mehr die Arithmetik und am meisten die Vereinigung beyder die größten Beyspiele vom Herumtappen der Wissenschaft im Dunkeln an den Gränzen giebt.
Wenn die kritische Philosophie auf theoretische Wissenschaften die wichtige negative Wirkung gehabt hat, das Wissenschaftliche an ihnen, als etwas nicht Objectives, sondern dem Mitteldinge zwischen Nichts und Realität, der Vermischung von Seyn und Nichtseyn angehörig zu erweisen, und ihr Geständniß herbeyzuführen, daß sie nur im empirischen Meynen sind, so ist ihr Positives von dieser Seite desto ärmer ausgefallen, und nicht vermögend gewesen, jene Wissenschaften der Philosophie wieder zu geben. Dagegen hat sie das Absolute ganz in die praktische Philosophie gelegt, und in dieser ist sie positives oder dogmatisches Wissen. Wir müssen die kritische Philosophie, welche sich auch transcendentalen Idealismus nennt, wie überhaupt, so besonders im Naturrecht als den Culminationspunkt desjenigen Gegensatzes betrachten, der, wie die Kreise auf der Oberfläche des Wassers von dem Punct an, wo es bewegt wird, sich concentrisch ausbreiten, endlich in kleinen Bewegungen die Beziehung auf einen Mittelpunct verlieren und unendlich werden, sich in frühem wissenschaftlichen Bestrebungen aus der Verschlossenheit der Barbarey von schwächern Anfängen immer mehr vergrößerte, bis er in der kritischen Philosophie durch den absoluten Begriff der Unendlichkeit sich selbst verständigte, und als Unendlichkeit auch sich aufhebt. Den frühem Behandlungsarten des Naturrechts, und demjenigen, was für verschiedene Principien desselben angesehen werden müßte, muß daher für das Wesen der Wissenschaft alle Bedeutung abgesprochen werden; weil sie zwar im Gegensatze und in der Negativität, aber nicht in der absoluten Negativität, oder in der Unendlichkeit sind, welche allein für die Wissenschaft ist, sondern so wenig das positive als das negative rein haben, und Vermischungen von beyden sind. Es würde allein das Interesse einer Neugierde über das geschichtliche der Wissenschaft seyn, welches bey ihnen verweilen könnte, sowohl um sie mit der absoluten Idee zu vergleichen, und in der Verzerrung derselben selbst die Nothwendigkeit zu erblicken, mit welcher durch eine Bestimmtheit, die Princip ist, verzogen die Momente der absoluten Form sich darstellen, und selbst unter der Herrschaft eines eingeschränkten Princips doch diese Versuche beherrschen; – als auch den empirischen Zustand der Welt sich in dem ideellen Spiegel der Wissenschaft reflectiren zu sehen.
Denn was das Letzte betrifft, so wird in dem Zusammenhang aller Dinge das empirische Daseyn und der Zustand aller Wissenschaften zwar ebenfalls den Zustand der Welt ausdrücken, aber am nächsten der Zustand des Naturrechts, weil es unmittelbar sich auf das Sittliche, den Beweger aller menschlichen Dinge bezieht, und insofern die Wissenschaft desselben ein Daseyn hat, der Nothwendigkeit angehört, mit der empirischen Gestalt des Sittlichen, welche eben so in der Nothwendigkeit ist,

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