Vorrede – Hegel (einfach)

[2. Absatz]

Das Buch war zuerst nur für die Hörer gedacht. Nun wird es gedruckt, und auch andere lesen es. Darum hat Hegel manche Anmerkungen länger gemacht. (Die Anmerkungen sind die eingerückten Stellen unter den Paragraphen.) Sie sollen schwierige Stellen deutlicher machen. Und sie gehen auf Meinungen ein, die zu seiner Zeit gerade verbreitet waren.

Ein gewöhnliches Lehrbuch fasst nur zusammen, was in einem Fach schon feststeht. Von der Philosophie erwartet man das gar nicht. Viele glauben, die Philosophie fange jeden Tag von vorn an.

Hegel vergleicht das mit Penelope. In der alten Sage webt sie am Tag an einem Tuch und trennt es in der Nacht wieder auf. So wird das Tuch nie fertig. Genau so stellen sich viele die Philosophie vor.

Hegels Text: Vorrede, Absatz 2 →

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20