339

Sonst beruht das gegenseitige Verhalten im Kriege (z. B. dass Gefangene gemacht werden), und was im Frieden ein Staat den Angehörigen eines anderen an Rechten für den Privatverkehr einräumt usf., vornehmlich auf den Sitten der Nationen als der inneren unter allen Verhältnissen sich erhaltenden Allgemeinheit des Betragens.

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Kommentare

2 Kommentare zu „339“

  1. Avatar von Eduard Gans (Zusatz)
    Eduard Gans (Zusatz)

    Die europäischen Nationen bilden eine Familie nach dem allgemeinen Prinzipe ihrer Gesetzgebung, ihrer Sitten, ihrer Bildung, und so modifiziert sich hiernach das völkerrechtliche Betragen in einem Zustande, wo sonst das gegenseitige Zufügen von Übeln das Herrschende ist. Das Verhältnis von Staaten zu Staaten ist schwankend: es ist kein Prätor vorhanden, der da schlichtet; der höhere Prätor ist allein der allgemeine an und für sich seiende Geist, der Weltgeist.

  2. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Die Sitte als die in allen Verhältnissen sich erhaltende innere Allgemeinheit des Betragens.

    Der Paragraph vollzieht keinen eigenen logischen Schritt, sondern benennt den Träger dessen, was zwischen Staaten faktisch gilt: nicht ein gesetztes Recht, sondern die Sitte, die deshalb allgemein heißt, weil sie sich unabhängig von Krieg und Frieden gleichbleibend durchhält.

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