Jenaer Realphilosophie

[S. 282]

|282| Gedanken, aber es ist eine Sehnsucht des Himmels, und eine Sehnsucht ebenso nach der Erde; jenes ist das pis aller. – Er hat befriedigt durch die Religion, das Vertrauen, daß die Weltbegebenheiten und die Natur mit dem Geiste versöhnt sind, und keine Mishelligkeit, keine unversöhnte, unselbstische Nothwendigkeit darin herrscht –

Die Religion aber ist der vorgestellte Geist, das Selbst das sein reines Bewußtseyn und sein wirkliches nicht zusammen bringt, dem der Inhalt von jenem in diesem als ein anderes gegenübertritt. –

Der184) Gedanke – Innre Idee – der absoluten Religion ist diese speculative Idee, daß das Selbst, das Wirkliche, Denken ist; – Wesen und Seyn dasselbe, – diß so gesetzt, daß Gott, das jenseitige absolute Wesen, Mensch geworden – dieser wirkliche, – aber ebenso diese Wirklichkeit sich aufgehoben eine vergangne geworden, und dieser Gott, der Wirklichkeit und aufgehobne, d. h. allgemeine Wirklichkeit [ist], der Geist der Gemeine ist – Daß185) Gott der Geist ist – diß ist der Inhalt dieser Religion und der Gegenstand dieses Bewußtseyns – α) des reinen Bewußtseyns α) ewige Wesen, Sohn, und Geist, hier alle dasselbe Wesen; nicht der Unterschied, die Gleichgültigkeit des unmittelbaren Seyns gesetzt diß186) β) Gott, das Wesen des reinen Bewußtseyns wird sich ein anderes, das Welt

184) Am Rande: Die* Religion Vorstellen der Einheit des Wissens und der Wahrheit – oder als Geist [, der] absolutes Wesen nicht todtes Wesen sondern diß Leben in sich selbst ist – als Lebendigen Gott – * Daneben: dasselbe als Volksgeist nur Unmittelbarkeit

185) Am Rande: α wahre Religion – insofern das absolute Wesen der Geist ist β offenbare Religion ohne Geheimniß – denn Gott ist das Selbst – Gott ist Mensch.

186) Am Rande: β) Philosophie Natur, die in sich geht; böse wird* – aber umgekehrt ist diß in sich seyn, der Verlust des Positiven, an sich; Gott nimmt die Gestalt des Selbsts an; diß was an sich ist, vorausgesetzte stellt sich in seinem Daseyn** dar – eben daß das Göttliche sich aufopfert – jenes abstracte Wesen; es ist nicht der Mensch, der stirbt – sondern das göttliche eben dadurch wird es Mensch – * Darüber: Begriff die reine Negativität ** Darüber: Entaüssrung Bildung – abstracten Wesens

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