Jenaer Realphilosophie

[S. 274]

|274| Wissenschafft überhaupt – Der Geist hat hier irgendein Object, das er ohne die Beziehung auf die Begierde und Bedürfniß behandelt – es ist die Intelligenz,169) die sich selbst weiß – der Gegenstand ist der Begriff irgend eines bestimmten Dinges – von seiner sinnlichen Beschaffenheit aufsteigend zu seinem Wesen. – Aber es ist ein fremd erscheinender Gegenstand; ein Thun, welches den Gedanken als solchen behandelt – sich selbst als Intelligenz entaüssert, nicht als absolutes wirkliches Selbst;170) – der Begriff wird sich nicht zum Gegenstande. Er erhebt sein Denken in die Allgemeinheit, tilgt die Willkühr desselben, was an sich und nothwendig ist.

169) Am Rande: erfülltes Denken –

170) Am Rande: Krieg, die Regierung nach innen, einzelnes Volk – Kunst Religion, die Philosophie

Diß fehlende Moment wird in dem Soldatenstand ersetzt, – oder das Ganze ist Individualität. – Seine Geschäfftigkeit für das daseyende Ganze,171) sein Denken desselben geht in das Selbst zurück – das Ganze ist Individuum, Volk, das gegen andre gekehrt ist; die Wiederherstellung des gleichgültigen Standes der Individuen gegeneinander, Naturzustand; hier erst ist er real. – Das Verhältniß ist theils ruhiges Bestehen der unabhängigen Individuen von einander, Souveränität; – theils Verbindung durch Verträge; aber die Verträge haben nicht die Wirklichkeit des wirklichen Vertrags; nicht eine daseyende Macht derselben, sondern das Volksindividuum ist eben das Allgemeine als daseyende Macht – Sie müssen daher

171) Am Rande: Stand der Ehre, Anerkanntseyn der Meynung

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103

EN

Kommentare

Schreibe einen Kommentar