Jenaer Realphilosophie

[S. 196]

|196| Gedanke des eignen Inhalts des Ich – nicht an den Nahmen hat es einen Inhalt, als des Ichs – sondern in der Form, Ordnung – aber [an ihr] als einer festen willkührlichen zufälligen ist Aüsserlichkeit, Dinglichkeit. Ich weiß etwas auswendig, ich habe mich zu einer gleichgültigen Ordnung gemacht – Ich bin Ordnung, beziehen – Thun – aber sie ist willkührlich – Ich dadurch zum Dinge gemacht.

Diese Richtung auf den Nahmen hat also die entgegengesetzte Bedeutung, daß nemlich die Richtung auf Ich, aufheben desselben als des fürsichseyenden, d. h. willkührlichen, thätigen gesetzt ist – es ist gesetzt die Allgemeinheit, mit gleichem Werthe gleichem aufgehobenseyn des thätigen Ich und des Gegenstandes – das zum Gegenstande gewordne Ich – im Nahmen [ist es] nur zum Seyn [geworden], dem das Fürsichseyn gegenübersteht; oder Nahmen ist noch willkührlich, einzeln. – Ding Verstand, Nothwendigkeit. Ding als einfache Allgemeinheit, Nothwendigkeit als sich bewegen. Das Ding hat die Nothwendigkeit an ihm, denn es hat das Selbst des Ich an ihm. Unterschied im Dinge, ist Unterschied im Selbst – d. h. an sich selbst negative Beziehung – Verstehen, Einsehen ist der Unterschied, nicht im Dinge, sondern des Dinges gegen den Verstand – der hieher eigentlich nicht gehört – sondern Erfahrung des Bewußtseyns.26)

26) Auf dem unteren Rande: Verstand, Urtheil Schluß –

Ich27) ist also auf das Ding oder das Allgemeine als solches thätig, oder es ist die

27) Am Rande: Der Verstand ist α) auf das Ding bezogen, so daß die Form des Seyns an demselben für ihn ist. Eins Vieles Ursache, u.s.f. Beziehung derselben, als differenter gegeneinander Begeisteter, die Abstraction oder der Begriff hat am Seyn die Substanz; Begriffe treten nur in die Beziehung ein; das Ding ist noch nicht an ihm selbst das beruhigte, die Einheit der entgegengesetzten Bestimmungen – Aber jene begeisteten Bestimmungen gehen in der einfachen Neutralität zu Grunde, der Allgemeinheit zum Grunde es wird der Grund. Itzt ist β) für Ich der Grund das Allgemeine als solches, es weiß sich als den Verstand; es spricht von bestimmten Begriffen als den seinigen – und β) urtheilt, ist die Bewegung des bestimmten Begriffs. Einzelnheit und Allgemeinheit sind verschieden, und entgegengesetzt. α) Schluß – sie sind also, der ersten Ansicht nach nur in einem dritten gleich; Copula ist Ich, trägt sie, es ist zunächst das leere. Aber wie ist diß dritte beschaffen β) es ist nicht die reine Copula A= A, leere Identität – meinen oft sie sey die absolute – sonst wäre es nicht die Gleichheit derselben. γ) sondern enthält sie beyde, ebenso ihre Gleichheit als ihr Gegensatz ist Ich δ) dasselbe sind sie Beyde, (seyende) – jedes ist darin dem andern gleich, worin es ihm entgegengesetzt ist; oder es ist ihm darin entgegengesetzt worin es ihm gleich ist – Unterschied und Gleichheit sind dasselbe. – Es bleibt ihnen die leere Form des Seyns, die sie längst verloren.

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