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Welche Folgen hat das? Weil solches Gerede sich Philosophie nennt, gilt es fast als Schande, über den Staat philosophisch zu reden. Ehrliche Leute werden ungeduldig, sobald sie davon hören.
Und es wundert Hegel nicht, dass die Regierungen aufmerksam geworden sind. Er schreibt 1820. Kurz vorher haben die deutschen Staaten begonnen, die Universitäten zu überwachen. In Deutschland ist die Philosophie nämlich keine Privatsache wie bei den alten Griechen. Sie wird öffentlich gelehrt, von Professoren im Dienst des Staates. Die Regierungen haben diesen Professoren vertraut. Dieses Vertrauen, sagt Hegel, wurde oft schlecht belohnt.
Seichtes Denken scheint zunächst harmlos. Es rührt ja an nichts Wesentliches. Doch es führt von selbst zu den Grundsätzen der Sophisten, die wir aus Platon kennen: Recht ist, was jeder für richtig hält und fühlt. Aus solchen Grundsätzen folgt Zerstörung. Sie zerstören das Gewissen, die Liebe, das Recht zwischen den Menschen und am Ende die öffentliche Ordnung.
Deshalb muss der Staat so etwas nicht einfach hinnehmen, bloß weil jemand ein Lehramt hat. Das alte Scherzwort „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand“ nimmt heute niemand mehr ernst.
Zusammenfassung: Schlechte Philosophie über den Staat ist für Hegel nicht harmlos. Sie greift die Grundsätze an, auf denen das Zusammenleben beruht. Darum dürfen die Regierungen nicht wegsehen.
