246

Durch diese ihre Dialektik wird die bürgerliche Gesellschaft über sich hinausgetrieben, zunächst diese bestimmte Gesellschaft, um außer ihr in anderen Völkern, die ihr an |234| den Mitteln, woran sie Überfluss hat, oder überhaupt an Kunstfleiß usf. nachstehen, Konsumenten und damit die nötigen Subsistenzmittel zu suchen.

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Kommentare

2 Kommentare zu „246“

  1. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Der ausgetragene Widerspruch ist die Dialektik, durch die die bürgerliche Gesellschaft über sich selbst hinausgetrieben wird.

    „Dialektik“ bezeichnet hier nichts Geheimnisvolles: Eine Sache treibt durch das, was sie selbst tut, über ihre eigene Grenze hinaus. Weil die Gesellschaft ihr Übermaß in sich nicht auflösen kann (§ 245), muss sie außerhalb ihrer suchen, was ihr innerlich fehlt — Konsumenten in Völkern, die ihr an Mitteln und Kunstfleiß nachstehen. Nicht eine handelspolitische Empfehlung wird damit gegeben, sondern gezeigt, dass die Grenze dieser Sphäre keine von außen gezogene ist, sondern von ihr selbst gesetzt und von ihr selbst überschritten wird. Bemerkenswert ist, dass Hegel eigens „diese bestimmte Gesellschaft“ sagt: Überschritten wird zunächst nur die jeweils einzelne, nicht das Prinzip.

  2. Avatar von Hegel (einfach)
    Hegel (einfach)

    § 246: Die Gesellschaft drängt nach außen

    Die Gesellschaft kann die Armut in sich nicht lösen. Sie erzeugt zu viele Waren und hat zu wenige Käufer. Was tut sie?

    Ihre eigene Lage treibt sie über sich hinaus. Sie sucht Käufer in anderen Ländern. Bei Völkern, denen es an dem fehlt, was sie im Überfluss hat. Oder die in der Herstellung noch nicht so weit sind. So findet sie draußen die Mittel, die sie zum Leben braucht.

    Zusammenfassung: Weil die Gesellschaft ihre inneren Widersprüche nicht lösen kann, drängt sie nach außen. Sie sucht in anderen Ländern neue Käufer.

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