173

C. Die Erziehung der Kinder und die Auflösung der Familie

In den Kindern wird die Einheit der Ehe, welche als substantiell nur Innigkeit und Gesinnung, als existierend aber in den beiden Subjekten gesondert ist, als Einheit selbst eine für sich seiende Existenz und Gegenstand, den sie als ihre Liebe, als ihr substantielles Dasein, lieben. – Der natürlichen Seite nach wird die Voraussetzung unmittelbar vorhandener Personen – als Eltern – hier zum Resultate, ein Fortgang, der sich in den unendlichen Progress der sich erzeugenden und voraussetzenden Geschlechter verläuft, – die Weise, wie in der endlichen Natürlichkeit der einfache Geist der Penaten seine Existenz als Gattung darstellt.

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Kommentare

4 Kommentare zu „173“

  1. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1827)
    Hegel (Enzyklopädie 1827)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 521:

    § 521. Die mit der natürlichen Erzeugung der Kinder verbundene, zunächst als ursprünglich (§. 519.) im Schließen der Ehe gesetzte Sittlichkeit realisirt sich in der zweiten Geburt der Kinder, der geistigen, – der Erziehung derselben zu selbstständigen Personen.

  2. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1830)
    Hegel (Enzyklopädie 1830)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 521:

    § 521. Die mit der natürlichen Erzeugung der Kinder verbundene, zunächst als ursprünglich (§ 519) im Schließen der Ehe gesetzte Sittlichkeit realisiert sich in der zweiten Geburt der Kinder, der geistigen, – der Erziehung derselben zu selbständigen Personen.

  3. Avatar von Eduard Gans (Zusatz)
    Eduard Gans (Zusatz)

    Zwischen Mann und Frau ist das Verhältnis der Liebe noch nicht objektiv; denn wenn die Empfindung auch die substantielle Einheit ist, so hat diese noch keine Gegenständlichkeit. Eine solche erlangen die Eltern erst in ihren Kindern, in welchen sie das Ganze der Vereinigung vor sich haben. Die Mutter liebt im Kinde den Gatten, dieser darin die Gattin, beide haben in ihm ihre Liebe vor sich. Während im Vermögen die Einheit nur in einer äußerlichen Sache ist, ist sie in den Kindern in einem Geistigen, in dem die Eltern geliebt werden und das sie lieben.

  4. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    In den Kindern wird die Einheit der Ehe, die als substantielle nur Innigkeit und in der Existenz auf zwei Subjekte gesondert war, selbst zu einer für sich seienden Existenz, und die vorausgesetzten Personen werden zum Resultate.

    Zwei Züge greifen hier ineinander. Der erste: eine Einheit, die nur als Gesinnung besteht, ist in ihrer Existenz gerade nicht eine, sondern in den beiden verteilt; im Kind bekommt sie ein eigenes Dasein außer den beiden, ist also nicht mehr bloß gefühlt, sondern steht ihnen als Gegenstand gegenüber, den sie als ihre eigene Liebe lieben. Der zweite: die Eltern waren für die Familie das unmittelbar Vorausgesetzte, das, wovon sie ausgeht; in der Generationenfolge sind sie selbst Erzeugte, und was Anfang war, erweist sich als Ergebnis. Dieser Fortgang schließt sich nicht, sondern läuft in einen unendlichen Progress hinaus — ein Weitergehen ohne Abschluss, in dem nie das Ganze, sondern immer nur wieder ein Glied erreicht wird. Genau darin, sagt Hegel, stellt die Gattung ihre Existenz unter den Bedingungen der endlichen Natur dar: sie erhält sich nicht in einem, sondern nur in der Reihe.

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