Jenaer Realphilosophie

[S. 279]

|279| schaftliche u.s.f. weil ihre Belebung, der Gestalt in der sie unmittelbar ist, widerspricht – moderne Formalismus der Kunst – Poësie aller Dinge; Sehnen aller, – nicht eine aüssre Gewalt – die Dinge sind so an sich, in der göttlichen Anschauung – aber dieses Ansich ist das abstracte, das ihrem Daseyn ungleich ist – Diese rein intellectuelle Schönheit – diese Musik der Dinge – hat das homerisch plastische zu seinem Gegensatze – jenes unsinnlich diß sinnliche Anschauung – hier nicht die Form des Symbols, der Bedeutung, es wird nur leise, fern daran angeschlagen; – hier soll die Bedeutung selbst hervortreten – aber die Gestalt ist verloren. Die Kunst ist in diesem Widerspruche mit sich selbst – wenn sie selbstständig ist, zur Allegorie ausgedehnt werden zu müssen, und dann ist sie als Individualität verschwunden, und die Bedeutung herabgesetzt in die Individualität so ist jene nicht ausgedrückt.

Die Kunst erzeugt die Welt als geistige und für die Anschauung – sie ist der indische Bacchus, der nicht der klare sich wissende Geist ist, sondern der begeisterte Geist – der sich in Empfindung und Bild einhüllende, worunter das Furchtbare verborgen ist. – Sein Element ist die Anschauung – aber sie ist die Unmittelbarkeit, welche nicht vermittelt ist – dem Geiste ist diß Element daher unangemessen. Die Kunst kann daher ihren Gestalten nur einen beschränkten Geist geben; – die Schönheit ist Form, sie ist die Taüschung der absoluten Lebendigkeit, die sich selbst genügt, und in sich geschlossen und vollendet sey. – Diß Medium der Endlichkeit; die Anschauung kann nicht das Unendliche fassen; es ist nur gemeynte Unendlichkeit. Dieser Gott als Bildsaüle, diese Welt des Gesanges, welche den Himmel und die Erde, die allgemeinen Wesen in mythischer individueller Form, und die einzelnen Wesen, das Selbstbewußtseyn umschließt; – es ist gemeynte nicht wahre Vorstellung, – es ist nicht die Nothwendigkeit, – nicht die Gestalt des Denkens darin; – die Schönheit ist vielmehr der Schleyer, der die Wahrheit bedekt, als die Darstellung derselben. – Oder als Form der Lebendigkeit, – [ihr] entspricht der Inhalt nicht, er ist beschränkt; der Künstler fodert daher haüffig, daß das Verhältniß

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