Jenaer Realphilosophie

[S. 226]

|226| Das abstracte Ding stellt im Tausche dar,85) was es ist, nemlich diese Veränderung zu seyn, an der Dingheit in Ich zurükzugehen, und zwar so, daß seine Dingheit darin bestand, der Besitz eines andern zu seyn. Jedes gibt selbst seinen Besitz, hebt sein Daseyn auf, und so, daß es darin anerkannt ist, der andre es mit Einwilligung des Erstern erhält; sie sind anerkannt; jeder erhält von dem andern den Besitz des andern, so daß er nur insofern bekommt, insofern der andre selbst, diß negative seiner selbst [ist] – oder als Eigenthum durch Vermittlung. – Es ist jeder das negirende seines Seyns, seiner Habe, und diese ist vermittelt durch das Negiren des anderen; nur weil der Andre seine Sache losschlägt, thue ich es – und diese Gleichheit im Dinge, als sein Innres, ist sein Werth, der vollkommen meine Einstimmung und die Meynung86) des Andern hat, – das positive Mein, und ebenso das Sein; die Einheit meines und seines Willens; und mein [Willen] gilt als wirklicher, daseyender, das Anerkanntseyn ist das Daseyn; dadurch gilt mein Willen, besitze ich, der Besitz ist in Eigenthum verwandelt. Im Besitze hat das Seyn die ungeistige Bedeutung meines Habens als dieses einzelnen; hier aber das Anerkanntseyn – das Seyn des Besitzes, daß das Ding ist und ich bin, und jenes als im Selbst befaßtes – Hier

85) Am Rande: b) in seiner abstracten Arbeit schaut er die Allgemeinheit seiner selbst an, seiner Form, oder daß es für anderes ist; – er will also diß setzen – andern mittheilen. Oder diese Andern sollen selbst darin angeschaut werden. Zweyte Bewegung, welche die Momente der ersten entwickelt enthält – ich Thun gegen ein andres Ich, und zwar als anerkannt von ihm; – als ein solches, das sich auf meinen Besitz bezieht aber den es nur mit meinem Willen haben will, so wie ich mich auf den seinigen nur mit seinem Willen – die Gleichheit beyder als anerkannter – Werth, Bedeutung des Dinges

86) Am Rande: Das Ding hat die Bedeutung der Beziehung auf andre, Seyn für andres, Daseyn ist Anerkanntseyn d. h. es ist der besondre Willen jedes Einzelnen darin, und Gleichheit desselben – Einheit absolut Verschiedner – und so daß für jeden der Willen des andren ist

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