323

Im Dasein erscheint so diese negative Beziehung des Staates auf sich als Beziehung eines Anderen auf ein Anderes und als ob das Negative ein Äußerliches wäre. Die Existenz dieser negativen Beziehung hat darum die Gestalt eines Geschehens und der Verwicklung mit zufälligen Begebenheiten, die von außen kommen. Aber sie ist sein höchstes eigenes Moment, – seine wirkliche Unendlichkeit als die Idealität alles Endlichen in ihm, – die Seite, worin die Substanz als die absolute Macht gegen alles Einzelne und Besondere, gegen das Leben, Eigentum und dessen Rechte, wie gegen die weiteren Kreise, die Nichtigkeit derselben zum Dasein und Bewusstsein bringt.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „323“

  1. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Die negative Beziehung des Staates auf sich erscheint im Dasein als Verhältnis eines Anderen zu einem Anderen — das Negative sieht äußerlich aus und ist doch sein eigenstes Moment.

    Der Paragraph unterscheidet, wie etwas erscheint, von dem, was es ist. Was der Staat an sich selbst tut — alles Endliche in ihm als nicht letztgültig setzen —, hat im Dasein die Gestalt eines Geschehens, das von außen kommt, sich mit zufälligen Begebenheiten verwickelt und dem Staat zuzustoßen scheint; den Namen dieses Geschehens, den Krieg, nennt Hegel erst in § 324. Hegel hält dagegen, dass diese Negation sein höchstes eigenes Moment ist: In ihr zeigt sich, dass Leben, Eigentum und die Rechte der Einzelnen dem Staat gegenüber nichts Absolutes sind, und diese Idealität alles Endlichen bringt er hier zum Dasein und Bewusstsein. Der logische Zug besteht also darin, ein scheinbar Äußerliches als eine Selbstbeziehung zu erkennen — dieselbe Figur, mit der § 321 die Souveränität nach innen und nach außen als eine Bestimmung gefasst hat.

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