Jenaer Realphilosophie

[S. 263]

|263| ist der erbliche Monarch, er ist der feste unmittelbare Knoten des Ganzen. – Das geistige Band ist die öffentliche Meynung; – diß das wahre legislative Korps, Nationalversammlung – (allgemeine Bildung) – unnütze Künsteleyen Collegien Gesetze zu verbessern – Erklärung des allgemeinen Willens – er lebt in der Execution aller Befehle – die Regierungsbeamte gehören diesem Geiste an – Es wird itzt anders regiert – und gelebt in Staaten, deren Constitution noch dieselbe ist – und diese ändert sich nach und nach mit der Zeit – die Regierung muß nicht auf die Seite des Vergangnen treten und es hartnäckig beschützen – Aber gleichsam der letzte seyn, der überzeugt ist; und ändert – wirkliches Thun wirklicher Willen – durch Wahl der Beamten – jede Sphäre Stadt Zunft [vertreten] in der Verwaltung ihrer besondren Angelegenheiten – Volk ist schlecht, wenn es die Regierung ist – und so schlecht als unvernünftig. Das Ganze aber ist die Mitte, der freye Geist, der sich frey von diesen vollkommen befestigten Extremen selbst trägt, das Ganze [aber ist] unabhängig von dem Wissen der Einzelnen, sowie von der Beschaffenheit des Regenten – leere Knoten.

Diß ist das höhere Princip der neuern Zeit, das die Alten das Plato nicht kannte, – in der alten Zeit, war das schöne öffentliche Leben die Sitte aller, – Schönheit unmittelbare Einheit des Allgemeinen und einzelnen, ein Kunstwerk, worin kein Theil sich absondert vom Ganzen, sondern diese genialische Einheit des sich wissenden Selbsts und seiner Darstellung [ist;] aber das sich selbst absolut Wissen der Einzelnheit, dieses absolute Insichseyn, war nicht vorhanden – Die Platonische Republik – ist wie der Lacedämonische Staat – diß Verschwinden der sich selbst wissenden Individualität.152) – Durch diß Princip ist die aüssre wirkliche

152) Am Rande: Plato hat nicht ein Ideal aufgestellt, sondern den Staat seiner Zeit in seinem Innern gefaßt – aber dieser Staat ist vergangen – nicht die platonische Republik ist nicht ausführbar – weil er des Princips der absoluten Einzelnheit entbehrte – Das wirkliche sieht freylich aüsserlich nicht so [aus], als das Ideal – weil der Beobachter sich an das unmittelbare hält – an das Nothwendige – Ausschweifung, Untergang, Liederlichkeit Lasterhafftigkeit der Einzelnen muß ertragen werden können – der Staat ist die List

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