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α) Das objektive Sittliche, das an die Stelle des abstrakten Guten tritt, ist die durch die Subjektivität als unendliche Form konkrete Substanz. Sie setzt daher Unterschiede in sich, welche hiermit durch den Begriff bestimmt sind und wodurch das Sittliche einen festen Inhalt hat, der für sich notwendig und ein über das subjektive Meinen und Belieben erhabenes Bestehen ist, die an und für sich seienden Gesetze und Einrichtungen.

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Kommentare

6 Kommentare zu „144“

  1. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1817)
    Hegel (Enzyklopädie 1817)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1817), § 431:

    § 431. Die freye Substanz, in welcher das absolute Sollen eben so sehr Seyn ist, ist als Volk Wirklichkeit. Die abstracte Diremtion ihrer Negativität zur Existenz ist die Vereinzelung in Personen, von deren unmittelbarer Selbstständigkeit sie die innere Macht und Nothwendigkeit ist. Die Person aber erkennt als denkende Intelligenz, die Substanz als ihr eigenes Wesen, und hört in dieser Gesinnung auf Accidens derselben zu seyn; sie schaut ihren absoluten Endzweck in der Wirklichkeit eben so als erreichtes Disseits an, als sie ihn durch ihre Thätigkeit hervorbringt, aber als etwas, das ebensosehr ist, hiemit ohne die wählende Reflexion ihre Pflicht als das Ihrige und als Seyendes vollbringt und in dieser Nothwendigkeit sich selbst und ihre Freyheit hat.

  2. Avatar von Hegel (Notizen)
    Hegel (Notizen)

    Unterschiede – α) Gesetzliche Inhaltsbestimmung, β) Unterschied vom Selbstbewußtsein – Individuelle Pflichten – Natur der Sache

  3. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1827)
    Hegel (Enzyklopädie 1827)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 514:

    § 514. Die freie Substanz, in welcher das absolute Sollen eben so sehr Seyn ist, hat als Geist eines Volkes Wirklichkeit. Ihre abstracte Diremtion ist die Vereinzelung in Personen, von deren Selbstständigkeit sie die innere Macht und Nothwendigkeit ist. Die Person aber weiß als denkende Intelligenz die Substanz als ihr eigenes Wesen, hört in dieser Gesinnung auf Accidenz derselben zu seyn; schaut sie als ihren absoluten Endzweck in der Wirklichkeit ebenso als erreichtes Diesseits an, als sie denselben durch ihre Thätigkeit hervorbringt, jedoch als etwas, das eben so sehr schlechthin ist, hiemit ohne die wählende Reflexion ihre Pflicht als das Ihrige und als Seyendes vollbringt und in dieser Nothwendigkeit sich selbst und ihre wirkliche Freiheit hat.

  4. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1830)
    Hegel (Enzyklopädie 1830)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 514:

    § 514. Die frei sich wissende Substanz, in welcher das absolute Sollen ebensosehr Sein ist, hat als Geist eines Volkes Wirklichkeit. Die abstrakte Diremtion dieses Geistes ist die Vereinzelung in Personen, von deren Selbständigkeit er die innere Macht und Notwendigkeit ist. Die Person aber weiß als denkende Intelligenz jene Substanz als ihr eigenes Wesen, hört in dieser Gesinnung auf, Akzidens derselben zu sein, schaut sie als ihren absoluten Endzweck in der Wirklichkeit sowohl als erreichtes Diesseits an, als sie denselben durch ihre Tätigkeit hervorbringt, aber als etwas, das vielmehr schlechthin ist; so vollbringt sie ohne die wählende Reflexion ihre Pflicht als das Ihrige und als Seiendes und hat in dieser Notwendigkeit sich selbst und ihre wirkliche Freiheit.

  5. Avatar von Eduard Gans (Zusatz)
    Eduard Gans (Zusatz)

    Im Ganzen der Sittlichkeit ist sowohl das objektive als das subjektive Moment vorhanden: beide sind aber nur Formen derselben. Das Gute ist hier Substanz, das heißt Erfüllung des Objektiven mit der Subjektivität. Betrachtet man die Sittlichkeit von dem objektiven Standpunkt, so kann man sagen, der sittliche Mensch sei sich unbewußt. In diesem Sinne verkündet Antigone, niemand wisse, woher die Gesetze kommen: sie seien ewig. Das heißt, sie sind die an und für sich seiende, aus der Natur der Sache fließende Bestimmung. Aber nicht minder hat dieses Substantielle auch ein Bewußtsein, obgleich diesem immer nur die Stellung eines Moments zukommt.

  6. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Die durch die Subjektivität als unendliche Form konkrete Substanz setzt die Unterschiede in sich selbst und hat dadurch einen festen, durch den Begriff bestimmten Inhalt.

    An die Stelle des abstrakten Guten tritt jetzt Substanz — das, was besteht und worin die Einzelnen leben, nicht das, was sein soll. Konkret ist sie, weil die Subjektivität ihr nicht mehr gegenübersteht, sondern ihre Form ist; sie ist also nichts Starres, sondern etwas, das sich gliedert. Entscheidend ist, dass die Unterschiede nicht von außen an sie herangetragen, sondern in ihr selbst gesetzt werden: sie teilt sich aus eigenem Begriff. Eben dadurch ist ihr Inhalt fest — Gesetze und Einrichtungen gelten nicht, weil jemand sie für gut hält, sondern weil sie die notwendige Gliederung der Sache selbst sind, und stehen darum über subjektivem Meinen und Belieben.

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