Vorrede – Hegel (einfach)

[17. Absatz]

Warum fühlen sich viele Menschen in ihrer Welt nicht zu Hause? Sie haben eine Vernunft in sich. Draußen ist die Wirklichkeit. Beides scheint nicht zusammenzupassen.

Hegel sagt: Was die beiden trennt, ist eine Fessel. Man hängt an einem abstrakten Gedanken, den man noch nicht zu Ende gedacht hat. Denkt man ihn zu Ende, fällt die Fessel.

Dann gelingt, was Hegel so ausdrückt: die Vernunft als die Rose im Kreuz der Gegenwart erkennen. Das Kreuz steht für das Schwere der Gegenwart, für Leid und Mühe. Die Rose ist die Vernunft, die mitten darin blüht. Man muss das Kreuz nicht leugnen, um die Rose zu sehen.

Wer das erkennt, kann sich an der Gegenwart freuen. Hegel nennt das die Versöhnung mit der Wirklichkeit. Die Philosophie schenkt sie denen, die begreifen wollen. Sie verlieren dabei nicht ihre eigene Freiheit. Sie finden sie gerade in dem, was Bestand hat.

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