122

Durch dies Besondere hat die Handlung subjektiven Wert, Interesse für mich. Gegen diesen Zweck, die Absicht dem Inhalte nach, ist das Unmittelbare der Handlung in ihrem weiteren Inhalte zum Mittel herabgesetzt. Insofern solcher Zweck ein Endliches ist, kann er wieder zum Mittel für eine weitere Absicht usf. ins Unendliche herabgesetzt werden.

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Kommentare

2 Kommentare zu „122“

  1. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1817)
    Hegel (Enzyklopädie 1817)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 420:

    § 420. Aber dieser allgemeine Uebergang, welcher das Handeln überhaupt ist, enthält noch mannichfaltige andere relative Identitäten, α) der allgemeine, an und für sich seyende Wille, ist das Gesetz und die Substanz, in welchem die unmittelbare Einzelnheit des Subjects so wie die äussere Realität überhaupt aufgehoben ist; es ist daher der absolute Endzweck, das an und für sich Gute; die Pflicht für das Subject, und der letzte Zweck der Welt.

  2. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Herabsetzung des Unmittelbaren der Handlung zum Mittel für den besonderen Zweck und der damit eröffnete Progreß endlicher Zwecke ins Unendliche.

    Eingeführt wird das Verhältnis von Zweck und Mittel. Sobald der besondere Zweck als das gilt, worauf es ankommt, sinkt alles Unmittelbare der Handlung — das, was zunächst einfach geschieht — zum bloßen Mittel herab, das seinen Wert nur noch von diesem Zweck her hat. Hegel fügt sogleich an, worin die Schwäche dieser Stufe liegt: ein endlicher Zweck kann selbst wieder Mittel für einen weiteren werden, und dies ohne Ende. Die Reihe schließt sich also nicht; einen Zweck, der nicht wieder Mittel für etwas anderes wäre, hat diese Sphäre noch nicht.

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