jeder Webseite in eckigen Klammern. Die erste und die letzte Seite sind nur zum Teil bedruckt.
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281 · 282 · 283 · 284 · 285 · 286 · 287
Inhalt
- [I. Der Geist nach seinem Begriffe]
- [a. Intelligenz]
- b. Willen
- II. Wirklicher Geist
- [a. Anerkanntseyn]
- a. [Unmittelbares Anerkanntseyn]
- b. Vertrag
- c. Verbrechen und Straffe
- b. Das Gewalt habende Gesetz
- III. Constitution
- Die Stände; oder die Natur des sich in sich selbstgliedernden Geistes
- I) Die niedern Stände und Gesinnungen
- II. Der Stand der Allgemeinheit
- C. Kunst, Religion und Wissenschafft
[I. Der Geist nach seinem Begriffe]
Querverweis: Intelligenz und Willen: In den Grundlinien der Unterschied von Denken und Wille, § 4 Anm.; der Begriff des Willens § 5–§ 7.
[a. Intelligenz]
Das Bestehen des Gegenstands, sein Raum ist im Geiste Seyn; es ist der abstracte reine Begriff des Bestehens. Ich, und das Ding sind im Raume;1) er wird wesentlich verschieden gesetzt von seinem Inhalte, er ist nicht das Wesen seiner Erfüllung selbst, er ist nur formal allgemeines das getrennt ist von seinem Besondern; aber das Bestehen des Geistes ist wahrhafft allgemein; es enthält das Besondre selbst; das Ding ist, es ist nicht im Seyn – sondern es ist selbst.
1) Am Rande: Aufmerksamkeit überhaupt herausnehmen eines einzelnen Punktes, unterscheiden für den Geist.
Diß ist unmittelbar das Wesen der Anschauung; Wissen eines Seyenden. Aber der Geist ist dieses mit sich vermittelnde, er ist nur als aufhebend das, was er unmittelbar ist, davon zurüktretend; oder es ist die Bewegung in ihm zu betrachten, wie das Seyende zum Allgemeinen für ihn wird,2) oder wie er es dazu macht, es als das setzt, was es ist – Seyn ist Form der Unmittelbarkeit, es soll aber in seiner Wahrheit gesetzt werden.
2) Am Rande: wie er das Ding setzt.
α) Als anschauend überhaupt, daß für ihn ein Seyn ist, ist er unmittelbar –

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