265

Diese Institutionen machen die Verfassung, d. i. die entwickelte und verwirklichte Vernünftigkeit, im Besonderen aus und sind darum die feste Basis des Staats sowie des Zutrauens und der Gesinnung der Individuen für denselben und die Grundsäulen der öffentlichen Freiheit, da in ihnen die besondere Freiheit realisiert und vernünftig, damit in ihnen selbst an sich die Vereinigung der Freiheit und Notwendigkeit vorhanden ist.

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Kommentare

3 Kommentare zu „265“

  1. Avatar von Eduard Gans (Zusatz)
    Eduard Gans (Zusatz)

    Schon früher ist bemerkt worden, daß die Heiligkeit der Ehe und die Institutionen, worin die bürgerliche Gesellschaft als sittlich erscheint, die Festigkeit des Ganzen ausmache, das heißt, das Allgemeine sei zugleich die Sache eines jeden als Besonderen. Worauf es ankommt ist, daß sich das Gesetz der Vernunft und der besonderen Freiheit durchdringe und mein besonderer Zweck identisch mit dem Allgemeinen werde, sonst steht der Staat in der Luft. Das Selbstgefühl der Individuen macht seine Wirklichkeit aus, und seine Festigkeit ist die Identität jener beiden Seiten. Man hat oft gesagt, der Zweck des Staates sei das Glück der Bürger; dies ist allerdings wahr: ist ihnen nicht wohl, ist ihr subjektiver Zweck nicht befriedigt, finden sie nicht, daß die Vermittlung dieser Befriedigung der Staat als solcher ist, so steht derselbe auf schwachen Füßen.

  2. Avatar von Karl Marx
    Karl Marx

    § 265. »Diese Institutionen machen die Verfassung, d.i. die entwickelte und verwirklichte Vernünftigkeit, im Besonderen aus und sind darum die feste Basis des Staats sowie des Zutrauens und der Gesinnung der Individuen für denselben und die Grundsäulen der öffentlichen Freiheit, da in ihnen die besondere Freiheit realisiert und vernünftig, damit in ihnen selbst an sich die Vereinigung der Freiheit und Notwendigkeit vorhanden ist.«

  3. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Die Institutionen als die im Besonderen entwickelte und verwirklichte Vernünftigkeit enthalten an sich die Vereinigung von Freiheit und Notwendigkeit und sind darum die feste Basis des Staats.

    Entscheidend ist das „an sich“. Die Vereinigung von Freiheit und Notwendigkeit ist in den Institutionen wirklich vorhanden — wer in ihnen lebt, tut das Notwendige und ist dabei frei —, aber sie ist noch nicht als solche gewusst und gewollt; sie besteht einfach, wie sie besteht. Deshalb kann Hegel die Institutionen zugleich die Grundlage des Zutrauens nennen: Das Vertrauen der Bürger ruht nicht auf ihrer Gesinnung, sondern darauf, dass die Sache selbst schon vernünftig eingerichtet ist. § 266 macht daraus den nächsten Schritt, indem er dieses An-sich für sich werden lässt.

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