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Das weiter Bestimmte der Besonderung (β. § 6) macht den Unterschied der Formen des Willens aus a) insofern die Bestimmtheit der formelle Gegensatz von Subjektivem und Objektivem als äußerlicher unmittelbarer Existenz ist, so ist dies der formale Wille als Selbstbewusstsein, welcher eine Außenwelt vorfindet, und als die in der Bestimmtheit in sich zurückkehrende Einzelnheit der Prozess ist, den subjektiven Zweck durch die Vermittlung der Tätigkeit und eines Mittels in die Objektivität zu übersetzen. Im Geiste, wie er an und für sich ist, als in welchem die Bestimmtheit schlechthin die seinige und wahrhafte ist (Enzyklopädie, § 363) 1, macht das Verhältnis des Bewusstseins nur die Seite der Erscheinung des Willens aus, welche hier nicht mehr für sich in Betrachtung kommt |21|.

  1. Enzyklopädie, 3. Aufl. § 443 ↩︎

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Kommentare

7 Kommentare zu „8“

  1. Avatar von Hegel (Notizen)
    Hegel (Notizen)

    [zu § 8]
    1. Wille überhaupt. Form von Zweck – für die weitere Abhandlung überflüssig.
    Material – Gegebener, vorgefundener Gegenstand, Veränderung, Mittel – Form der Unmittelbarkeit – als Unmittelbarkeit gegen Unmittelbares – sinnliches Dasein.
    2. Bestimmtheit des Willens – Bestimmtheit, Besonderung zunächst überhaupt – jedes ein Besonderes – ohne Unterschied. Rückkehr ist hier Vollbringen; – Aufheben des Gegensatzes von Subjektivität und Äußerlichkeit.
    α) Das abstrakt Allgemeine der Tätigkeit des Willens. Tätigkeit des Selbstbewußtseins, wenn der Gegensatz diese Bestimmtheit hat. Sinnliche Weise des Vollbringens – In allen und jeden Willens-Akten – Vollbringungen des Rechts dasselbe – Besitznahme – Verbrechen – Strafe – Arbeit, Staat – ohnehin Geist an Geist, – Wille an Wille sich wendet. Vollbringen – daß der andere Wille es gelten läßt.
    Verhältnis des Bewußtseins setzt diese Seite hinzu – Hier werden betrachtet die Willensbestimmungen – als solche freilich so zu realisieren – aber Bestimmungen – nach ihrer Beschaffenheit und Inhalt – ob subjektiv oder objektiv – Hier Gelten α) vernünftig an und für sich, β) in ihrem eigentümlichen Stoffe, Medium, d. i. im subjektiven Willen – insofern dieser entgegen oder noch nicht dem Vernünftigen gemäß ist – Gegensatz nur des allgemeinen vernünftigen und des subjektiven Willens. Gegensatz innerhalb des Willens selbst – nicht des Bewußtseins. Beide Seiten geistig. – Hier Objektivierung des Willens in sich – Begriff, Gedanke.

  2. Avatar von Hegel (Notizen)
    Hegel (Notizen)

    Alle Willensbestimmungen können Zwecke genannt werden, Bestimmungen, die gelten sollen, – aber es hat kein Interesse, sie so zu betrachten, weil Inhalt des Zwecks als eines solchen, der noch nicht vollführt ist, – und objektiver Zweck ein und derselbe Inhalt ist.
    Was hier ausgeführt werden soll, ist der Begriff der Freiheit – er der Zweck; seine Vollführung, Objektivierung ist seine Entwicklung, Setzen der Momente – (als Bestimmungen der Freiheit, die in ihm enthalten sind) – Momente, die der Begriff – Objektivierung heißt hier diese Unterscheidung – das eine Mal im Begriff eingeschlossen, das andre Mal auseinandergesetzt –
    Gestalt des Bewußtseins – auch Ehre, Ruhm, Furcht, Hoffnung, Neid – Bewußtsein andere[r] von mir – Essen – wie ist Gegenstand bestimmt, Mangel –

  3. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1827)
    Hegel (Enzyklopädie 1827)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1827), § 470:

    § 470. Der praktische Geist enthält zunächst als formeller Wille ein gedoppeltes Sollen 1) in dem Gegensätze der aus ihm gesetzten Bestimmtheit gegen sein unmittelbares Bestimmtseyn, gegen sein Daseyn und Zustand, was im Bewußtseyn sich zugleich im Verhältnisse gegen äußere Objecte entwickelt. 2) Jene erste Selbstbestimmung ist zunächst nicht in die Allgemeinheit des Denkens erhoben, welche daher an sich das Sollen gegen jene sowohl der Form nach ausmacht, als dem Inhalte nach ausmachen kann; – ein Gegensatz, der zunächst nur für uns ist.

  4. Avatar von Hegel (Enzyklopädie 1830)
    Hegel (Enzyklopädie 1830)

    Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830), § 470:

    § 470. Der praktische Geist enthält zunächst als formeller oder unmittelbarer Wille ein gedoppeltes Sollen, 1. in dem Gegensatze der aus ihm gesetzten Bestimmtheit gegen das damit wieder eintretende unmittelbare Bestimmtsein, gegen sein Dasein und Zustand, was im Bewußtsein sich zugleich zum Verhältnisse gegen äußere Objekte entwickelt. 2. Jene erste Selbstbestimmung ist als selbst unmittelbare zunächst nicht in die Allgemeinheit des Denkens erhoben, welche daher an sich das Sollen gegen jene sowohl der Form nach ausmacht, als dem Inhalte nach ausmachen kann; – ein Gegensatz, der zunächst nur für uns ist.

  5. Avatar von Eduard Gans (Zusatz)
    Eduard Gans (Zusatz)

    Die Betrachtung der Bestimmtheit des Willens gehört dem Verstande an und ist zunächst nicht spekulativ. Der Wille ist überhaupt nicht nur im Sinne des Inhalts, sondern auch im Sinne der Form bestimmt. Die Bestimmtheit der Form nach ist der Zweck und die Ausführung des Zweckes: der Zweck ist zunächst nur ein mir Innerliches, Subjektives, aber er soll auch objektiv werden, den Mangel der bloßen Subjektivität abwerfen. Man kann hier fragen: warum ist er dieser Mangel? Wenn das, was Mangel hat, nicht zugleich über seinem Mangel steht, so ist der Mangel für dasselbe kein Mangel. Für uns ist das Tier ein Mangelhaftes, für sich nicht. Der Zweck, insofern er nur erst unser ist, ist für uns ein Mangel, denn Freiheit und Wille sind uns Einheit des Subjektiven und Objektiven. Der Zweck ist also objektiv zu setzen und kommt dadurch nicht in eine neue einseitige Bestimmung, sondern nur zu seiner Realisation.

  6. Avatar von Hegel (einfach)
    Hegel (einfach)

    § 8: Vom Plan zur Tat (Die Form des Willens)

    Jetzt sehen wir genauer hin, wie der Wille sich bestimmt. Zuerst die einfachste Form.

    Ich habe etwas vor. Zum Beispiel: Ich will einen Tisch bauen. Dieser Plan ist zunächst nur in mir. Er ist innerlich (subjektiv). Draußen steht die Welt. Sie ist einfach da und kümmert sich nicht um meinen Plan.

    Was tue ich? Ich suche mir ein Mittel: Holz und Werkzeug. Und ich werde tätig: Ich säge und hobele. So übersetze ich meinen Plan in die Welt. Am Ende steht der Tisch da. Jetzt ist mein Plan auch draußen, für alle sichtbar (objektiv).

    Hier stehen sich zwei Seiten gegenüber: ich mit meinem Zweck und die Welt, die ich vorfinde. Wir nennen das den formalen Willen.

    Warum will der Plan überhaupt nach draußen? Weil ein Plan, der nur im Kopf bleibt, einen Mangel hat. Aber wer spürt einen Mangel? Nur wer zugleich über ihm steht. Ein Tier leidet nicht darunter, dass ihm etwas fehlt. Für uns ist das Tier mangelhaft, für sich selbst nicht. Wir aber wissen: Freiheit ist die Einheit von innen und außen. Darum drängt der Zweck nach draußen. Er wird dabei nicht einseitig. Er wird erst wirklich.

    Eine Einschränkung noch: Dieses Gegenüber von Ich und Welt ist nur die Oberfläche des Willens. So erscheint er. Uns wird im Weiteren etwas anderes beschäftigen: ein Wille, dessen Inhalt ganz sein eigener ist.

    Zusammenfassung: Der Wille hat zuerst die Form eines Plans, den ich durch Tätigkeit und Mittel in die Welt hinaustrage. Das ist aber erst seine äußere Seite.

  7. Avatar von Die logische Entwicklung
    Die logische Entwicklung

    Erste Auffächerung der BesonderungForm) nach der Form — der formelle Gegensatz von Subjektivem und Objektivem als Bewusstsein; der formale Wille als Prozess, den subjektiven Zweck durch Vermittlung in Objektivität zu übersetzen.

    Nachdem der Begriff des Willens fertig ist, wird gefragt, in welchen Gestalten seine Bestimmtheit auftreten kann; die erste ist die des Bewusstseins. Hier steht der Wille einer Außenwelt gegenüber, die er vorfindet, und bewegt sich von einem inneren Zweck über Tätigkeit und Mittel zu einem äußeren Ergebnis — Hegel nennt das die in der Bestimmtheit in sich zurückkehrende Einzelnheit, weil der Wille am Ende in dem Bewirkten sich selbst wiederhat. Wichtig ist die Einschränkung am Schluss: dieses Gegenüber von Innen und Außen ist nur die Erscheinungsseite des Willens, nicht seine Wahrheit, und wird deshalb im Folgenden nicht mehr für sich behandelt. Der Paragraph grenzt also ein Feld ab und legt es zugleich beiseite.

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