16

Das im Entschluß Gewählte (§ 14) kann der Wille ebenso wieder aufgeben (§ 5). Mit dieser Möglichkeit aber, ebenso über jeden andern Inhalt, den er an die Stelle setzt, und ins Unendliche fort hinauszugehen, kommt er nicht über die Endlichkeit hinaus, weil jeder solche Inhalt ein von der Form Verschiedenes, hiermit ein Endliches, und das Entgegengesetzte der Bestimmtheit, die Unbestimmtheit, Unentschlossenheit oder Abstraktion, nur das andere gleichfalls einseitige Moment ist.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „16“

  1. Avatar von Hegel (einfach)
    Hegel (einfach)

    Jeder willkürlich gewählte Wunsch kann wieder verworfen werden. Man springt von einem Verlangen zum nächsten, ohne jemals echte Ruhe oder wahre Freiheit zu finden.

    Erklärung: Wer nach Willkür lebt, erlebt eine „schlechte Unendlichkeit“: Ein Wunsch wird erfüllt, kurz darauf meldet sich der nächste. Man wechselt nur die Schranken aus. Und wer gar nichts wählt, um sich alle Möglichkeiten offen zu halten (wie die sogenannte „schöne Seele“), bleibt tatenlos und kraftlos. Weder das ständige Wechseln der Wünsche noch das Verharren im Nichtstun führt zur echten Freiheit.

    Auf den Punkt gebracht: Von einer Laune zur nächsten zu hüpfen, macht nicht frei, sondern rastlos.

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