eins seyn, und als Wissenschaft dieselbe in der Form der Allgemeinheit ausdrücken muß.
Was das Erste betrifft, so kann als wahrer Unterschied des Princips der Wissenschaft allein anerkannt werden, ob sie im Absoluten, oder ob sie außer der absoluten Einheit, in dem Gegensatze ist; sie könnte im letztem Fall aber überhaupt gar nicht Wissenschaft seyn, wenn ihr Princip nicht irgend eine unvollständige und relative Einheit, oder der Begriff eines Verhältnisses wäre; und wäre es auch nur die leere Abstraction des Verhältnisses selbst, unter dem Nahmen der Attractivkraft, oder der Kraft des Einsseyns. Wissenschaften, deren Princip kein Verhältnißbegriff, oder nur die leere Kraft des Einsseyns ist, bleibt nichts ideelles, als das erste ideelle Verhältniß, nach welchem das Kind different gegen die Welt ist, die Form der Vorstellung, in welche sie die empirischen Qualitäten setzen, und deren Mannichfaltigkeit sie hererzählen können; sie würden vorzüglich empirische Wissenschaften heißen. Weil aber praktische Wissenschaften ihrer Natur nach auf etwas reell allgemeines oder auf eine Einheit gehen, welche die Einheit von differentem ist, so müssen in der praktischen Empirie auch die Empfindungen nicht reine Qualitäten, sondern Verhältnisse, es seyen negative, wie der Selbsterhaltungstrieb, oder positive, als Liebe und Haß, Geselligkeit und dergleichen in sich schließen; und die wissenschaftlichere Empirie unterscheidet sich von jener reinen Empirie nicht im Allgemeinen dadurch, daß Verhältnisse mehr als Qualitäten ihr Gegenstand wären, sondern dadurch, daß sie diese Verhältnisse in der Begriffsform fixirt, und sich an diese negative Absolutheit hält, ohne jedoch diese Form der Einheit und den Innhalt derselben zu trennen; wir werden diese empirische Wissenschaften nennen; dagegen diejenige Form der Wissenschaft, in welcher der Gegensatz absolut und die reine Einheit, oder die Unendlichkeit, das negativ absolute rein von dem Innhalt abgesondert, und für sich gesetzt ist, eine reinformelle Wissenschaft.
Obzwar hiemit ein spezifischer Unterschied zwischen den beyden unächten Arten der wissenschaftlichen Behandlung des Naturrechts festgesetzt ist, nach welchem das Princip der einen Verhältnisse und Vermischungen der empirischen Anschauung und des Allgemeinen, das der andern aber absoluter Gegensatz und absolute Allgemeinheit ist, so erhellt doch von selbst, daß die Ingredienzien beyder, empirische Anschauung und Begriff, dieselben sind, und daß der Formalismus, wie er zu einem Innhalt aus seiner reinen Negation übergeht, ebenfalls zu nichts anderem, als zu Verhältnissen, oder relativen Identitäten gelangen kann; weil das reinideelle oder der Gegensatz absolut gesetzt, also die absolute Idee und Einheit nicht vorhanden seyn kann; und in Beziehung auf die Anschauung, da mit dem Prinzip der absoluten Entgegensetzung oder des absolutseyns des reinideellen das absolute Princip der Empirie

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