Jenaer Realphilosophie

[S. 286]

|286| Oder diß Selbstlose der Religion ist an ihr selber so, daß sie der sich nur vorstellende Geist ist – d.h. daß seine Momente für ihn die Form der Unmittelbarkeit und des Geschehens haben; – daß sie nicht begriffen nicht eingesehen sind. – Der Inhalt der Religion ist wohl wahr; aber diß Wahrseyn ist eine Versicherung – ohne Einsicht –

Diese Einsicht ist die Philosophie, absolute Wissenschafft – derselbe Inhalt als der der Religion – aber Form des Begriffs – α) speculative Philosophie absolutes Seyn, das sich andres, (Verhältniß wird) Leben und Erkennen – und wissendes Wissen, Geist, Wissen des Geistes von sich – β) Naturphilosophie – Aussprechen der Idee in den Gestalten des unmittelbaren Seyns – Sie ist das in sich gehen, böse, werden zum Geiste; dem als Begriff existirenden Begriffe; diese reine Intelligenz ist aber ebenso das entgegengesetzte das Allgemeine, und zwar das sich aufopfert, und dadurch zum wirklichen wird – und allgemeine Wirklichkeit, das Volk ist, die hergestellte Natur, das versöhnte Wesen, an dem jeder sich durch eigne Entaüsserung und Aufopferung sein Fürsichseyn nimmt. –

In der Philosophie ist es Ich als solches, welches Wissen des absoluten Geistes ist, im Begriffe in sich selbst, als diesem, das allgemeines ist. – Es [ist] hier nicht eine andre Natur, nicht die ungegenwärtige Einheit, nicht eine Versöhnung, deren Genuß und Daseyn jenseits und zukünftig ist, sondern hier – hier erkennt Ich das Absolute; es erkennt – es begreifft – es ist kein anderes – Unmittelbar, es ist dieses Selbst. – Ich ist diese untrennbare Verknüpfung des Einzelnen und Allgemeinen – und der Einzelnheit als Allgemeiner aller Natur – und des Allgemeinen, aller Wesenheit, alles Denkens. Die Unmittelbarkeit des Geistes ist der Volksgeist – oder er als seyender absoluter Geist – Die Religion der denkende Geist, der sich aber nicht selbst denkt; nicht sich selbst – daher nicht die Gleichheit mit sich selbst – nicht die Unmittelbarkeit. Diß Wissen der Philosophie ist die wiederhergestellte Unmittelbarkeit; – sie selbst ist die Form der Vermittlung, des Begriffes; als Unmittelbarkeit ist der sich wissende Geist überhaupt – und er ist Bewußtseyn, unmittelbares sinnliches Bewußtseyn – das sich unter der Form des Seyenden ein Andres ist – das Entzweyte in die Natur – und Wissen

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