325

Indem die Aufopferung für die Individualität des Staates das substantielle Verhältnis aller und hiermit allgemeine Pflicht ist, so wird es zugleich, als die eine Seite der Idealität gegen die Realität des besonderen Bestehens, selbst zu einem besonderen Verhältnis und ihm ein eigener Stand, der Stand der Tapferkeit, gewidmet.

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Kommentare

2 Kommentare zu „325“

  1. Avatar von Hegel (Naturrechtsaufsatz 1802)
    Hegel (Naturrechtsaufsatz 1802)

    Hegel, Über die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts (Kritisches Journal der Philosophie, Bd. 2, 2. Stück, 1802), S. 464:

    Aber das, was wir unter der äußern Form des ersten Standes auf die eine Seite gestellt haben, ist das reale absolute Bewußtseyn der Sittlichkeit. Es ist Bewußtseyn, und als solches nach der negativen Seite reine Unendlichkeit, und die höchste Abstraction der Freyheit, d. i. das bis zu seiner Aufhebung getriebene Verhältniß des Bezwingens, oder der freye gewaltsame Tod; – nach der positiven Seite aber ist das Bewußtseyn die Einzelnheit und Besonderheit des Individuums.

  2. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Besonderung einer allgemeinen Pflicht — weil die Aufopferung die eine Seite gegen die Realität des besonderen Bestehens ist, wird sie selbst zu einem besonderen Verhältnis und erhält einen eigenen Stand.

    Der Zug ist der in den Grundlinien wiederkehrende Schritt, mit dem ein Allgemeines sich ein besonderes Dasein gibt. Die Pflicht, das Ganze zu erhalten, gilt allen und ist insofern allgemein; sie ist zugleich aber nur die eine Seite — die Seite der Idealität, die dem beharrenden besonderen Bestehen entgegensteht —, und was nur eine Seite ist, ist damit selbst ein Besonderes. Deshalb kann und muss ihr ein eigener Stand gewidmet werden, wie den anderen Momenten des gesellschaftlichen Lebens auch. Die allgemeine Pflicht wird dadurch nicht ersetzt, sondern erhält neben ihrem allgemeinen Bestehen eine besondere, dauerhaft eingerichtete Existenz.

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