350

In gesetzlichen Bestimmungen und in objektiven Institutionen, von der Ehe und dem Ackerbau ausgehend |349| (s . § 203 Anm.), hervorzutreten, ist das absolute Recht der Idee, es sei dass die Form dieser ihrer Verwirklichung als göttliche Gesetzgebung und Wohltat, oder als Gewalt und Unrecht erscheine; – dies Recht ist das Heroenrecht zur Stiftung von Staaten.

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Kommentare

2 Kommentare zu „350“

  1. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Absolutes Recht der Idee, in gesetzlichen Bestimmungen und objektiven Institutionen hervorzutreten — das Heroenrecht der Staatenstiftung, gleichgültig gegen die Form seiner Erscheinung.

    Der Paragraph liefert die Berechtigung des in § 349 geforderten Übergangs, und zwar aus der Idee selbst: Eine Idee, die nur an sich wäre und nicht in Wirklichkeit träte, wäre keine. Deshalb ist das Hervortreten in Ehe, Ackerbau, Gesetz und Institution nicht ein Vorzug, sondern ein Recht. Hegel unterscheidet dabei ausdrücklich die Sache von ihrer Erscheinung: Ob die Stiftung eines Staates den Beteiligten als Wohltat oder als Gewalt erscheint, ändert an dieser Berechtigung nichts, weil sie nicht aus der Zustimmung der Unterworfenen, sondern aus der Verwirklichung der Idee stammt.

  2. Avatar von Hegel (einfach)
    Hegel (einfach)

    § 350: Das Recht der Heroen

    Die Idee hat ein absolutes Recht: Sie muss in Gesetzen und festen Einrichtungen hervortreten. Das beginnt mit Ehe und Ackerbau.

    Wie geschieht das?

    Manchmal erscheint es als göttliche Gesetzgebung und Wohltat. Manchmal als Gewalt und Unrecht. In beiden Fällen gilt das Recht der Heroen, Staaten zu gründen.

    Zusammenfassung: Die Idee hat das absolute Recht, in Gesetzen und Einrichtungen wirklich zu werden. Das ist das Recht der Heroen, Staaten zu gründen, sei es durch Wohltat oder durch Gewalt.

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